Allgemeine Berichte | 14.09.2016

Drei Fragen an den Landrat zur Bürgerumfrage „Regionaler Energiewende-Kompass“

Bürger sollen Zukunft mitgestalten

Teilnahme ist ganz einfach – 50 Städte und Verbandsgemeinden machen mit

Landrat Manfred Schur. Kreis Cochem-Zell

Kreis Cochem-Zell. Der Landrat des Landkreises Cochem-Zell, Manfred Schur, beantwortete drei Fragen zum Status der aktuellen Bürgerumfrage „Regionaler Energiewende-Kompass“.

Herr Landrat, noch bis 30. September läuft die von 50 Kommunen und der Energieversorgung Mittelrhein AG (evm) initiierte Bürgerumfrage „Regionaler Energiewende-Kompass“ zur Akzeptanz der Energiewende. Welche Erwartungen knüpfen Sie an die Ergebnisse?

Ziel der Umfrage ist es, von den Bürgerinnen und Bürgern zu erfahren, wie sie die regionale Energiewende sehen, was sie gut und weniger gut finden und wie sie sich die Energiezukunft vorstellen. Die Bürgerbefragung dient dazu, ein ganzheitliches Bild der Situation zu gewinnen. Durch sie werden objektive Daten wie Wertschöpfung, Zubau an regenerativen Energien und Reduktion des Kohlendioxidausstoßes, die ebenfalls beim Energiewende-Kompass erhoben werden, um subjektive Daten der Bevölkerung ergänzt. Das halte ich für ganz wichtig, um die Weichen für die Zukunft auch im Sinne der Bürger zu stellen.

Wie stark wollen sich Bürger mit Fragen der Energieversorgung denn überhaupt befassen? Was sagt die Teilnahmequote nach der Halbzeit der Umfrage darüber aus?

Es gibt ein reges Interesse der Bürgerinnen und Bürger, was sich an den erfreulichen Teilnehmerzahlen in manchen Städten und Gemeinden spiegelt. Es dürften jedoch gerne noch mehr mitmachen – das würde den Wunsch der Bürger klarer machen, was wichtig ist für die politische Ausrichtung. Denken wir nur an die jüngsten Entscheidungen in der Europäischen Union. Bürgerinnen und Bürger wollen heute sehr wohl gefragt werden, wenn es um die Gestaltung ihres Lebensumfelds geht. Ich finde das auch richtig. Je mehr sie sich mit aktuellen Themen befassen und einbringen, desto eher stehen sie nachher auch hinter den Entscheidungen und deren Auswirkungen. Wir wollen durch die Umfrage ja bewusst den Einfluss der Bürger auf die Energiewende stärken. Denn sie entscheiden mit ihrem Verhalten im persönlichen Umfeld, ob diese erfolgreich wird oder ein politischer Beschluss bleibt.

Raten Sie Bürgerinnen und Bürgern zur Teilnahme an der Online-Befragung. Und was bringt sie ihnen konkret?

Unbedingt rate ich allen ab 16 Jahren, mitzumachen – und das nicht nur, weil unter den Teilnehmern attraktive Preise verlost werden, darunter ein E-Bike. Im Ernst: Bürger profitieren von den Ergebnissen und das Ausfüllen des Bogens dauert auch nur 15 Minuten. Die Studie gibt Kommunen Hinweise, wie sie die bürgerliche Zufriedenheit und damit die Lebensqualität steigern können, wie es um die Akzeptanz der bisherigen Energiewende-Projekte steht und was die Bürger bereit sind, mitzugehen. Von daher begrüße ich es auch sehr, dass Städte und Gemeinden aus unserer Region diese Aktion zusammen mit der evm initiiert haben. Große Veränderungen wie der Umbau der Versorgung gelingen nur gemeinsam. Hier ziehen alle an einem Strang. Das stimmt mich positiv. Denn eine langfristig sichere, bezahlbare und klimaschonende Energieversorgung ist Basis für die Lebensqualität und Wirtschaftskraft.

Teilnahme: bis 30. September unter evm.de/Energiewendekompass Online-Fragebogen ausfüllen. Teilnehmen darf jeder, der mindestens 16 Jahre alt ist. Der Städte- und Gemeindebund Rheinland-Pfalz unterstützt unter anderem das Projekt.

Landrat Manfred Schur. Foto: Kreis Cochem-Zell

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Dauerauftrag
Kreishandwerkerschaft
Kreishandwerkerschaft
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Ostergruß
Kreishandwerkerschaft
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Mitarbeiter IT-Administrator
Empfohlene Artikel
Schülerinnen und Schüler der Bienenklasse 3c der KGS Meckenheim sind am Standort Meckenheim der Bücherbrücke in die Bücher vertieft. Foto: Stadt Meckenheim
31

Meckenheim. Die Bücherbrücke Meckenheim/Alfter verzeichnet eine rege Nutzung durch Kindertagesstätten und Schulen im Rahmen der Leseförderung. Unter den teilnehmenden Einrichtungen befinden sich unter anderem Blütentraum, Hüppekästchen, Rasselbande und zahlreiche weitere Kindertagesstätten. An beiden Standorten der Bücherei steht der Mittwochvormittag im Zeichen der Vorschulprogramme, bei denen die Kinder bib(liotheks)fit gemacht werden.

Weiterlesen

Mit 17 Anträgen zur Neuaufnahme in diesem Jahr wurde fast der Spitzenrekord von 2020 geknackt.
50

Leutesdorf. Pascal Berger, Vereinsvorsitzender begrüßte alle Anwesenden zur Jahreshauptversammlung am 28. März und es wurde nach Feststellung einer ordnungsgemäßen Einladung und Bekanntgabe der Tagesordnungspunkte eine Gedenkminute den Verstorbenen gewidmet.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2291

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
134

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Monatliche Anzeige
Rund ums Haus
Kreishandwerkerschaft
Essen auf Rädern
Kreishandwerkerschaft
Kleinanzeigen
Innovatives rund um Andernach
Oster-Anzeige
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Osterangebot
SB Standesamt
Stellenanzeige
Dauerauftrag 2026
Ostergrußanzeige
Titelanzeige
Unterstützeranzeige
Unterstützeranzeige