Allgemeine Berichte | 19.02.2020

Große Karnevalssitzung im närrisch geschmückten Gemeindesaal

Borjer Möhnen sind fidel und machen Krakeel

Tolle Stimmung beim humoristischen Abendprogramm

Eine flotte Sohle in bester Laune legte Ortsbürgermeister Fritz Bär aufs Parkett. Fotos: EP

Burgen. „Burgener Möhnen gehn fleißig in die Bütt, sie han en goldene Humor und bringen Stimmung mit“ diese beiden Zeilen des Möhnenliedes aus den 1950er Jahren spiegeln wieder, was sich bei der großen Karnevalssitzung ereignete. Eine große Narrenschar, bunt und kostümiert, hatte sich aufgemacht und füllte den närrisch geschmückten Gemeindesaal.

Humoristisches Programm begeisterte

Das humoristische Programm versprach einen stimmungsvollen Abend. Doch zunächst wurde geschunkelt, mit „Oh Mosella“ und „Gehn wir mal rüber“ heizte Manni Rath aus Brodenbach ein. Anschließend übernahm die Sitzungspräsidentin Waltraud Wolf das Mikrofon und die Moderation.

Die Möhnenschar – angeführt von Obermöhn Angelika I. – eroberte die Bühne und präsentierte das Möhnenlied, welches erstmalig aus zwei Strophen bestand. „Modder guck, Modder guck, Modder guck, guck, guck – en fremde Hahn sitzt off der Gluck!“, so beginnt die zweite Strophe, die frech und frivol weitergeht.

„Das ist Konkurrenz für Köln“

Nach dieser Premiere, die beim Publikum sehr gut ankam, marschierte der Burgener Karnevalsverein ein: „Mer kumme mit alle Mann vorbei“ hieß es, auch wenn viele Frauen dabei waren. „Boah, die sinn alle von Borje“, kommentierte Ortsbürgermeister Fritz Bär das starke Aufgebot auf der Bühne. „Das ist Konkurrenz für Köln, nur das die keine 3000 Euro pro Auftritt bekommen. Die legen eher noch etwas drauf“, ergänzte er stolz.

Er fand anerkennende Worte für die Karnevalisten in Burgen, die Brauchtum und Kulturgut pflegen und somit diese Tradition erhalten. Fritz Bär nutzte die Gelegenheit auch, um auf den Kulturpreis „Burgener Rebstock“ – inszeniert zur Wahrung des Gedankengutes – aufmerksam zu machen. Er dankte den Initiatoren, vier Burgener Urgesteine.

Mit „moin, moin“ begrüßte er Gäste von der Waterkant, sie hatten definitiv die weiteste Anfahrt. Große Bühne für kleine Mädchen: die Minifunken eröffneten das Abendprogramm mit einem schmissigen Funkentanz. „Sie hopsen und springen, sie üben seit Wochen – nein seit Monaten“, für die tolle Leistung forderte die Sitzungspräsidentin die Narrenschar zur ersten Rakete des Abends auf. Extra aus dem Hunsrück angereist war ein echtes „Borjer Mädche“ namens Sabine Christmann und erzählte ihre eigene Karnevalsgeschichte.

Scheinbar ohne Lampenfieber, dafür aber mit großem Talent präsentierte die kleine Feline Grüneberg einen begeisternden Solomariechentanz. Dass man beim Bäcker nicht unbedingt das bekommt, was man eigentlich will, erzählte Inge Bär. Mit viel Witz und der Frage „Rhabarber oder Butterkuchen“, ließ sie die närrischen Gäste an einem lokalen, kuriosen Geschehen teilhaben. Großen Schwung brachten die großen Funken in die Narrhalla. Beim Tanz über das Computerspiel „Super Mario“ zeigten sie ihr ganzes Können.

Brüllendes Gelächter erfüllte den Saal, als die Eheberaterin (Marianne Peifer) erstaunt feststellen musste, dass sie in ihrer langjährigen Praxis noch nie ein solches Goldhochzeitspaar wie Ute Günther und Rosi Pfeiffer erlebt hatte. Es folgte eine Parodie auf „Dick und Doof“, mit diesem Tanz begeisterten Happy und Silke Toepp. Bei einem Crash-Kurs in englisch-kölsch erlernte die Narrenschar in Windeseile die kölsche Sprache. Jetzt sind sie gut gewappnet für den nächsten Besuch in der Domstadt am Rhein.

Vegan, Gluten-Unverträglichkeit und Laktose-Intoleranz

Tolle Kostüme und eine tänzerische Superleistung machten den Auftritt der Jugendshowtanzgruppe „Burgener Bachperlen“ zu einem Augen- und Ohrenschmaus. Nach kurzer Pause boten die Stadtsoldaten eine gelungene Vorstellung, mit einem spektakulären Schattenspiel begeisterten sie die Gäste. Kein Auge blieb trocken, als eine unzufriedene Ehefrau (Happy Toepp) sich mit einem Zwinkern über ihren Angetrauten beschwerte. Vegan, Gluten-Unverträglichkeit und Laktose-Intoleranz waren der Gesprächsstoff beim Telefonat von Mutter (Inge Bär) und Tochter (Andrea Hürter), die das bevorstehende Weihnachtsessen besprachen. Bei diesem sehr gelungenen, witzigen Vortrag erkannte sich manch einer wieder.

Kurz vor Schluss betraten „Dä“ (Happy Toepp) und „Dat“ (Ute Günther) die Bühne, wünschten sich einmal Prinzenpaar zu sein. Doch obwohl sie ihre Vorzüge in den höchsten Tönen bewarben, wollte sie keiner haben. Dafür hatten sie aber alle Lacher auf ihrer Seite. Zum Abschluss kamen Gäste aus Moselkern. Die Showtanzgruppe „Elztalzauber“ nahm alle mit auf ihre Bergtour und zeigte einen Showtanz der Extraklasse, erzeugte damit Begeisterungsstürme.

Ein Abend ging zu Ende, an dem die Borjer Möhnen sehr fidel viel Krakeel machten und damit der Narrenschar viel Spaß brachten. Anerkennung sollte auch die Tatsache finden, dass bis auf die letzte Showtanzgruppe alle Akteure der Möhnensitzung aus den eigenen Reihen sprich aus ihrem Heimatort kamen.

Und sie feiern weiter: Schwerdonnerstag ab 13.11 Uhr auf dem Marktplatz mit Umtrunk und Süßigkeiten für die Kinder. EP

Angeführt von Sitzungspräsidentin Waltraud Wolf, wachte der „Elferrat“ über das närrische Geschehen.

Angeführt von Sitzungspräsidentin Waltraud Wolf, wachte der „Elferrat“ über das närrische Geschehen.

Großen Schwung brachten die großen Funken in die Narrhalla. Beim Tanz über das Computerspiel „Super Mario“ zeigten sie ihr ganzes Können.

Großen Schwung brachten die großen Funken in die Narrhalla. Beim Tanz über das Computerspiel „Super Mario“ zeigten sie ihr ganzes Können.

Bunt, kostümiert und zahlreich war die Narrenschar in den närrisch geschmückten Gemeindesaal gekommen.

Bunt, kostümiert und zahlreich war die Narrenschar in den närrisch geschmückten Gemeindesaal gekommen.

Eine flotte Sohle in bester Laune legte Ortsbürgermeister Fritz Bär aufs Parkett. Fotos: EP

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Andi-RLP: Hallo Herr oder Frau Bastian, Sie haben Recht, die Kommentarantwort von mir war falsch ausgedrückt. Das Wort "vertrauensvoll" steht natürlich im Bericht. Jedoch habe nicht ich den vertrauensvollen Abstimmungsprozess...
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Elke Zeise: Nur Schade das man als Nachbarin keine Information bekommt ob der Täter noch in U Haft ist oder wieder auf freiem Fuß ist. Habe Angst die Wohnung zu verlassen
Ralf Schweiss
Daueranzeige 2026
Familienfest freiwillige Feuerwehr Ringen-Bölingen am 01.05.26
Gesundheit im Blick
Innovatives rund um Andernach
SB Wahlen
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Pädagogische Fachkraft (w/m/d)
Empfohlene Artikel
Die Stadt Andernach beteiligt sich auch in diesem Jahr an der bundesweiten Aktion „Mähfreier Mai“ und setzt damit ein weiteres Zeichen für eine nachhaltige und naturnahe Stadtentwicklung.Foto: Stadtverwaltung Andernach / Regina Unruh
346

Andernach. Die Stadt Andernach beteiligt sich auch in diesem Jahr an der bundesweiten Aktion „Mähfreier Mai“ und setzt damit ein weiteres Zeichen für eine nachhaltige und naturnahe Stadtentwicklung. Gleichzeitig verfolgt die Stadt einen ganzheitlichen Ansatz in der Grünflächenpflege.

Weiterlesen

Die Kreisverwaltung in Koblenz. Foto: ROB
139

Kreis MYK. Im Mai 2026 findet im Kreis Mayen-Koblenz die Bundeswehrübung „Gelber Merkur 2026“ unter der Leitung der Teilstreitkraft Cyber- und Informationsraum statt. Der Zeitraum dieser Übung erstreckt sich vom 8. bis 22. Mai, und die Aktivitäten sind nicht nur auf Standort- oder Truppenübungsplätze beschränkt. Die beteiligten Kräfte bewegen sich auch im öffentlichen Raum, was dazu führen kann, dass Schussgeräusche durch den Einsatz von Platzpatronen wahrnehmbar sind.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Nadine Kreuser.  Foto: privat
49

In Ahrweiler gehört es fest dazu: das Maibaumstellen. Gemeinsam werden die großen geschmückten Bäume aufgerichtet – mit viel Vorbereitung, Muskelkraft und Gemeinschaftssinn. Gleichzeitig sieht man in diesen Tagen vor vielen Häusern kleinere Maibäume stehen. Sie werden meist ganz persönlich aufgestellt: als Zeichen der Zuneigung, der Verbundenheit oder einfach, um einem Menschen zu zeigen: Ich denke an dich.

Weiterlesen

Symbolbild.
43

Pkw touchiert Kind an einer Bushaltestelle

21.04.:Kind bei Unfall in Marienfels verletzt

Marienfels. Am Dienstag, dem 21. April 2026, kam es gegen 16:30 Uhr in der Römerstraße in Marienfels zu einem Verkehrsunfall an einer Bushaltestelle. Ein Kind wurde von einem vorbeifahrenden PKW leicht touchiert und erlitt dabei leichte Verletzungen.

Weiterlesen

Hausmeister, bis auf Widerruf
Dienstleistungen
Heizölanzeige
Familienfest freiwillige Feuerwehr Ringen-Bölingen am 01.05.26
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0253#
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0253#
Handwerker im Außendienst
Gesundheit im Blick
Save the Dates
Erzieher
Minijob
Innovatives rund um Andernach
Gesundheit im Blick
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Sachbearbeiter/in (w/m/d)
Maifest in Dedenbach
T-Roc & R-Line / Meckenheim
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr