Allgemeine Berichte | 13.07.2018

Katzenschutzverein Bad Neuenahr-Ahrweiler prangert das Aussetzen von Katzenbabys an

Bitte nicht wegwerfen!

Dieser Karthäuser-Mix-Kater hat die Strapazen leider nicht überlebt. privat

Region. Im Straßengraben ausgesetzt, aus dem Autofenster geworfen, in verschnürte Kartons verpackt – all das gerne im Wald, wo niemand zusieht. Jährlich werden viele unerwünschte Katzenwelpen einfach so entsorgt. Und wenn dann nicht zufällig Spaziergänger oder Jogger rechtzeitig das jämmerliche Fiepen hören und das Tier retten, ist es zu spät: Verhungert, verdurstet, verletzt, vergiftet, nur wenige Wochen alt. Beispielhaft ist das Schicksal eines kleinen, circa sechs Wochen alten Kartäusermix-Katers, der namenlos gestorben ist: ausgesetzt in der Eifel, irgendwo am Straßenrand zwischen Rheinbach und Totenfeld in einem Waldstück. Im Gebüsch wurde er von einem aufmerksamen jungen Mann gefunden, der eine kurze Rast machen wollte. Er ging dem kläglichen Wimmern nach, fand das Bündel Elend, wickelte den kleinen Kater in ein Handtuch und googelte sofort nach Tierschutzadressen. Dann lieferte er das Tierchen umgehend beim Katzenschutzverein Bad Neuenahr-Ahrweiler 1978 e.V. ab. Völlig ausgehungert hat das Katzenkind dort sofort gierig gefressen, aber – es war schon ein schlechtes Zeichen – das Fressen ging mit heftigem Durchfall einher. Noch bevor die erste Vorsitzende, Anita Andres, zum Tierarzt aufbrechen konnte, fiel das Köpfchen schlaff zur Seite und es blieb ihr nur noch Zeit, dem Kleinen in den letzten Minuten liebevoll beizustehen. War er dehydriert, hatte ihn der möglicherweise schon tagelang anhaltende Durchfall geschwächt, hatte er verzweifelt giftige Pflanzen gefressen? Seine Helfer wissen nur, dass ein so kleines Tier nicht in der Wildnis überleben kann. Der Kleine hatte mal ein Zuhause, das war an seinem gepflegten Zustand erkennbar. Er war irgendwo überflüssig geworden – ein Opfer der Urlaubszeit, finanzieller Probleme, einer Katzenhaarallergie in der Familie oder anderer Gründe. Es kann Situationen geben, die es notwendig machen, sich von seinem Tier zu trennen. In diesem Fall ist das Aussetzen jedoch niemals eine Option. Wer sein Tier dennoch auf diese Weise „entsorgt“, kann mittlerweile bestraft werden. Zum Glück wird es dann recht teuer für diese gewissenlosen Personen.

Es gibt Alternativen

Wer sein Tier nicht länger versorgen kann, sollte sich an den örtlichen Tierschutz wenden und es dort abgeben. Wer dazu nicht bereit ist, sollte wenigstens dafür Sorge tragen, dass das Tier schnell gefunden wird. Das Tier wie Müll einfach irgendwo in der Pampa zu entsorgen, ist feige und herzlos. Eine letzte Bitte an alle, die gern in der Natur unterwegs sind: Wer ein klägliches Jammern wahrnimmt, sollte diesem nachgehen, denn es könnte die Lebensrettung für ein Tierbaby, manchmal für ein Menschenbaby, bedeuten. Es muss nicht immer so schlecht ausgehen: Gerade jetzt hat der Katzenschutzverein Bad Neuenahr-Ahrweiler 1978 e.V. vier weitere ausgesetzte Kätzchen aufgenommen, die liebevoll aufgepäppelt werden und bald in gute Hände abgeben werden können. Weitere Infos unter www.katzenschutz-aw.de.

Dieser Karthäuser-Mix-Kater hat die Strapazen leider nicht überlebt. Foto: privat

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