Rheinbach feiert fünfjähriges Bestehen der Partnerschaft mit einem Festakt
Brigadegeneral Hoffman und Bürgermeister Raetz trugen sich in goldenes Buch ein
Rheinbach. Die Patenschaft zwischen der Stadt Rheinbach und dem Betriebszentrum IT-Systems der Bundeswehr (BITS) wurde 2014 besiegelt.
Grundlage waren der Beschluss des Rates der Stadt Rheinbach vom 30. September 2013 und die Genehmigung durch den Kommandeur des Führungsunterstützungskommandos der Bundeswehr vom 21. November 2013.
Diese partnerschaftliche Zusammenarbeit von Stadt und BITS wurde im Rahmen eines Festaktes mit vielen Gästen des öffentlichen Lebens, der Politik und der Bundeswehr in der Stadthalle Rheinbach gefeiert.
Durch das Programm des Festaktes führten der Pressesprecher der Stadt Rheinbach, Norbert Sauren, und Bundeswehr-Pressesprecher Oberstleutnant Jens Nötzel.
Gute Zusammenarbeit gelobt
Mit ihren Grußworten brachten Bürgermeister Stefan Raetz und Brigadegeneral Ralf Hoffmann ihre Freude über die zahlreichen Gäste als Zeichen der Verbundenheit der Rheinbacher Bevölkerung zur Bundeswehr zum Ausdruck.
„Ich danke der Stadt Rheinbach, ihren Bürgern und der Politik, hier insbesondere Bürgermeister Stefan Raetz, für die hervorragende Zusammenarbeit. Das macht auch für uns Rheinbach so liebenswert“, betonte Hoffmann in seiner Ansprache. Raetz hob die Wichtigkeit der Bundeswehr für Rheinbach hervor.
„Die Bundeswehr ist der größte Arbeitgeber in unserer Stadt mit über eintausend Soldaten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ihr Engagement in der Stadt, in den Vereinen und Gruppierungen, zeigt die Verbundenheit mit Rheinbach.
Sie arbeiten nicht nur in Rheinbach, sondern nehmen auch am aktiven Leben teil. Viele Vereine würden nicht so gut dastehen, wenn nicht auch Bundeswehrangehörige an vorderster Front mit aktiv dabei wären“, gab Raetz in seiner Ansprache zu bedenken. „Hierzu zählen auch die die Haussammlungen und die Volkstrauertage, die wir gemeinsam begehen. Insofern ist der Eintrag in das goldene Buch der Stadt Rheinbach ein Akt der Solidarität mit der Bundeswehr“, fügte Raetz hinzu.
Raetz mit Goldenem Ehrenkreuz geehrt
Eine Überraschung hatte der Brigadegeneral Hoffmann für Bürgermeister Raetz mitgebracht und bat ihn auf die Bühne. Brigadegeneral Hoffmann überreichte, im Namen von Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, das Ehrenzeichen in Gold in Form einer Urkunde und eines goldenen Kreuzes. Dies ist die höchste Auszeichnung der Bundeswehr. Das Ehrenzeichen geht in der Regel an Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr und kann in Ausnahmefällen auch an Personen des öffentlichen Lebens gehen, wenn sie sich um die Bundeswehr besonders verdient gemacht haben. Vor der Verleihung wird die Zustimmung des Bundespräsidialamtes eingeholt.
Bundeswehr muss Ansehen zurückgewinnen
Begleitet wurde die Abendveranstaltung durch das Quintett „Blechjedöns“, unter der Leitung von Tobias Gasteier. Die Festrede hielt der Hauptgeschäftsführer des deutschen Städte- und Gemeindebundes. Herr Dr. Gerd Landsberg. Er hob in seiner Ansprache die gelungene Einbindung der Bundeswehr und ihrer Beschäftigten in der Stadt Rheinbach und ihrer Einwohner hervor.
„Das ist aber nicht überall so. In Berlin wird die Bundeswehr wegen jeder von der Presse imitierten kritischen Aufmachung zerrissen. Hier ist es wichtig, die Bundeswehr nach außen zu präsentieren. In den meisten Schichten der Bevölkerung wird die Bundeswehr kritisch gesehen. Nach ihr wird nur in Katastrophenfällen gerufen. Ansonsten steht die Mehrzahl der Bevölkerung ihr kritisch gegenüber“, konstatierte Landsberg in seiner Ansprache. „Dieser Einstellung gilt es durch Präsenz der Bundeswehr, durch Gelöbnisse oder solche Veranstaltungen wie heute Abend, entgegen zu wirken“, fügte Landsberg hinzu.
Feierlicher Eintrag ins Goldene Buch
Vor der Bühne war ein Tisch aufgestellt, worauf das Goldene Buch der Stadt Rheinbach lag, in das sich Brigadegeneral Ralf Hoffman als Kommandeur des BITS und Bürgermeister Stefan Raetz als Vertreter der Stadt eintrugen. Für diesen feierlichen Akt wurden die stellvertretenden Bürgermeister Claus Wehage und Kalle Kerstholt, der Vertreter von Brigadegeneral Hoffmann, Oberst Norbert Schmidt, Dr. Gerd Landsberg und General a.D. Gerd W. Back mit hinzu gebeten. Die Theaterproduktion „Kampfeinsatz - Stell dir vor, es ist Krieg und du gehst hin“ stand im Mittelpunkt des Abendprogramms und wurde vom Ensemble „Axensprung“ aus Hamburg aufgeführt. Als szenische Collage fragte sie nach der Verantwortung demokratischer Gesellschaften angesichts von Krieg und Terror in den Randgebieten unseres Kontinents, und untersuchte die Folgen von Auslandseinsätzen für deutsche Soldaten. Die beeindruckende Vorführung wurde ihrem Anspruch „Theater soll berühren, mitreißen und manchmal auch zum Nachdenken anregen“ voll gerecht und verfehlte seine Wirkung im Publikum nicht.
In seinem Schlusswort am Ende des Festaktes dankte Bürgermeister Raetz allen Akteuren vor und hinter den Kulissen für ihren Einsatz, der zum Gelingen der Veranstaltung erbracht wurde.
Er lud die Gäste noch zu einem Umtrunk ins Foyer der Stadthalle ein. Insgesamt wurde die Veranstaltung als ein weiteres positives Signal einer aktiven Patenschaft erlebt, die den diesjährigen Reigen gemeinsamer Veranstaltungen, von der Erstürmung der Tomburg Kaserne über die Meisterschaften im Luftgewehrschießen und der Teilnahme am Bürgerlauf bis zum Treffen der Behördenleitungen in Rheinbach, spannte.
Brigadegeneral Hoffmann, Dr. Gerd Landsberg, Stefan Raetz.
