Allgemeine Berichte | 22.08.2023

Klaus-Peter Schmelter aus Niederzissen erhält besondere Ehrung

Brohltaler zum Ehrenbergmann ernannt

Klaus-Peter Schmelter in der Schalke-Arena mit Ehefrau Birgit. Foto: privat

Niederzissen. Es gilt als der ‚Ritterschlag‘ im Ruhrgebiet, dem ehemaligen Kohlenpott: Klaus-Peter Schmelter aus Rodder (Niederzissen) wurde vor wenigen Tagen auf der Zeche „Nordstern“ in Gelsenkirchen zum Ehrenbergmann „geschlagen“. Der Name der Zeche zeugt davon, dass es das nördlichste Bergwerk im Ruhrgebiet war. Bei einer Führung durch ehemalige Kumpels der Zeche wurde der pensionierte Beamte der Kreisverwaltung in besonderer Weise geehrt.

Bei dem Akt erhält der zu ehrende Kandidat ein im Bergbau unter Tage benutztes ‚Arschleder‘ der Bergleute über die Hose geschnallt.

Dann hält ein Bergmann eine große Schaufel vor dem Allerwertesten und ein zweiter Bergmann schlägt mit einem großen Hammer fest und laut zu. Der große Knall wird mit schallendem Gelächter der Anwesenden quittiert. Danach bekommt der Jubilar eine Urkunde und wird per Handschlag durch die Kumpels zum „Ehrenhauer“ der Zeche Nordstern ernannt. Die Ehrung wird zu guter Letzt mit einem Schnaps begossen, so wie es im Steigerlied ‚Glückauf‘ heißt: „Wir Bergleut‘ sein, kreuzbrave Leut‘! Und wir tragen das Leder vor dem Arsch bei der Nacht, und saufen Schnaps.“ Die Ehrung erfolgte kurz vor einem weiteren „Feiertag“ des Jubilars. Am 20. August wird der Gewerkschafter und Sozialdemokrat Klaus-Peter Schmelter 70 Jahre alt.

Klaus-Peter Schmelter in der Schalke-Arena mit Ehefrau Birgit. Foto: privat

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