SOLWODI Deutschland e.V.
Bundesweite Ausschreibung des „Tiramisu-Preises“
Bewerbung bis zum 30. Juni möglich
Koblenz. Für das Jahr 2021 meldeten die Jugendämter fast 67.700 Fälle von Hilfebedarf bei Kindern und Jugendlichen. Damit wurde ein neuer Höchststand seit Einführung der Statistik im Jahr 2012 erreicht. 47.500 Kinder und Jugendliche und damit 70 Prozent der Betroffenen nahm das Jugendamt zu ihrem Schutz vorübergehend in Obhut – häufig wegen der Überforderung der Eltern, aber auch aufgrund der unbegleiteten Einreise aus dem Ausland. Doch was geschieht mit den mehr als 20.000 Kindern und Jugendlichen, die nicht aufgenommen werden? Wer kümmert sich um diejenigen, die von Einrichtung zu Einrichtung weitergereicht werden, weil Pflegefamilien oder Betreuungspersonal sich nicht in der Lage sehen, diese Kinder und Jugendliche zu integrieren und auf ihre Bedürfnisse einzugehen? Diese sogenannten Systemsprenger sind eine Herausforderung, da eine angemessene Betreuung Zeit, Kosten und Energie benötigt, die oft nicht vorhanden sind. Die Betreuenden kommen hier immer wieder an ihre Grenzen.
Aus diesem Grund schreibt die Frauenrechtsorganisation SOLWODI zum zweiten Mal den „Tiramisu-Preis“ für besonderes Engagement in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aus, die über herausfordernde Verhaltensmuster verfügen und drohen aus dem gesellschaftlichen Kontext herauszufallen. Es können Personen oder Organisationen vorgeschlagen werden – auch eine Selbstbewerbung ist möglich.
Tiramisu bedeutet wörtlich aus dem Italienischen übersetzt „Zieh mich hoch!“. Außerdem soll das beliebte Dessert durch seine gehaltvollen Zutaten Kraft und Energie verleihen. Der Name des Preises steht demnach als Sinnbild für die Arbeit mit herausfordernden Kindern und Jugendlichen. Der Preis wird für besonderes Engagement in mindestens einem der folgenden Bereiche verliehen: soziale, kognitive, emotionale, körperliche oder allgemeine Entwicklung – die ganzheitliche Entwicklung der Kinder und Jugendlichen ist dabei aber stets im Blick zu behalten.
Das Preisgeld von 2.500 Euro wird durch eine zweckgebundene Spende ermöglicht und wird jährlich vergeben. „Auch SOLWODI arbeitet mit Jugendlichen, die Not und Gewalt erfahren haben, zusammen und bietet an zwei Standorten eine sichere und anonyme Unterbringung für Mädchen und junge Frauen.“, so Dr. Maria Decker, 1. Vorsitzende der Frauenrechtsorganisation. Diese Jugendlichen sind häufig Betroffene von Menschenhandel oder von Zwangsheirat sowie sogenannter Ehrgewalt bedroht. Viele sind schwer traumatisiert und benötigen eine intensive Betreuung, um das Erlebte zu verarbeiten. Darüber hinaus haben viele SOLWODI Klientinnen Kinder, welche die Gewalt an ihren Müttern miterlebt haben oder selbst davon betroffen waren. Diese Kinder entwickeln oft diffuse Ängste und Bindungsstörungen oder zeigen andere Verhaltensauffälligkeiten. Daher ist die Arbeit mit herausfordernden Kindern und Jugendlichen der Frauenrechtsorganisation durchaus vertraut.
Eine Bewerbung für den Tiramisu-Preis ist bis zum 30. Juni möglich. Mehr Informationen und den Bewerbungsbogen erhalten Sie unter www.solwodi.de oder über tiramisu@solwodi.de.
Um die intensive Betreuungsarbeit leisten zu können, ist SOLWODI auch auf Spenden angewiesen:
IBAN - DE02 5605 1790 0001 1270 00.
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