Allgemeine Berichte | 21.06.2016, 15:22 Uhr

Preisträgerkonzert des Deutschen Musikrats

Blitzblanke Virtuosität von jungen, vielfach preisgekrönten Könnern

Das vielfach preigekrönte Trio Pascal begeisterte mit klassischen und modernen Werken in Grafschaft-Holzweiler

Das Konzert mit dem TRIO PASCAL wurde vom Grafschafter Kunstverein in Kooperation mit der Villa Musica Rheinland-Pfalz veranstaltet Villa Belllestate
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Grafschaft-Holzweiler. Bei der sommerlichen Sonntags-Matinee des Grafschafter Kunstvereins war jetzt in Kooperation mit der Villa Musica ein schönes Triokonzert in der etwas ausgefallenen Besetzung Klarinette, Violine und Klavier zu hören. Das „Trio Pascal“ gehört seit seinem Stipendium beim 40. Deutschen Musikwettbewerb 2013 zu dem exklusiven Kreis „Bundesauswahl Konzerte junger Künstler“. Villa-Bellestate-Hausherrin Prof. Dr. Gisela Maerker-Alzer berichtete von SWR-Rundfunkaufnahmen am Vortag, vielleicht als Trost für all jene Musikfans, die wetter- oder terminbedingt dieses Mal nicht den Weg nach Holzweiler eingeschlagen haben. Vor dennoch annähernd einhundert Zuhörern entfaltete sich Aram Chatchaturjans

Trio (1932) zu Beginn der Matinee in vollkommen überzeugender Weise. Streichelsanfter Sound der Klarinette, zauberische Klänge vom Klavier, eine berückende Kantilene der Violine - die variantenreiche Musik des Georgiers, stets farbig und mitunter höchst effektvoll, ist immer von der Melodie her konzipiert und empfunden, und nur gelegentlich durch rhythmisch ostinate Folklore-Elemente angereichert.

Musik für Klarinette, Violine und Klavier in der Villa Bellestate

Gleichsam als Kontrastprogramm zu dem sowjetischen Modernisten spielten David Kindt, Klarinette, und Helge Aurich, Klavier, anschließend Carl-Maria von Webers „Gran Duo concertant“ Opus 48. Spielfreude und blitzblanke Virtuosität von beiden jungen, vielfach preisgekrönten Könnern sorgten für einen eifrig beklatschten Ohrenschmaus. Inzwischen lächelte auch die lang vermisste Sonne durch die Fenster deskuppelförmigen Foyers. Mit dem Trio Es-Dur Opus 20 Nr. 5 von Jan Krtitel Vañhal knüpfte das Trio Pascal an die Weber’sche Stilistik von vor der Pause an. Violinistin Johanna Pichlmair, auch sie mit zahlreichen Wettbewerbspreisen und Stipendien ausgezeichnet, duettierte in dem charmanten Werk des böhmischen Mozart-Zeitgenossen pointiert und feinfühlig mit ihren Musikerkollegen. Im „Poeème élégiaque“ Opus 12 des Komponisten, Violinisten und Dirigenten Eugène. Ysaÿe zeigte sie ihr bemerkenswertes solistisches Potenzial. Vollkommen konzentriert und nur vom Klavier begleitet, zelebrierte sie die teils innige, teils ekstatische Fin-de-Siècle-Musik des legendären Belgiers auf’s eindrücklichste.

Die 1936 entstandene Suite Opus 157 b von Darius Milhaud vollendete als Schlusswerk die musikalisch-geschichtliche Zeitschleife dieses fein konzipierten Kammermusik-Programms.

Großer musikantischer Atem ging einher mit dem Vergnügen an wirkungsvollen Pointen, die immer wieder Wellen der Erheiterung durch’s Publikum sandten. Das machte entschieden Lust auf mehr, sodass eine kleine Gavotte von Schostakowitsch zugegeben wurde. Eigentlich schade, dass das nächste Villa-Bellestate-Konzert erst am 16. Oktober stattfindet!

Das Konzert mit dem TRIO PASCAL wurde vom Grafschafter Kunstverein in Kooperation mit der Villa Musica Rheinland-Pfalz veranstaltet Foto: Villa Belllestate

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