Konzert mit theatralischen Einlagen im voll besetzten Bürgerhaus
Blasorchester fand den Kleinmaischeider Zirkel wieder
Blasorchester Maischeid & Stebach begeisterte mit musikalischer Weltreise
Kleinmaischeid. Ein Zirkel ist eigentlich ein Instrument der Mathematik. Diesmal allerdings war der Zirkel Element eines vielbeachteten Konzerts im Bürgerhaus von Kleinmaischeid. Das Blasorchester Maischeid & Stebach hatte zu seinem Jahreskonzert hierhin eingeladen. Musikalisch begab man sich auf
die Suche nach dem „Gestohlenen Zirkel“, so der Titel des Konzerts. Der Zirkel hat in Großmaischeid eine besondere Bedeutung. Er wurde 2006 hier als Symbol für den geografischen Mittelpunkt Europas aufgestellt, der sich zu der Zeit genau in der Westerwaldgemeinde befand. Auf keinen Fall also darf dieser Zirkel verloren gehen. Also freute man sich in Kleinmaischeid sehr über die Unterstützung des Blasorchesters, den Zirkel zu suchen. Kein Wunder, dass sich an die 300 Konzertbesucher an dieser Suche beteiligten und Zeugen eines berauschenden Konzerterlebnisses wurden. Und natürlich auch Zeugen des Wiederfindens des europäischen Zirkels.
Fraglich nur, ob die knapp 40 Musikerinnen und Musiker des Blasorchesters den verlorenen Schatz alleine wieder zurück an seinen Platz hätten bringen können. Zum Glück hatten sie „starke“ Unterstützung, nämlich die starken Gallier Asterix und Obelix in Gestalt der beiden Theaterdarsteller Anke Marmé und Julian Kettemer. Letztlich war es die Suche nach dem Zirkel, die dem Konzert den Rahmen gab und durch die verschiedenen musikalischen Stationen und von Musiktitel zu Musiktitel führte, beginnend mit „March of the Belgian Paratroopers“. Auf bewährte Weise führte Orchesterleiter Andreas Weller seine Bläser durch die anspruchsvollen musikalischen Darbietungen.
„Wir haben eine Geschichte um unsere Musik herum gebaut, mit der wir zu den nächsten Titeln überleiten konnten“, beschreibt Vorsitzende Nadine Dell das Konzept des Konzerts. „Die Hauptdarsteller sind von Land zu Land gereist, zu dem wir dann das passende Musikstück gespielt haben. Ähnlich haben wir es 2017 bei unserem Konzert ‚Very British‘ gemacht.“ Nadine Dell kam die ehrenvolle Aufgabe zu, sich zum Ende der Veranstaltung bei allen Beteiligten und Helfern zu bedanken. Als erste nannte sie die Musikerinnen und Musiker des Jugendorchesters: „Ihr habt unter der Leitung von David Buhr heute Abend einen super Konzertstart dargeboten!“ In diesen Dank bezog sie dann natürlich die Aktiven des Blasorchesters und deren Leiter Andreas Weller mit ein. Im weiteren beteiligt an der akustisch-optischen Inszenierung waren: die Garde der Karnevalsgesellschaft Kleinmaischeid unter der Leitung von Ivonne Flammersfeld und Anna Kaul, Sonja Mertens vom Theater „Theartrale“, Jakob Güttler von der Theater AG des Martin-Butzer-Gymnasiums, Thorsten Schmidt und Anni Blummenstiel als Cäsar und Kleopatra, Hannes Peter und Phil Meyer für Licht und Ton, Marie Barczik für die Bühnenbilder, Malte Schweer für die Videopräsentation und den Vorstand des Blasorchesters, der in wochenlanger Vorbereitungsarbeit diesen schönen Abend möglich gemacht hat. Nach der zweiten Zugabe, dem Westerwald-Lied - und alle sangen aus Leibeskräften mit - eroberten die begeisterten Besucher die Getränkebar und den Imbiss, um die gute Bewirtung hatte sich die Karnevalsgesellschaft Kleinmaischeid verdient gemacht.
Die nächsten Termine des Blasorchesters stehen schon vor der Tür: der Auftritt beim Advents-Event „Lichterglanz“ in Kleinmaischeid, der Weihnachtsgottesdienst in Großmaischeid und dann im Mai 2020 das große Spießbratenkonzert an der Grillhütte in Großmaischeid.
Standing Ovations gab es zum Schluss des Konzertabends für die musikalische Weltreise des Blasorchesters und die erfolgreiche Suche nach dem verschwundenen Zirkel.
Von Jung bis Alt - im Blasorchester Maischeid & Stebach sind alle Generationen vertreten.
Asterix und Obelix alias Anke Marmé und Julian Kettemer trugen wesentlich zum Wiederfinden des verschwundenen Zirkels bei.
