Allgemeine Berichte | 10.03.2016, 10:58 Uhr

Kreis schließt sich der Erklärung „Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten“ an

Bündnis mit lokalen Akteuren und Bürgerinnen und Bürgern

Rhein-Sieg-Kreis unterstützt 17 Entwicklungsziele der Vereinten Nationen für Nachhaltigkeit und Armutsbekämpfung

Rhein-Sieg-Kreis. Die Mitglieder des Kreistags votierten in ihrer jüngsten Sitzung mit großer Mehrheit dafür, sich der Erklärung des Rates der Gemeinden und Regionen (RGRE) „2030-Agenda – Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten“ anzuschließen. Diese knüpft an die bis 2015 gesetzten Milleniumsziele der Vereinten Nation an. Sie setzt einen neuen globalen Rahmen für nachhaltige Entwicklung und Armutsbekämpfung und umfasst einen Zeitraum von 15 Jahren ab jetzt bis 2030. „Der Rhein-Sieg-Kreis wird - gemeinsam mit den neunzehn Städten und Gemeinden, einem breiten Bündnis mit lokalen Akteuren sowie den Bürgerinnen und Bürgern – seine Möglichkeiten nutzen, sich konkret für nachhaltige Entwicklung, wie bereits jetzt schon für klimafreundliche Energie, zu engagieren“, betont Landrat Sebastian Schuster mit Blick auf die Unterzeichnung der Erklärung. Ausdrücklich werden in der Erklärung siebzehn Entwicklungsziele, die sogenannten „Sustainable Development Goals“ (SDGs) begrüßt. Diese richten sich an die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen, sollen aber insbesondere durch eine kommunale Beteiligung und Verantwortung mit Leben erfüllt werden. Konkret geht es darum, für gemeinsame Anliegen – wie beispielsweise Armutsbekämpfung, eine faire Gestaltung des Welthandelssystems, soziale Gerechtigkeit oder Inklusion – und öffentliche Güter – wie beispielsweise das Klima, Wasser, Boden oder biologische Vielfalt – gemeinsame Sorge zu übernehmen.

Gestaltung des städtischen Lebens und bezahlbare Energie

Wichtige Ziele, bei denen die Kommunen ins Spiel kommen, sind „die inklusive und nachhaltige Gestaltung städtischen Lebens“, der „Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und zeitgemäßer Energie für alle“. Auch sollen eine „belastbare Infrastruktur aufgebaut, inklusive und nachhaltige Industrialisierung gefördert und Innovationen unterstützt“ sowie „umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergriffen“ werden. In der Erklärung werden Bund und Länder dazu aufgefordert, Kommunen und ihre Vertretungen bei der Entwicklung der nachhaltigen Entwicklungsziele auf Augenhöhe einzubeziehen. Das kommunale Engagement vor Ort zur Erreichung der 2030-Agenda-Ziele soll anerkannt und unterstützt werden. Dabei sollen kommunale Belastungen durch die Umsetzung internationaler Verpflichtungen von Bund und Ländern ausgeglichen werden. Mit der 2030-Agenda wird die gemeinsame Verantwortung für mehr Gerechtigkeit und nachhaltige Zukunftsgestaltung in der Einen Welt betont. Die Vereinten Nationen hatten sich auf ihrem Gipfel der Staats- und Regierungschefs vom 25. bis 27. September 2015 in New York auf einen neuen globalen Rahmen für nachhaltige Entwicklung und Armutsbekämpfung geeinigt. Zu seiner Erreichung sind weltweit die Kommunen vor Ort und die lokalen Akteure sehr wichtig.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Rhein-Sieg-Kreis

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