Neujahrsempfang des Kultur- und Heimatverein Niederzissen
Bildung ist die mächtigste Waffe
Niederzissen. Am vergangenen Sonntag fanden sich 60 Personen im Foyer der Niederzissener Bausenberghalle ein, um der Einladung zum Neujahrsempfang des Kultur- und Heimatvereins Niederzissen zu folgen. Neben Vereinsmitgliedern, Vertretern der lokalen Politik und örtlicher Vereine, befanden sich auch Vertreter von Vereinen aus anderen Orten sowie Vertreter der Politik aus Nachbarorten unter den Gästen. Nach einem Sektempfang begrüßte der 1. Vorsitzende des Kultur- und Heimatvereins, Richard Keuler, die Anwesenden. Es war der nunmehr 14. Neujahrsempfang. Ein Format, das ins Leben gerufen wurde mit dem Ziel, Brücken zu schlagen und Kontakte zu pflegen. Rückblickend auf das vergangene Jahr räumte Keuler ein, dass es genug Gründe für Unbehagen gibt. Er selbst verweist darauf, dass gemäß dem von Papst Franziskus ausgerufenen Motto, die Hoffnung im Zentrum des Jahres 2025 stehen soll. Er forderte dazu auf, nicht nachzulassen und weiterhin hoffnungsvoll für Demokratie einzustehen. Die Intensivierung der Demokratiebildung ist ein wichtiger Bestandteil der Gedenk- und Erinnerungsarbeit des Vereins. Das gewählte Thema des Empfangs „Aufklärung und Bildung als Kompass für Gegenwart und Zukunft“ ist daher naheliegend. „Die Zukunft“, so Richard Keuler, „hängt im Wesentlichen von guter Bildung ab. Eben aus der Vergangenheit für die Zukunft lerne.“ Ortsbürgermeister Rolf Hans ging in seinem Grußwort auch auf das gesellschaftliche Miteinander ein. Dies wird sehr stark durch Vereinsarbeit gefördert. Leider sei zu verzeichnen, dass die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen in diesem Bereich auch sinkt. Hans wies darauf hin, dass die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde es selbst in der Hand haben, das Leben in der Heimatgemeinde lebenswert zu gestalten. Vereine sind für ein großes Stück Lebensqualität in den Kommunen verantwortlich. Der eingeladene Redner Timo Djelassi beleuchtete in seinem Vortrag, wie Bildung und Schule die Grundlage für persönlichen und gesellschaftlichen Erfolg schaffen und Anker für die Region wirken können. An Hand der Geschichte der Brohltalschule in Niederzissen und den laufenden Projekten der Einrichtung erläuterte er den Zusammenhang zwischen Bildung als Wegweiser in die Zukunft und der Gestaltung eines lebenswerten Miteinanders in der Region. Seine Formel, frei nach Mandela: Bildung ist ein mächtiges Werkzeug, dass man verwenden kann, um Heimat zu entwickeln.
Als Dank für seine Rede verlieh ihm der Heimatverein den Krotzen, eine Auszeichnung des Heimat- und Kulturvereins Niederzissen. Das Veranstaltungsprogramm des Vereins für das Jahr 2025 steht bereits und beginnt bereits am 23. Januar mit der Eröffnung der Ausstellung „Die Cellistin von Auschwitz“ in der ehemaligen Synagoge. Mehr Infos gibt es unter: https://khv-niederzissen.de/
