Allgemeine Berichte | 13.03.2019

Biwak des Remagener Stadtsoldatenkorps sorgte für rappenvollen Marktplatz

Björn Ingendahl wurde verhaftet

Zahlreiche Narren, Tollitäten und Gäste ließen sich das Spektakel nicht entgehen – Sechs Ehrungen durch Willi
Fuhrmann – Ehrenkommandant und General-Leutnant Martin Tillmann erhielt Verdienstorden in Gold am Bande –
Den Verhaftungen entgingen auch Bürgermeister Björn Ingendahl und seine „Gouvernante“ Pastor Frank Klupsch nicht

Die vom RKK-Bezirksvorsitzenden Willi Fuhrmann geehrten Stadtsoldaten, den höchsten Orden gab es für Martin Tillmann. Foto: -AB-

Remagen. Einen so rappelvollen Marktplatz hatte es wohl auch schon länger nicht mehr beim Biwak des Remagener Stadtsoldatenkorps am Karnevalssamstag gegeben. Dicht an dicht standen die aktiven Karnevalisten aus Remagen und auch den Ortsteilen um den Marktplatz. Und fast zu klein waren die Rathaustreppen, um die vielen Honorationen und Tollitäten aufzunehmen.

Mit Böllerschüssen wurde das Biwak lautstark verkündet. Die Moderation oblag Ehrenkommandant Martin Tillmann, denn der Kommandant Marcel Möcking stand als Hofmarschall an der Seite seines Remagener Prinzenpaares Alexander und Sandra Krahe neben Hofdame Tina Möcking und Säckelmeister Carsten Delord. Neben den Remagener Tollitäten konnte Martin Tillmann noch die närrischen Regenten aus Erpel, Sinzig, Oedingen und Kripp herzlich willkommen heißen. Sein Gruß galt natürlich auch dem Remagener Kinderprinzen Alexander II. Reisdorff, den Möhne um Vizeobermöhn Ulla Fuchs, den Elferräten um KG-Vorsitzenden Martin Dinkelbach und dem Sitzungspräsidenten Guido Selbach, den Vertretern der närrischen Formationen aus Oberwinter, Kripp, Oedingen, Rolandseck, Sinzig und Oberwinter sowie dem gesamten blau-weiß-roten Korps der Remagener Stadtsoldaten inklusive Ehrengarde. Einen herzlichen Willkommensgruß gab es natürlich ebenso für den Stadtchef Björn Ingendahl und seine „Gouvernante“ Pastor Frank Klupsch, die vom Vorsitzenden Michael Tillmann und der Marketenderin Sandra Sy auch gleich in Handschellen verhaftet abgeführt wurden.

Musikalisch lud das Musikkorps der Stadtsoldaten unter Regimentskapellmeister Frank Weis zum Mitsingen und Schunkeln ein. Die Majoretten unter ihren Trainerinnen Anna und Marion Schäfer tanzten sich in die Herzen der Jecken und für die kulinarischen Genüsse war traditionell mit der Erbsensuppe und warmen und kühlen Getränken alles bestens vorgesorgt. An Claus-„Bärbel“ Krah war es, als absoluter Kinderfreund – so die Vorgabe aus den Paragraphen des Kinderprinzen – alle Kinder auf dem Marktplatz mit Mohrenköpfen zu erfreuen. Und dies tat Krah gleich packungsweise für jedes Kind. Auch die geforderten Bälle für den Kinderprinzen Alexander gab es natürlich. Diese könne er beim großen Prunkzug am Sonntag unter sein Volk werfen. Nach der großen Vorstellungsrunde sämtlicher Regenten, betonte der Erpeler Prinz, dass es schön wäre, sich nicht nur am Weinfest, sondern als Freunde auch beim Karneval wieder gegenseitig zu besuchen, wie dies zu seiner Kinderzeit noch zwischen Remagen und Erpel Usus gewesen sei. Für Vergnügen sorgte im Anschluss das lautstarke Alaaf der Erpeler Tollitäten, ergänzt durch „Aloa“. Der Remagener Prinz Alexander und seine Lieblichkeit Prinzessin Sandra bedankten sich für den tollen Umzug zum Marktplatz nach dem Frühstück aller aktiven Jecken beim Prinzenpaar.

Und wo das Biwak der Stadtsoldaten angesagt ist, da sind meist auch Ehrungen. Zunächst ehrte Kommandant Marcel Möcking den Ehrenkommandanten Martin Tillmann für eine 50-jährige Treue zum Stadtsoldatenkorps, das seien immerhin 18.250 Tage. Die Ehrungen durch den RKK übernahm deren Bezirksvorsitzender Willi Fuhrmann. Den höchsten Orden, den der RKK überhaupt vergibt, den Verdienstorden in Gold am Bande, gab es für Ehrenkommandanten Martin Tillmann, „ein wahres Karnevals-Urgestein“. Am 11.11.1968 sei er in das Stadtsoldatenkorps eingetreten. Von 1971 bis 1977 sei er Tanzoffizier gewesen, war bei der Steuben-Parade des Korps in NewYork mit dabei, war von 1981 bis 1985 Korpsfeldwebel, seit 1986 Adjutant bis er 1997 Vorsitzender und Kommandant des Korps wurde, bis 2007. Er sei Moderator, Stimmungsmacher und Sänger des Korps gewesen, und tue dies auch heute noch immer wieder. Inzwischen ist er Ehrenkommandant und General-Leutnant des Korps.

Die Verdienstmedaille des RKK in Silber erhielten Tanja Patella und Ingrid Weis. 1983 habe Tanja Patella bei den Minimajoretten begonnen, war Tänzerin und Turniertänzerin, war zwei Jahre im Tanz-Duo, sei seit fast zehn Jahren im Vorstand und seit sechs Jahren Kassiererin des Stadtsoldatenkorps. Ingrid Weis trat mit sechs Jahren dem Stadtsoldatenkorps bei und gehörte zu den Minimajoretten. Von 1990 bis 1996 war sie Turniertänzerin und von 1992 bis 2010 habe sie in den Majoretten ebenso getanzt wie bei Turnieren. Seit 2006 sei sie aktive Musikerin und seit 13 Jahren engagiere sie sich im Vorstand, zuletzt als Geschäftsführerin.

Mit der Verdienstmedaille in Bronze wurden Emanuel Tillman und Mayk Patella ausgezeichnet. Tillmann kam 1992 als Kadette ins Stadtsoldatenkorps. Von 1994 bis 1998 war er Trommler und mit sechs Jahren war er der jüngste Schlagzeuger im Korps. Er sei mit Herz und Seele beim Korps.

Mayk Patella gehört seit 20 Jahren zu den Stadtsoldaten. 2011 wurde er Fähnrich und ein Jahr später Korpsfeldwebel. Seit vier Jahren ist er Sprecher des Korps. Sein besonderer Einsatz im Korps gilt dem Gardeheim und dem Tross.

Den Freundschaftsorden des RKK erhielt zum Schluss der Ehrungen Michael Tillmann für seine Verdienste. Nach so viel Ehrungen hatten sich die Stadtsoldaten und ihre Gäste Speis und Trank redlich verdient.

AB

Die vom RKK-Bezirksvorsitzenden Willi Fuhrmann geehrten Stadtsoldaten, den höchsten Orden gab es für Martin Tillmann. Foto: -AB-

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