Allgemeine Berichte | 10.02.2018

IHK-Konjunkturbericht für Rheinland-Pfalz

Boom hält an – Fachkräfte knapp und teuer

Gute Binnennachfrage und Expansion der Weltwirtschaft fördern Wachstum

Koblenz. Die rheinland-pfälzische Wirtschaft erlebt weiterhin branchenübergreifend einen Boom. Zu diesem Ergebnis kommen die rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern (IHKs) in ihrem aktuellen Konjunkturbericht, an dem sich mehr als 1.000 Betriebe mit über 200.000 Beschäftigten beteiligt haben. Neben der guten Binnennachfrage, die von einem robusten Arbeitsmarkt gestützt wird, trägt die Expansion der Weltwirtschaft zum dynamischen Wachstum bei. Als zusammenfassende Beurteilung von Geschäftslage und Geschäftserwartungen legt der IHK-Konjunkturklimaindikator von 125 Punkten im Herbst 2017 auf aktuell 128 Punkte zu. Dabei erlangt die Geschäftslage in ihrem Saldo aus positiven und negativen Meldungen mit plus 43 Prozentpunkten ein neues Allzeithoch. Die Investitionsneigung lässt in ihrem Expansionstempo zwar nach, liegt aber weiter über ihrem langjährigen Durchschnitt.

Zudem hält die hohe Einstellungsbereitschaft auch zum Jahreswechsel an. 90 Prozent der Betriebe planen, ihren Personalbestand zu erhöhen oder zumindest konstant zu halten. Lediglich zehn Prozent fassen Entlassungen ins Auge. „Damit liefern der Arbeitsmarkt, aber auch die Investitionsperspektiven der Unternehmen weiterhin zuverlässige konjunkturelle Impulse“, folgert Arne Rössel, Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz.

Weiterhin erfreulich entwickelt sich die Industriekonjunktur, allen voran die Vorleistungs- sowie die Ge- und Verbrauchsgüterproduzenten. Sowohl der Auftragsbestand als auch die Kapazitätsauslastung der Industriebetriebe notieren Rekordwerte, die durch gestiegene Umsätze und zuversichtliche Exporterwartungen abgerundet werden. Unerwünschte Nebeneffekte zeigen sich im Fachkräftemangel und in steigenden Arbeitskosten. Aktuell sorgen sich branchenübergreifend 55 Prozent der Unternehmen um die Sicherung des eigenen Fachkräftebedarfs. Als Kehrseite des Beschäftigungsrekords und der steigenden Reallöhne gewinnen auch die Arbeitskosten unweigerlich an Bedeutung. Sie werden bereits von 42 Prozent der Unternehmen als Risikofaktor benannt.

„Fachkräfte werden zunehmend knapp und teuer. Das dürfte die Wachstumsperspektiven einzelner Branchen und Regionen in absehbarer Zeit begrenzen“, sagt Robert Lippmann, wirtschaftspolitischer Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft. „Trotz der Fachkräfteproblematik wird sich der Aufschwung in Rheinland-Pfalz auch in den Folgemonaten fortsetzen. Darauf deuten die einschlägigen IHK-Indikatoren hin. Dennoch muss der konjunkturelle Rückenwind genutzt werden, um drängende standortpolitische Herausforderungen zu lösen und eine Grundlage für eine krisenresistente Wirtschaft zu schaffen“, mahnt Arne Rössel.

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