Allgemeine Berichte | 19.12.2023

Förderverein Sport in Unkel hält JHV ab und beschließt die Auflösung

Bitteres Fazit gezogen, 100.000 Euro gezahlt und trotzdem kein Sportplatz

Unkel. Seine erste, wohl aber auch letzte Jahreshauptversammlung nach der Corona Pandemie, hielt der Förderverein Sport in Unkel kürzlich im Vereinsheim des FC Unkel 80 ab.

Schatzmeister Christian Böyer, der die Versammlung leitete, legte den anwesenden Mitgliedern in seinem Bericht gegenüber dar, dass es im Jahr 2020 noch gelungen war, von der Firma Rabenhorst sowie der Bad Honnef AG größere Spendensummen zu generieren. Dennoch war, insbesondere für die Fußballvereine FC Unkel und SV Ataspor Unkel, jeweils ein tiefer Griff in die Vereinskassen notwendig geworden, um Anfang des Jahres 2022 die letzte Rate der vereinbarten 100.000 Euro an die Stadt Unkel zu überweisen. Besonders bitter ist dies vor dem Hintergrund, dass der Platz schon seit der Einweihung immer nur eingeschränkt bespielbar war und nun im Jahr 2023 komplett zum Sanierungsfall geworden ist. Wann die derzeit laufende Sanierung endet, ist ungewiss. Die gesammelten Spenden und Gelder aus den Vereinskassen sind somit weg, ohne eine regelmäßig brauchbare Spielfläche zur Verfügung zu haben. Die stellt insbesondere die Fußballvereine vor ganz erheblich finanzielle und organisatorische Probleme.

Kassenprüfer Alfons Musshoff, der gemeinsam mit dem terminlich verhinderten Timo Kamphowe die Kasse geprüft hatte, bestätigte im Anschluss die ordnungsmäße Kassenführung der letzten Jahre, dankte dem Vorstand in Person des 1. Vorsitzenden Erdal Essiz, Schatzmeister Christian Böyer und Schriftführer Dr. Andreas Bauch für die geleistete Arbeit und empfahl dessen Entlastung. Diese wurde dann einstimmig beschlossen.

Im Anschluss stand das Thema „Sanierung des Kleinfeldes“ auf der Tagesordnung. Dem Förderverein war es zusätzlich zu den 100.000 Euro gelungen, insbesondere auch dank einer Spende des inzwischen verstorbenen Unkeler Ehrenbürgers Fritz Bagel, für knapp 20.000 Euro einen „Käfig“ für das auf dem Sportplatz errichtete Kleinfeld zu erwerben. Dieser Käfig erfreute sich höchster Beliebtheit bei den örtlichen Sportlern, diente aufgrund der regelmäßigen Platzsperren oft auch als Trainingsfläche. Entsprechend stark war die Abnutzung, zudem erwies sich der Untergrund für die mobile Konstruktion als nicht fest genug, weshalb die Stützen zunehmend einsackten und nun schief stehen. In Konsequenz wurde auch das Kleinfeld von der Stadt im Jahr 2023 gesperrt.

Bereits im Jahr 2022 wurde für knapp 1500 Euro aus der Kasse des Fördervereins die Kunstrasenfläche des Feldes repariert und im laufenden Jahr wurden bereits Schutznetze für 900 Euro erworben, die noch montiert werden müssen. Nun galt es, Lösungen zu finden, dass die Stützen sicher geradestehen und das Feld in ordnungsgemäßem Zustand an die Stadt übergeben werden kann. Es wurde beschlossen, diese Arbeit durch einen Fachbetrieb vornehmen zu lassen und das noch vorhandene Vermögen dafür einzusetzen.

Keine Bereitschaft für weiteres Engagement

Als Folgepunkt stand nun die mögliche Auflösung des Vereins auf der Agenda. Die bereits dargestellten Umstände führten dazu, dass niemand mehr bereit war, sich weiter für den Verein zu engagieren. Da der wichtigste Zweck, 100.000 Euro Eigenanteil am neuen Sportplatz, erfüllt war, beschloss die Versammlung somit der im Anschluss einberufenen außerordentlichen Mitgliederversammlung die Auflösung des Vereins zu empfehlen.

Nach dem Ende der JHV begann pünktlich die außerordentliche Mitgliederversammlung zwecks Auflösung des Vereins. Auf eine weitere Diskussion konnte verzichtet werden. Aufgrund Antrags eines anwesenden Mitglieds wurde dann in geheimer Abstimmung über die Auflösung des Vereins entschieden. Hierfür war lt. Satzung eine Dreiviertel-Mehrheit der anwesenden Mitglieder notwendig.

Der Empfehlung aus der JHV wurde gefolgt, die Auflösung erfolgte einstimmig. Der bisherige Vorstand wurde somit zu den Liquidatoren des Vereins ernannt. Im Rahmen der einjährigen Liquidationsphase wird noch die Sanierung des Kleinfeldes zu Ende geführt, dann ist der Verein Geschichte.

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