Kolumbianische Töpfer mit Filmteam zu Gast im Rathaus
Bienvenido!
Wachtberg-Berkum. Der herzliche Empfang in Deutschland habe sie überwältigt war eine wiederholte Äußerung der Gästegruppe, die im Rahmen eines Austausch-Filmprojektes für zehn Tage aus Kolumbien nach Wachtberg gekommen ist. Bürgermeisterin Renate Offergeld hieß sie jetzt im Rathaus willkommen.
Töpfer aus Kolumbien besuchen Töpfer in Adendorf
Die Gäste, das sind die Töpfermeister Henry Melo und Raúl Rodriguez sowie Ana Maria Pinilla. Mit dabei ist ein kleines Filmteam um Camilo Barón Riveros, Frank Forero und Santiago Suárez Varela. Lino Ong aus Alfter steht als Dolmetscher der Gruppe hilfreich zur Seite. Martin Schatke und seine Frau Natalia Buitrago sind maßgeblich verantwortlich für das Projekt.
Schatke ist in Adendorf aufgewachsen, seit über fünf Jahren lebt und arbeitet er in Kolumbien. Ihm kam die Idee einer Begegnung von Adendorfer Töpfern mit Töpfern aus dem kolumbianischen Raquira-Boyaca, einem wie Adendorf ebenfalls vom Töpferhandwerk geprägten Ort. Befreundete Filmemacher begeisterten sich schnell, den Austausch dieser beiden kulturell unterschiedlichen Töpferorte in einem Dokumentarfilm festzuhalten. Bei Treffen mit Adendorfer Töpfern wurde auf Deutsch und auf Spanisch, gefachsimpelt, Techniken vorgeführt und Gemeinsamkueiten, aber auch Unterschiede herausgestellt.
2019 werden im Gegenzug zwei deutsche Töpfer aus Adendorf nach Raquirá-Boyaca fliegen, um die Arbeitsweise in den dortigen Werkstätten kennenzulernen und den Film dort fortzusetzen.
Kolumbianisches Filmfestival „Tongeschwister“ im Drehwerk 17/19
Im Drehwerk 17/19 in Adendorf fand parallel während der Drehtage ein Kolumbianisches Festival statt. Im Foyer empfing die Besucher eine Ausstellung kolumbianischer Töpferwaren, im Kino stehen zehn kolumbianische Filme auf dem Programm.
Vielfältiges Engagement in Kolumbien
Schatke dankte Offergeld für die Unterstützung des Projektes. Als Vermittlerin im Vorfeld hatte erfolgreich Schatkes in Adendorf wohnende Mutter, Gilla Weiden-Ortmann, fungiert. Dank der Mithilfe der Gemeindeverwaltung waren schnell Gastfamilien für die kolumbianischen Töpfer und die Filmcrew gefunden.
Schatke und seine Frau sind in Kolumbien für die Organisation „Fundacion 180/R&B“ tätig, die sich unter anderem in der Erziehungsarbeit engagiert. So stehen freiwillige Helfer, oft FSJ’ler, zum Beispiel Englischlehrern begleitend zur Seite oder beteiligen sich an diversen Projekten. Noch in der Planung befindet sich das jüngste Projekt „Brillen sofort“. Da es für viele abseits der Städte lebende Kolumbianer schwierig und aufwendig ist, zum Augenarzt und zu einer Brille zu kommen, sollen mit dieser Aktion die Brillen zu den Patienten kommen. Augenoptiker prüfen vor Ort die Sehfähigkeit und können dank eines schnell zu handhabenden Click-Systems Brillen mit den entsprechenden Glasstärken versehen und sofort aushändigen. Aber auch Umweltthemen widmet sich die Fundacion.Man höre und staune, die Organisation hat einen Förderverein mit Sitz in Adendorf!
Partnerschaft mit Raquira-Boyaca?
Martin Schatke, der sich noch gut an seine Begegnungen als Jugendlicher mit Gästen aus Wachtbergs Partnerstädten erinnert, könnte sich sogar eine Partnerschaft zwischen Wachtberg und Raquira-Boyaca vorstellen … nur, dass man sich wegen der Entfernung dann sicherlich nicht so häufig besuchen könne wie mit den Partnern in Frankreich und Italien.
Pressemitteilung der
Gemeinde Wachtberg
Kolumbianische Töpfer stellen sich vor, mit dabei – ein kleines Filmteam.
