Allgemeine Berichte | 23.11.2016

Benefizkonzert des Fördervereins des Lions Clubs Meckenheim-Wachtberg

Bürgermeister forderte Zugabe

Harfenistin Giedre Siaulyte begeisterte in der Friedenskirche mit einem Programm von Barock bis Moderne

Giedre Siaulyte wechselte gekonnt zwischen klassischer und keltischer Harfe.  privat

Meckenheim. Das vom Förderverein des Lions Clubs Meckenheim-Wachtberg e.V. organsierte Harfen-Benefizkonzert zugunsten der jährlichen Weihnachtsgeschenkaktion für bedürftige Kinder der Region wurde zum vollen Erfolg.

Die junge litauische Künstlerin Giedre Siaulyte zog bereits mit den ersten Harfenklängen ihr Publikum in ihren Bann. Das ist nicht verwunderlich, absolvierte sie doch ihr Masterstudium als Harfenistin bei Prof. Helga Storck am Mozarteum in Salzburg und erhielt ebenso in der Meisterklasse Prof. Germaine Lorenzini Unterricht. Bereits während ihres Masterstudiums bekam sie im Jahr 2010 eine Anstellung als Solo-Harfenistin im Nationalen Symphonieorchester des polnischen Rundfunks (NOSPR) in Kattowitz. Zwei Jahre später und nach einem Auslandssemester als Erasmus-Studentin am Nationalen Konservatorium (CNR) in Paris, schloss sie das Masterstudium am Mozarteum ebenfalls mit Auszeichnung ab.

Internationale Erfolge

Nach ihrer Tätigkeit als Harfenistin im Nationalen Symphonieorchester des polnischen Rundfunks bis Ende des Jahres 2015 zog die junge Künstlerin der Liebe wegen nach Deutschland. Schon während und nun auch nach Beendigung ihrer Orchestertätigkeit tritt Giedre Siaulyte regelmäßig als Solistin mit verschiedenen, renommierten Orchestern und Kammermusikpartnern auf. Ihre Engagements führten sie zu den Salzburger Festspielen, an die Kölner Philharmonie, die Cadogan Hall London, zum Brucknerhaus Linz, in die National Concert Hall nach Dublin sowie in die Konzertsäle von Kopenhagen, Oslo, Göteborg und anderer europäischer Städte. Auch Aufnahmen für den polnischen Rundfunk, zum Teil als Solistin, gehören zu ihrer Vita. Kürzlich gastierte sie in Frankreich und hier zuletzt in Lyon.

Dem Lions Club Meckenheim-Wachtberg war es nun erneut gelungen, diese großartige Künstlerin nach einem Auftritt im Frühjahr in Wachtberg zugunsten der Wachtberger Ferienfreizeit nach Meckenheim zu holen.

Das Besondere an ihren Konzerten ist, dass Musikstücke auf der irisch-keltischen Harfe und der Konzertharfe als Doppelpedalharfe in wechselnder Folge gespielt wurden. Von Händel über den Landsmann der Harfenistin Olegas Biganovas bis hin zu dem Amerikaner Stephen Nash sowie dem in Belgien geborenen Franzosen Alphonse Hasselmanns, dem Franzosen Claude Debussy und der von Ekatarine Walter-Kühnes Fantasie über Themen aus Tschaikowskys Oper Eugen Onegin und den berühmten Traditionals spannte sie den Bogen vom Überlieferten über den Barock bis zur Moderne.

Brillanz und weicher Klang

Mit der großen Konzertharfe konnte sie brillanteste Klänge und eine große Dynamik erzeugen. Mit der keltischen Harfe verzauberte sie das Publikum mit einem weicheren Klang und weckte tiefere Gefühle in allen Zuhörern. Klangschönheit, technische Präzision und interpretatorische Tiefe vereinten sich hier in Vollendung. Es war zeitweise so still im Kirchenraum, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können. Umso lauter fiel dann der Beifall der Zuhörer aus, und der erste Bürger der Stadt Meckenheim, Bert Spilles, sprach deutlich aus, was viele Zuschauer sich dachten und ebenso wünschten: „Ich will noch etwas hören.“ Dieser Aufforderung folge Giedre Siaulyte gerne und ließ nochmals dynamische Harfenklänge von pianissimo bis piano und am Höhepunkt des Traditionals bis zum Mezzoforte zum Genuss für das Publikum werden.

Die Dynamik bewegte sich hier zumeist im Bereich von pianissimo bis piano und steigerte sich nur am Höhepunkt bis zum mezzoforte.

Für Rosemarie Brauckmann, die erkrankte Präsidentin des Lions Clubs Meckenhem-Wachtberg, bedankte sich der 1. Vizepräsident Gerhard Bigalke im Namen der Mitglieder und der Zuhörer in der Friedenskirche für die Mußestunden mit der jungen Künstlerin und verlieh der Hoffnung auf Wiederholung Ausdruck.

Giedre Siaulyte wechselte gekonnt zwischen klassischer und keltischer Harfe. Foto: privat

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