Allgemeine Berichte | 04.10.2017, 12:51 Uhr

Jazz im Köllenhof mit abwechslungsreichem Programm

Black Rhine Quintet spielte mit Christian Waßong an der Trompete

Das Black-Rhine-Quintet spielt seit Jahren erfolgreich ein Mal jährlich im historischen Fachwerkhof.Fotos: CEW
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Wachtberg-Ließem. Das Black Rhine Quintet ließ am ersten Dienstag im Oktober mitreißende Rhythmen im Köllenhof hören. Mit Saxofon, Piano, Schlagzeug, Bass und Trompete zauberten die fünf Musiker unter anderem groovige Soulstücke wie „Chicken“, sowie „Spane“ von Latin-Jazz-Pianist Chick Corea und den Klassiker von Art Blakey „Moaning“ in den historischen Fachwerkhof. Nicht einem einzigen Stil hatte sich das Quintett zugewandt, sondern einer bunten Mischung mit dem Schwerpunkt Groove-Soul-Rock.

Musik für jeden Geschmack

Auch den eher kommerziellen Popjazz boten sie ihrem Publikum. Elemente des Rock und Blues fand man ebenfalls in den Stücken, sodass jeder im Publikum etwas für sich entdeckte, das seiner persönlichen Vorliebe entsprach. Seit nunmehr zehn Jahren steht die Band mit ihrem immer wieder variierten Programm auf der Bühne. Gründungsmitglied und Saxofonist Frank Wolff aus Meckenheim kommt ursprünglich aus dem Bereich der Tanzmusik und hatte vor seiner Bandmitgliedschaft im Black Rhine Quintet bereits Erfahrungen mit verschiedenen Coverbands gesammelt. Der Jazz bietet ihm die Möglichkeit, seine Fähigkeiten mit verschiedenen Saxofonen unter Beweis zu stellen. Gerade diese Musikrichtung eröffnet immer neue Möglichkeiten der Interpretation, die er mit dem Ensemble gekonnt auf die Bühne des Köllenhofs brachte.

Der Bassist Jürgen Lülsdorf aus Bonn, ebenfalls eines der Gründungsmitglieder, hatte seine Musikkarriere mit der Gitarre begonnen. Inspiriert und fasziniert vom Bassspiel Paul McCartneys wandte er sich ebenfalls dem Bass zu und sammelte Erfahrungen in verschiedenen Bonner Bands, bis er sich dem Jazz zuwandte. Seither probt er mit den weiteren Bandmitgliedern regelmäßig in Schwarzrheindorf und lässt bei Konzerten wie zum Beispiel im Köllenhof oder im Himmeroder Hof die Saiten klingen.

Markus Franke aus Köln saß bereits mit sechs Jahren am Klavier und lernte das Spiel mit den Tasten hauptsächlich im klassischen Bereich. Zehn Jahre fundierte Ausbildung brauchte es, bis er bei einer Party die Klaviermusik jenseits der klassischen Noten von Bach, Mozart und Beethoven für sich entdeckte. Seither spielte er in verschieden Bands und Formationen und ist seit 2016 mit dem Black Rhine Quintett unterwegs auf den Bühnen des Rheinlandes.

Seit vier Jahren bereichert Dieter Biermann aus Wesseling das Ensemble. Schon als Kleinkind mit viel Gefühl für Musik ausgestattet, begleitete er am Schlagzeug früh seinen ebenfalls musikalischen Vater bei Tango, Walzer oder Marsch. Durch eine Ensemblegründung in seiner Heimatstadt kam er zur Posaune, der er für etliche Jahre treu blieb. Später wechselte er aber wieder zu seinen Ursprüngen, dem Schlagzeug. 2013 kam er zum Black Rhine Quintet und spielt dort im immer wieder neu interpretierten und abwechslungsreichen Programm.

Trompeter Christian Waßong aus Köln spielte an diesem Abend zum ersten Mal im Köllenhof in diesem Ensemble, nachdem er seine Fähigkeiten bereits seit einigen Jahren in wechselnden Ensembles eingesetzt hatte. Frank Wolff kannte ihn über eine Big Band und so entstand der Kontakt zu dem Profimusiker, als das Quintet einen neuen Trompeter suchte. Bereits im Mai 2017 trat der Kölner Christian Waßong erfolgreich zusammen mit dem Black-Rhine-Quintet auf.

Im Köllenhof spielt das Ensemble bereits seit sechs Jahren regelmäßig und hält sich dabei an eine bewährte Variante des Konzerts: In der ersten Stunde spielt das Quintett für das Publikum. Danach sind die Anwesenden aufgerufen, mit eigenem oder vorhandenem Instrument selbst dabei zu sein und mit der Band zu spielen. Das gut abgestimmte Spiel in der einzigartigen Mischung verschiedener Jazzrichtungen machte auch diesen Abend im historischen Fachwerkhof zu einem gelungenen Erlebnis.

Profitrompeter Christian Waßong legte bei seinemKöllenhof-Debut ein beeindruckendes Spiel vor.

Profitrompeter Christian Waßong legte bei seinem Köllenhof-Debut ein beeindruckendes Spiel vor. Foto: Chris Weber

Das Black-Rhine-Quintet spielt seit Jahren erfolgreich ein Mal jährlich im historischen Fachwerkhof. Fotos: CEW Foto: Chris Weber

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