Jagdgenossenschaft Weitersburg informiert
Bürger gestalten Gemeindewege
Weitersburg. Wer kürzlich in der Weitersburger Feldflur unterwegs war, wird sich sicherlich über die zahlreichen mit Schotter sanierte Wirtschaftswege wundern. Doch wie kam es dazu?
Im vergangenen Jahr wurde in der Mitgliederversammlung der Jagdgenossenschaft Weitersburg beschlossen Gelder für die Sanierung der seit Jahrzehnten vernachlässigten Gemeindewege bereit zu stellen.
Der Vorstand der Jagdgenossenschaft hatte nun die Aufgabe diesen Wunsch umzusetzen. Im Februar dieses Jahres wurde daher zum Ortsbürgermeister Udo Wenz und der zuständigen Fachabteilung der VG Vallendar Kontakt aufgenommen, um über die Baumaßnahme zu beraten. Nach einem Ortstermin erfolgte anschließend die Bewilligung über die Sanierungsarbeiten auf den gemeindeeigenen Schotterwegen durch die Jagdgenossenschaft Weitersburg. In dem Zusammenhang möchte sich die Jagdgenossenschaft bei dem Ortsbürgermeister und dem zuständigen Mitarbeiter der Verwaltung bedanken, die umfänglich und unkompliziert im formellen Ablauf unterstützt hat.
Gesagt getan: Doch Jeder der schon mal mit Bauen zu tun hatte, weiß wie schnell die Baukosten in die Höhe schlagen, wenn man alles von Fremddienstleister durchführen lässt oder ungekehrt wie wenig Weg mit dem veranschlagtem Budget tatsächlich gemacht werden kann.
Wie bereits aus den Maßnahmen der vergangenen Jahre bekannt, war das Ziel, mit wenigen finanziellen Mitteln viel zu bewegen.
So wurden im Jahr 2022 die angehäuften Wegebanketten entlang der Asphaltwege abgegradet, um der Hochwasser- und Starkregenvorsorge wieder gerecht zu werden.
Im Jahr 2023 wurden dann für einige tausend Euro die Wirtschaftswege von einwachsendem und um zu stürzenden Gehölz befreit.
Diese Maßnahmen wurde mit großem Engagement der Weitersburger Landwirte unterstützt.
Für die in diesem Jahr anstehenden Wegesanierungsarbeiten konnt man den Landwirt und Jagdgenossen Peter Mohr aus Weitersburg gewinnen, der mit maschineller und fachlicher Unterstützung einer Koblenzer Baufirma die Maßnahmen kostengünstig durchführte.
Bei diesem Projekt wurden rund 1.400 Meter Weg saniert. Hierzu wurden die verfahrenen Wege eingeebnet bzw. abgegradet um eine möglich gleichmäßige Oberfläche zu erhalten. Anschließende wurde in einer Breite von ca. 3,20 Meter rund 350 Tonnen Basaltlava aufgetragen. In Summe wurden sechs Wegabschnitte mit rund 4500 m² Wegefläche saniert. Um der oben beschriebenen Hochwasser- und Starkregenvorsorge gerecht zu werden wurde an möglichen Stellen ein Dachprofil bzw. Ablaufrinnen eingebaut. An Teilabschnitten mit starkem/ langem Gefälle, wo diese Baumaßnahmen nicht möglich waren, wurden zusätzlich rund 100 Tonnen Kalksteinsplitt eingebaut um bei einem möglichen Starkregen dem Auswaschen des Schotters entgegen zu wirken bzw. dies zu mildern.
Ein geplantes Anwalzen des Schotters ist erst nach vollständiger Durchfeuchtung der Wege ratsam und wird daher noch ein wenig dauern.
Die Baukosten beliefen sich auf rund 13.500 Euro was wiederum einen Quadratmetersatz von 3 Euro entspricht.
Vergleicht man hierzu die durch den damaligen Ortsbürgermeister Jochen Währ durchgeführte Parkplatzsanierung an der Wegegabelung (100 Meter hinter der Unterführung in Richtung Wüstenhof), so wurde alleine für diese 170m² Schotterfläche schon mehrere Tausend Euro an Gemeindegelder vergeudet, was einen Quadratmetersatz zwischen 20- 30 Euro entspricht.
Mithilfe einer Baufirma konnten die Maßnahmen kostengünstig durchgeführt werden.
Rund 1.400 Meter Weg wurden saniert.
