Allgemeine Berichte | 18.03.2026, 10:11 Uhr

Heubachstadion, Bausenberg, Kita-Neubau: In der Brohtalgemeinde wird derzeit viel geplant

Brohltal: Viele Fortschritte in Niederzissen

Im Heubachstadion wird die Spielfläche sowie die Laufbahn saniert.  Foto:Rolf Hans
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Niederzissen. Auf nahezu jeder Sitzung des Gemeinderates Niederzissen steht das Thema „Kita-Neubau“ auf der Tagesordnung. Die Fortschritte waren bislang jedoch überschaubar – unter anderem aufgrund eines zwischenzeitlichen Standortwechsels, vor allem aber wegen umfangreicher gesetzlicher Vorgaben.

In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat nun der Vorplanung zugestimmt. Auf dieser Grundlage werden nun die Entwurfs- und Genehmigungsplanung erstellt sowie Förderanträge beim Kreis und beim Land gestellt. Aufgrund hoher Brandschutzauflagen sieht die aktuelle Planung eine eingeschossige Bauweise vor. Diese bringt zwar eine größere Grundfläche mit sich, bietet jedoch erhebliche Einsparpotenziale beim Ausbau von rund 600.000 bis 700.000 Euro. Auch im späteren Betrieb werden niedrigere Kosten erwartet.

Melanie Scheeben vom beauftragten Planungsbüro Lindschulte stellte dem Rat den überarbeiteten Entwurf vor. Der Gemeinderat stimmte diesem bei einer Enthaltung einstimmig zu.

Ein weiteres Thema war die Aufstellung eines Bebauungsplanes für die neue Kindertagesstätte sowie den benachbarten Bauhof. Hintergrund ist der Erwerb einer oberhalb gelegenen Fläche, die von der Gemeinde gekauft wurde und künftig in beide Standorte integriert werden soll. Ein entsprechendes Verfahren ist auch für den Bereich der darunterliegenden Sporthalle vorgesehen.

Aufgrund eines Sonderinteresses von Ortsbürgermeister Rolf Hans wurden diese Punkte vom 1. Beigeordneten Nico Degen vorgestellt und geleitet.

Im Anschluss befasste sich der Gemeinderat mit der Sanierung des Heubachstadions. Dabei soll die Spielfläche vollständig erneuert werden. Auch die Laufbahn der Anlage, die 2008 eingeweiht wurde, ist inzwischen stark beschädigt und soll im Zuge der Arbeiten saniert werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 690.000 Euro, wovon die Gemeinde etwa 335.000 Euro selbst tragen muss.

Ein weiteres Thema war der Bausenberg sowie die geplante denkmalschutzrechtliche Unterschutzstellung des Bausenbergs und seines Lavastroms, der sich von dort über Waldorf bis nach Gönnersdorf erstreckt. Die Aufnahme in die Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz wäre jedoch mit verschiedenen Auflagen und Einschränkungen verbunden. Aus diesem Grund lehnte der Gemeinderat die Aufnahme bei einer Enthaltung einstimmig ab. Nach Auffassung der Ratsmitglieder ist der Bausenberg durch seinen Status als Naturschutzgebiet bereits ausreichend geschützt. Die zusätzlichen Vorgaben eines Denkmalschutzes würden aus Sicht des Rates unverhältnismäßige Nachteile für die Landwirtschaft, die Grundstückseigentümer sowie für die Gemeinde als Unterhalter der Wirtschaftswege mit sich bringen.

Zum Abschluss der öffentlichen Sitzung informierte Ortsbürgermeister Hans noch über einige aktuelle Maßnahmen: Im Bürgerhaus Rodder wurden die Fenster durch einen Fachbetrieb aufgearbeitet. Im Industriegebiet Scheid wurden Schlaglöcher saniert und für den Bauhof wurde ein neues Fahrzeug angeschafft. Außerdem findet der Dreck-weg-Tag der Gemeinde in diesem Jahr am Samstag, 11. April 2026, statt.

Im Heubachstadion wird die Spielfläche sowie die Laufbahn saniert. Foto:Rolf Hans

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