Allgemeine Berichte | 19.06.2020, 15:06 Uhr

Der Löschzug Saffig traf sich zur ersten größeren Übung in diesem Jahr

Brand in der Begegnungsstätte

Auch die Feuerwehr profitiert von den Lockerungen der „Covid19-Maßnahmen“

Der Löscheinsatz erfolgte durch die Fenster des Gebäudes.Fotos: Feuerwehr Saffig
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Saffig. „Es ist so weit, wir dürfen (unter Auflagen) wieder…“, so begann die freudige Nachricht von Wehrführer Martin Schleich an seine Mannschaft. Die Kameradinnen und Kameraden der Saffiger Löscheinheit trafen sich zur ersten „richtigen“ Übung in diesem Jahr. Das fällt tatsächlich schwer zu glauben, ist es doch bereits Juni. Aber der Lockdown kam für die meisten Feuerwehren pünktlich zum Start des Übungsjahres, und es begann ein Balance-Akt zwischen „einsatztauglich und dienstbereit“ auf der einen Seite und dem Beachten aller Vorsichtsmaßnahmen zur Erhaltung der Gesundheit aller Beteiligten auf der anderen Seite.

Mit Mundschutz und dem notwendigen Abstand ging es frisch ans Werk. Die Lagemeldung hatte es in sich: Spaziergänger hatten an der Begegnungsstätte Rauch entdeckt, welcher aus den Fenstern quoll. Zudem vernahmen sie Hilferufe aus dem Gebäude – ein optimales Szenario, um einen Einsatz im sogenannten Zug zu üben.

Nach Eintreffen der beiden Einsatzfahrzeuge (TLF und TSF) erkundeten die beiden Gruppenführer die Lage, bevor sie die Aufträge an ihre Mannschaftsmitglieder erteilten.

Auch wenn es sich hier nur um eine Übung handelte, merkte man den Feuerwehrmännern und –frauen durchaus eine leichte Anspannung an. Die Türen der Begegnungsstätte waren alle abgeschlossen, aber die Seitenfenster waren (glücklicherweise) gekippt. So konnte der Angriffstrupp das Fenster mithilfe des passenden Werkzeugs öffnen, um ins Innere zu gelangen.

Vier Feuerwehrmänner suchten unter Atemschutz die Innenräume nach der vermissten Person ab und konnten diese auch sehr schnell finden. Nach der Rettung dieser Person wurde auch bekannt, dass sich noch ein Kleinkind in der Begegnungsstätte aufhielt. Auf der Suche nach diesem Kind konnte auch dieses schnell gefunden und in Sicherheit gebracht werden.

Ein besonderes Augenmerk fiel bei dieser Übung auf die Absprache der Einsatzkräfte, was auch vorbildlich funktioniert hat. Durch einen Fettbrand in der Küche wurde das Feuer ausgelöst und die komplette Begegnungsstätte verrauchte. Da der Rauch bei einem Brand die größere Gefahr darstellt, entfernte man diesen durch die taktische Belüftung aus dem Gebäude, so dass die Begegnungsstätte schnell wieder begehbar war. Auch das „Feuer“ konnte durch den zweiten Trupp schnell gelöscht werden.

Nach der Arbeit erfolgte die Manöverkritik. Übungsleiter Martin Schleich zeigte sich zufrieden: „Alles in allem hat es gut geklappt. Die Absprachen funktionieren und der Umgang mit den Gerätschaften sitzt trotz langer Pause noch einwandfrei.“

Die Saffiger Löscheinheit konnte zur ersten Übung ausrücken.

Die Saffiger Löscheinheit konnte zur ersten Übung ausrücken.

Die Feuerwehrleute suchten nach den Vermissten.

Die Feuerwehrleute suchten nach den Vermissten.

Dichter Rauch erschwerte die Arbeiten.

Dichter Rauch erschwerte die Arbeiten.

Der Löscheinsatz erfolgte durch die Fenster des Gebäudes. Fotos: Feuerwehr Saffig

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