Kirchenchorgemeinschaft Kobern-Gondorf auf großer Fahrt
Bildung und Vergnügen in Süddeutschland
Kobern-Gondorf. Der diesjährige Chorausflug führte die Sängerinnen und Sänger der Kirchenchorgemeinschaft Kobern-Gondorf nach Weingarten bei Ravensburg. Nach einer ruhigen Fahrt wurden die Reisenden wie geplant durch das Team des Hotels „Altdorfer Hof“ begrüßt. Am nächsten Tag stand dann Birnau mit der dortigen Marienwallfahrtskirche, eine weltberühmte Barockkirche, auf dem Programm. Nach dem Besuch in Birnau ging es in ein Wirtshaus in Stetten (bei Meersburg) zum Mittagessen. An Leib und Seele gestärkt, ging die Fahrt weiter nach Meersburg. Die Stadt empfing ihre Besucher mit strahlendem Wetter und südlichem Flair. In der Oberstadt steht die „Meersburg“, in der auch die Dichterin Anette von Droste-Hülshoff lebte. Am späteren Nachmittag ging es dann zurück nach Weingarten, wo die Gruppe an der Abendmesse in der Basilika St. Martin teilnahm. Diese wird jeden Freitag im Gedenken an den Blutfreitag gehalten. Zuvor hatten Gitti und Leo dem Vikar Nicki Schaepen, den Zelebranten der Messe, in der Sakristei begrüßt. Sie haben die Grüße des Chors und eine Flasche Wein von der Mosel überbracht. Der Blutritt gilt als die größte Reiterprozession Europas und findet am Freitag nach Christi Himmelfahrt, dem sogenannten Blutfreitag, statt. Hierbei wird die Heilig-Blut-Reliquie, ein goldgefasster Bergkristall, der der Legende nach das Blut Jesu von Nazareth enthält, durch den Ort und die Gemarkung getragen. Als Schlusslied intonierte der Organist „Bleib bei uns Herr“ für die Gemeinde, in das der Chor dann doch noch vierstimmig einstimmen konnte.
Drei-Länder-Rundfahrt
Am nächsten Tag ging die Fahrt nach Nonnenhorn bei Lindau. Die Gruppe wurde dort in einer gemütlichen Winzerwirtschaft, zur Mittagszeit erwartet. Weiter ging es nach Wasserburg, eine von insgesamt drei bayrischen Anrainergemeinden am Ufer des Bodensees. Von hier aus nahm man das Schiff der Bodenseeflotte für eine Drei-Länder-Rundfahrt. Am östlichen Ufer des Bodensees, im Dreiländereck Deutschland–Österreich–Schweiz, liegt Lindau.
Dort gingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Bord und waren gleich in der Altstadt und im Hafen und bekamen noch etwas von der jährlichen Regatta „Lindau rund um“ mit, die gerade beendet worden war. Die Zeit in Lindau wurde von einigen für einen Bummel durch die Altstadt genutzt, viele traf man in einem der Cafés bei einer Tasse Kaffee oder einem Eis an. Nach dem Abendessen hatte es sich das „Kleine Chörchen“ nicht nehmen lassen, einige Lieder zu Gehör zu bringen, einige Lieder konnten dann noch gemeinsam gesungen werden. Der Tag der Heimreise verlief gut, und als nach der Abfahrt von der Autobahn in Dieblich die Burg und die Matthiaskapelle von den Moselhöhen grüßten, waren sich alle einig: „Es war wieder eine schöne Reise“.
