Allgemeine Berichte | 26.11.2020, 11:35 Uhr

„Haus für Kinder“ Vallendar

Bundesweiter Lesetag

Mal ganz ohne Lesepaten

Besonders beliebt bei den Zuhörern im „Haus für Kinder“ sind spannende Geschichten erzählt mit dem Kamishibai. Foto: privat
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Vallendar. Der 17. Bundesweite Vorlesetag, eine Initiative der Wochenzeitung DIE ZEIT, der Stiftung Lesen und der Deutschen Bahn, machte aus ganz Deutschland ein Vorleseland. In Schulen und Kindergärten wurden Lieblingsgeschichten vorgelesen.

Durch die Teilnahme am 17. Bundesweiten Vorlesetag setzten die Erzieher im „Haus für Kinder“ ein Zeichen für das (Vor-)Lesen und leisten so einen Beitrag für mehr Lesefreude und bessere Lesekompetenz. Besonders beliebt bei den Zuhörern im „Haus für Kinder“ sind spannende Geschichten erzählt mit dem Kamishibai.

Auf den ersten Blick handelt es sich beim Kamishibai um einen schwarzen Kasten aus schwarzem Holz mit Flügeltüren. Es bedarf eines genaueren Blicks, um zu erfassen, worin die Magie dieses fabelhaften Mediums liegt.

Wenn sich die Türen des Kamishibai öffnen und nacheinander die Bildkarten in die obige Öffnung geschoben werden, entsteht zusammen mit der Geschichte, die der Erzähler (Erzieher/Kinder) auf seine persönliche Art vorträgt, eine ganz besondere Atmosphäre.

Das Kamishibai ist nicht einfach nur ein Bilderrahmen! Es ist ein kleines Theater, das seinen Platz in den Funktionsräumen, auf Küchentisch, auf Gartenbank und an vielerlei Orten mehr findet. Wo auch immer es eingesetzt wird, vermag es die Kinder vom „Haus für Kinder“ in seinen Bann zu ziehen. Wenn die Erzieher plötzlich die beiden Türchen öffnen und ihrem Publikum in die fabelhafte Welt der Geschichten einladen, dann wird aus dem Kamishibai das Erzähltheater.

Es ist eine besondere Form des Erzähltheaters, bei dem die Handlung durch Bildtafeln in einem bühnenähnlichen Rahmen dargestellt wird. Ursprünglich stammt das Kamishibai aus Japan. Wortwörtlich übersetzt bedeutet Kamishibai Papiertheater.

So vorgetragen stellte sich das Vergnügen der Zuhörer, im „Haus für Kinder“, von alleine ein und schenkte magische, lustige und spannende Vorlese- Momente. Das Kamishibai schafft eine vertraute Atmosphäre zwischen anwesenden Personen, vergleichbar dem heimeligen Vorlesen einer Bilderbuchgeschichte. Mit dem Vorteil, dass alle Kinder gleichzeitig das Bild sehen können. Dabei entsteht eine lebendige, interaktive Kommunikationssituation. Der Erzieher merkt direkt, wie sein Publikum reagiert. Und kann seinerseits auf das Publikum eingehen.

Im Erziehungsalltag bietet das Kamishibai großartige Möglichkeiten, damit Kinder ihr Sprachgefühl entwickeln. Das legt eine gute Grundlage für freies Erzählen. Das Zuhören schult die Wahrnehmung und das Lautbewusstsein: Fähigkeiten, die später in der Schule unbedingt benötigt werden.

Besonders beliebt bei den Zuhörern im „Haus für Kinder“ sind spannende Geschichten erzählt mit dem Kamishibai. Foto: privat

Besonders beliebt bei den Zuhörern im „Haus für Kinder“ sind spannende Geschichten erzählt mit dem Kamishibai. Foto: privat

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