Allgemeine Berichte | 27.09.2017, 13:59 Uhr

Feierliche Überreichung durch Landrat Sebastian Schuster

Bundespräsident verlieh Verdienstorden an Wachtberger

Heinz Berhausen wurde für seine Verdienste rund um die Ausbildung Jugendlicher gewürdigt

Renate und Heinz Berhausen im Kreise ihrer Familie. -CEW-
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Wachtberg-Berkum. In feierlicher Runde erhielt der Wachtberger Heinz Berhausen im Rathaus die Bundesverdienstmedaille, die ihm vom Bundespräsidenten verliehen wurde. Landrat Sebastian Schuster würdigte die Leistungen des Ehrenträgers, der sich Zeit seines Berufslebens um die Ausbildung junger Menschen verdient gemacht hat.

Der 1944 geborene, rüstige Förderer ist bereits seit 1975, damals als jüngster Kfz Meister, im Prüfungsausschuss der Kfz-Innung Bonn-Rhein-Sieg aktiv. Im Vorstand findet man Heinz Berhausen seit 1980, im Vorsitz des Kfz Prüfungsausschusses ist er seit 1995 aktiv. Seither hat er dort als Lehrlingswart der Innung Neuentwicklungen eingebracht und zwischen 2010 und 2013 zwölf Auszubildende pro Jahr betreut, die sich in einem Lehrlingsaustausch mit Frankreich befanden.

Außerdem entwickelte er Musterprüfungen, von denen mittlerweile knapp 70 Prüfungsausschüsse in NRW profitieren. Der zuverlässige und beständige Einsatz von Heinz Berhausen habe dazu beigetragen, jungen Menschen eine Chance zu geben, sich für Berufe im Kfz-Bereich zu qualifizieren. Damit habe er auch im Sinne einer der Herausforderungen der Zeit gehandelt, nämlich dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Besonders die Förderung von benachteiligten jungen Menschen und lernschwachen Anwärtern im Beruf würdigte der Landrat.

„Der Orden ist die Würdigung der Leistungen und ihrer Verdienste, auf die sie mit Recht stolz sein dürfen“ zitierte der Landrat die Worte Horst Köhlers bei einer anderen Verleihung des Bundesverdienstordens.

Auch die Bürgermeisterin Renate Offergeld dankte Heinz Berhausen für seinen jahrzehntelangen Einsatz für die Jugendlichen.

„Sie haben vielen jungen Menschen den Weg bereitet und eine Perspektive für die Zukunft gegeben“, würdigte sie seine beachtenswerte Arbeit für Heranwachsende. Sie überreichte dem Würdenträger ein Geschenk und seiner Gattin einen Blumenstrauß in den Farben der Gemeinde.

Heinz Berhausen bedankte sich für die Ehrung und schloss sich dem Konsens hinsichtlich der Notwendigkeit der Fachkräfteförderung an. Er selbst wünschte für sich Gesundheit, um weiterhin in den vielen Bereichen tätig sein zu können, in denen er Förderung von Jugendlichen und Ausbildung positiv beeinflussen möchte. Die herausfordernde Arbeit mit jungen Migranten, eine neu aufzubauende Datenbank, die beim Austausch von Informationen unterstützen soll, und manch anderes Projekt schweben ihm vor. „Wenn man etwas macht, dann muss man das auch hundertprozentig machen“, erklärte er seine Lebenshaltung.

In dieser Haltung und seiner Arbeit hatte ihn auch seine Frau Renate Berhausen jahrzehntelang unterstützt. Sie kenne ihn eigentlich nicht anders als ständig in Aktion, berichtete sie. Er sei immer für seine Schützlinge da gewesen, wenn es ihm möglich war.

Selbst wenn zu den unmöglichsten Zeiten daheim das Telefon klingelte, engagiere er sich für die Anliegen und Sorgen der jungen Leute und ihrer Eltern.

Die Verleihung eines Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ist in Wachtberg kein alltägliches Geschehen. Die im Jahre 1951 von Theodor Heuss gestiftete Auszeichnung gilt als höchste vom Bundespräsidenten für besondere Verdienste verliehene Anerkennung innerhalb des Landes, die Heinz Berhausen mit seiner unermüdlichen Tätigkeit für junge Menschen verdient hat. Knapp einer viertel Million Menschen wurde diese Ehre in den letzten 66 Jahren zuteil, die ein Zeichen des Dankes für herausragendes Engagement zum Wohle der Allgemeinheit ist.

Heinz Berhausen mit Bürgermeisterin Renate Offergeld und Landrat Sebastian Schuster bei der Ordensverleihung.

Heinz Berhausen mit Bürgermeisterin Renate Offergeld und Landrat Sebastian Schuster bei der Ordensverleihung.

Renate und Heinz Berhausen im Kreise ihrer Familie. Fotos: -CEW-

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