Allgemeine Berichte | 27.03.2019

Wanderung des Eifelvereins Remagen entlang der römischen Wasserleitung

Brautpaarstau am Brühler Schloss

Auf schwankendem Steg über dem Pingsdorfer See.Foto: privat

Remagen. Die technische Meisterleistung beim Bau der 96 km langen römischen Wasserleitung von Nettersheim in der Eifel nach Köln lässt sich längst des Wanderweges „Römerkanal“ auch heute noch vielfach anhand von aussagekräftigen Originalbestandteilen bewundern. Näher zu Köln allerdings, auf der 6. Etappe von Brenig nach Brühl, ist zwar auch noch der ehemalige Verlauf der Leitung genau bekannt, zu sehen aber gibt es da nicht mehr viel. Über 200 Jahre hat diese Leitung bis zum Ende der Römerzeit Köln mit bester Trinkwasserqualität versorgt. Danach verfiel sie. Doch erst im 11. bis 13. Jahrhundert wurde sie regelrecht geplündert. Zum Bau von Kirchen, Burgen, Stadtbefestigungen wurden die kunstvollen Aquädukte abgerissen und die Steine herausgebrochen. Kaum eine Kirche aus jener Zeit im weiten Umkreis weist nicht Steine des Römerkanals auf. In Hemmerich standen die Remagener Eifelfreunde vor der Wand des alten Friedhofs und auch dort sind Steine des Römerkanals eingebaut. Gleich dahinter steht fast drohend die dunkle Ruine des 1945 in Brand gesteckten Schlosses. Schloss Rösberg aber, wenige Kilometer weiter, wurde zwar 1980 in viele Eigentumswohnungen umgewandelt, zeigt sich aber in schmuckem Gewand. Diese Etappe des bekannten Wanderweges geht zu einem großen Teil durch schönen Hochwald, dem überhaupt nicht anzusehen ist, dass dort im 19. und frühen 20. Jahrhundert der Braunkohletagebau eine verwüstete Landschaft erzeugt und dort natürlich auch jede Spur des Römerkanals verschluckt hat. Die Rekultivierung aber ist hervorragend gut gelungen.

Begehrtes Ausflugsziel

In wenigen Wochen werden die Bäume wieder ihr frisches Grün tragen und dann zählen diese Wälder wieder zu den begehrtesten Ausflugszielen der ganzen Region. Zahlreiche stille Seen wie der Berggeistweiher oder der Pingsdorfer See liegen wunderschön eingebettet in diesem Biotop, von dem längst selbst selten gewordene Pflanzen und Tiere Besitz ergriffen haben.

Ein schwankender Steg lockte schwindelfreie Wanderer sogar einige Meter hinaus über die Wasserfläche. In Brühl wurden die Remagener Eifelfreunde vor dem Rathaus mit fröhlicher Blasmusik begrüßt, doch galt die Ehrung einem Brautpaar, das soeben aus dem Standesamt kam. Geplant war für die Wandergruppe abschließend eine Aufnahme vor dem prächtigen Barockschloss. Unmöglich! An jeder freien Ecke rings um das Schloss hatten schon Brautpaare ihre Fototermine und weitere Hochzeitsgesellschaften warteten ungeduldig darauf, endlich auch an die Reihe zu kommen. So blieb den Remagenern nichts anderes übrig, als all diesen Paaren in Gedanken einen guten gemeinsamen Lebensweg zu wünschen und dann die Zeit bis zur Zugabfahrt in der Bahnhofsgaststätte zu nutzen.

Auf schwankendem Steg über dem Pingsdorfer See.Foto: privat

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