Allgemeine Berichte | 24.11.2025

„WIR gegen Bahnlärm in der VG Weißenthurm e.V.“

Bund, Bahn und Bürgerinitiativen kooperieren im Beirat „Leiseres Mittelrheintal“

Teilnehmende der 23. Sitzung des Beirates „Leiseres Mittelrheintal verabschieden Herrn Dr. Klaus Vornhusen in Oestrich-Winkel in den wohlverdienten Ruhestand. Foto: Deutsche Bahn

VG Weißenthurm. Der Beirat „Leiseres Mittelrheintal“ wurde 2012 gegründet und setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Politik, der zuständigen Bundes- und Landesministerien, Bürgerinitiativen sowie der Deutschen Bahn zusammen.

Willi Pusch als Vorsitzender der „Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn e.V.“ ist Stellvertretender Vorsitzender und Rolf Papen als Vorsitzender der Bürgerinitiative „WIR gegen Bahnlärm in der VG Weißenthurm e.V.“ ist Mitglied im Beirat.

Die Beiratssitzungen finden einmal jährlich in verschiedenen Orten des Mittelrheintals statt.

Dabei werden die Mitglieder regelmäßig über den aktuellen Stand der im Oberen Mittelrheintal von Bingen bis Koblenz, sowie in Weißenthurm und Leutesdorf im Unteren Mittelrheintal und in zwei Kommunen im Rheingau informiert.

Zudem beauftragte der Beirat die Machbarkeitsuntersuchungen der Jahre 2014 und 2017, durch die weitere Lärmminderungsmaßnahmen im Mittelrheintal angestoßen wurden und die seitdem schrittweise umgesetzt werden.

Am 02.10.2025 fand in Oestrich-Winkel letztmalig unter dem stets kompetenten Vorsitz von Dr. Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland, die 23. Beiratssitzung statt. Auch zum Bedauern unserer Bürgerinitiative, tritt Herr Dr. Vornhusen zum Jahresende in den wohlverdienten Ruhestand.

Bei der 23. Beiratssitzung wurden insbesondere folgende Tagesordnungspunkte intensiv erörtert:

-Die Eisenbahnverkehrsprognose 2040 des Bundesverkehrsministeriums und seine Auswirkungen auf das Mittelrheintal mit dem Ergebnis, dass dort mit einer deutlichen Zunahme des Schienen-Güterverkehrs zu rechnen ist.

-Der Stand der Umsetzung der Maßnahmen aus den Machbarkeits-untersuchungen im Oberen Mittelrheintal, in Leutesdorf und Weißenthurm, sowie in zwei Kommunen im Rheingau mit dem erfreulichen Ergebnis, dass die geplanten Lärmschutzmaßnahmen im Zeitplan umgesetzt werden.

-Die zusätzlichen Lärmschutzmaßnahmen im Rahmen der Korridorsanierungen Rechter Rhein 2026 (Koblenz-Unkel) und Linker Rhein (2028), mit dem Ergebnis, dass weitere freiwillige Lärmschutzmaßnahmen im Zuge der Generalsanierungen auch in Kommunen des Unteren Mittelrheintals erfolgen sollen.

Auch bei der 23. Beiratssitzung wiederholte Rolf Papen seine seit Jahren vorgebrachten Hauptforderungen:

1.)Sofortige Gleichbehandlung des Unteren Mittelrheintals von Bonn bis Koblenz beim Bahnlärmschutz mit dem „Welterbe“ Oberes Mittelrheintal von Koblenz bis Bingen!

2.)Zeitnahe Fortsetzung einer „Machbarkeitsstudie“ für weitere Lärmschutz-Maßnahmen auch für das Untere Mittelrheintal, wie das 2014 für das „Welterbe“ Oberes Mittelrheintal, für Leutesdorf und Weißenthurm, sowie zwei Kommunen im Rheingau bereits erfolgt ist!

3.)Aufhebung des „Bestandsschutzes“ im ganzen Mittelrheintal von Bonn bis Bingen, der die Bahnanwohner an Bestandsstrecken zu fast rechtlosen „Bittstellern“ herabwürdigt und ihnen den längst überfälligen Rechtsanspruch auf Bahnlärmschutz vorenthält!

Aber auch Themen wie Entlastung des Mittelrheintals vom Schienengüterverkehr, Geschwindigkeitsreduzierung bei Ortsdurchfahrten, insbesondere für Güterzüge mit Gefahrgut, oder die Einführung radgenauer Messungen, statt wie bisher ganzer Züge an den 19 Messstellen des Eisenbahn-Bundesamtes (zum Beispiel in Andernach und Lahnstein), wurden immer wieder von ihm in die Beiratssitzungen eingebracht.

Im Nachgang zur 23. Sitzung des Beirates „Leiseres Mittelrheintal“ stellte Rolf Papen fest:

Der Beirat hat in den vergangenen Jahren eindrucksvoll bewiesen, wie durch konstruktive Zusammenarbeit zwischen Politik auf Bundes- und Landesebene, Bahn und Bürgerinitiativen, große Fortschritte beim Schutz vor Bahnemissionen erreicht werden können.

Es war unter Leitung der Deutschen Bahn und mit Unterstützung des Eisenbahn-Bundesamtes insbesondere die kompetente, tatkräftige und ergebnisorientierte Kooperation von Vertreterinnen und Vertretern der DB Netz AG - seit 2024 DB InfraGO AG und den Bürgerinitiativen, durch die nicht nur Anregungen und Ideen eingebracht und Informationen weitergeleitet wurden, sondern zahlreiche Maßnahmen auch initiiert und erfolgreich in die Tat umgesetzt werden konnten.

Im Ergebnis führte dies zu einer deutlichen Minderung des Bahnlärms, zu mehr Bahnlärmschutz und damit zu einer höheren Lebensqualität im Oberen Mittelrheintal, aber auch im Rheingau – und nicht zuletzt auch nördlich von Koblenz in Leutesdorf und Weißenthurm!

Mit der anstehenden Generalsanierung der Bahntrasse „Rechter Rhein“ im Jahr 2026 und der Bahntrasse „Linker Rhein“ im Jahr 2028, steht unsere Region vor der einmaligen historischen Chance, weiteren Lärmschutz, sowie die Instandsetzung und Modernisierung der Bahn-Infrastruktur zu verknüpfen, gemeinsam mit den Kommunen zu planen und mit Unterstützung auch der Bürgerinitiativen erfolgreich – so, wie dies seit 2018 in Leutesdorf und Weißenthurm in beispielhafter Weise geschieht.

Dies dient nicht nur der Gesundheit und Lebensqualität vieler Menschen auch im Unteren Mittelrheintal, sowie der Gleichbehandlung beim Bahnlärmschutz und dem Zusammenhalt in der Mittelrhein-Region von Bingen bis Bonn, sondern auch dem Ansehen und der Glaubwürdigkeit von Bund und Bahn!

Pressemitteilung der Bürgerinitiative „WIR gegen Bahnlärm in der VG Weißenthurm e.V.“

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