Naturschutzgarten Niederwerth:
Bizarre Baumgestalten – neu gepflanzt!
Niederwerth. Totes Holz gehört in jeden Naturgarten, das ist allgemein bekannt. Aus ökologischer Sicht sind aber lebende Bäume mit Absterbe- und Verfallserscheinungen tatsächlich wertvoller, weil sie noch mehr Tierarten anziehen. Deshalb wurden im Naturschutzgarten Niederwerth nicht nur neue, sondern zum Teil auch richtig alte Weidenbäume „neu“ gepflanzt.
Bäume erreichen nicht nur im Gebirge „ihre Grenze“, wo sie gerade noch gedeihen können. Einen Überlebenskampf führen sie auch an den Ufern hochwasserbeeinflusster Gewässer. Wieviel Überflutung ertragen sie gerade noch so? Wann ist endgültig Schicht, ist die Baumgrenze erreicht?
Wer bewusst die Ufer des Rheins anschaut, sieht in den Baumgestalten eigentlich überall „Grenzgänger zwischen Leben und Tod“. „In der nachösterlichen Zeit ist es schon fast transzendent ihren unbedingten „Willen“ zum Leben zu erfahren.“
Wie gut abgeschnittene Weidenruten in Blumenvasen wurzeln können, hat sicher jeder schon einmal erlebt. Aber kann man auch Bäume, so richtig dicke so ganz ohne Wurzeln und Äste wieder zum Leben erwecken? „Ja, das geht, wir haben es im Naturschutzgarten höchst selbst ausprobiert und können es jetzt auch vor Ort anschaulich „beweisen“. Am Anfang war es jedoch noch ein höchst ambitioniertes Projekt – das Ergebnis völlig offen,“ so Krumme.“ Siehe auch im Internet, Blick aktuell: Einen alten Baum verpflanzen: „Geht nicht – oder doch?“ - Second life für eine über 100 -jährige We
Führungen durch den Naturschutzgarten Niederwerth sind aktuell wieder möglich. Stefan Krumme, Tel.: 02 61/ 1 75 86 oder stefan.krumme@freenet.deStefan Krumme
Der „schwebende Weidenbaum“ über einem Teich: Einst hatte die Strömung des Rheins ihn gnadenlos zu einem bizarren Unikum geformt – jetzt ist er umsorgtes Kronjuwel im Naturschutzgarten.
Ein Foto der Fahlweide, Umfang 320 cm, im jetzigen Zustand; vor einem Jahr völlig ohne Wurzeln und Äste gepflanzt! „Leben, das Leben will.“
