Brohler Narrenzunft feiert fulminanten Saisonauftakt
Bunte Kostüme und lebendige Tänze
Brohl-Lützing. Jüngst startete die Brohler Narrennzunft 1904 e.V. mit der Kostümsitzung in die Session 2024. In der ausverkauften Brohler Festhalle warteten die Närrinnen und Narren gespannt auf den triumphalen Einzug des neuen Brohler Prinzenpaares Tobi I. und Monique I., der nach dem Einmarsch des Elferrates von Sitzungspräsident Ingo Schrade wortgewandt verkündet wurde. Begleitet von der Prinzengarde Brohl, den Kinderfunken und dem Amazonencorps zogen die Tollitäten mit ihrem Prinzenhofstaat unter tosendem Applaus und Jubel in den festlich geschmückten und voll besetzten Saal ein. Auf der Bühne angekommen, richteten Prinz Tobi I. und Prinzessin Monique I. herzliche Begrüßungs- und Dankesworte an ihr närrisches Volk.
Zunächst standen die Kleinsten der Zunft im Mittelpunkt. Die Kinderfunken und Seven up’s überzeugten wieder einmal mit tollen Tänzen zu kölscher Musik und dem König der Löwen. Zufrieden und freudestrahlend machten sie die Bühne frei für das Solomariechen des Amazonencorps, Jennifer Büchner, die mit ihrem Tanz erneut das Publikum begeisterte. Kurz zuvor wurden die Ehrengäste, Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie die Nachbarvereine der Rheinschiene aus Sinzig, Bad Breisig und dem Oberdorf der KG Niederlützingen begrüßt.
Nun war es an der Zeit, dass die Prinzengarde Brohl mit zwei Altersgruppen und einem Tanzpaar zeigte, was sie alles zu bieten hat. Den Anfang machten die Kadetten der Garde, gefolgt von den Marketenderinnen. Den krönenden Abschluss bildete das Tanzpaar Katharina Vogt und Michael Liebsch. Alle zusammen brachten die Narren mit ihren Darbietungen zu rheinischen Klängen zum Jubeln.
Vor der Pause erwarteten die Besucher den Einzug der KG Närrische Buben Sinzig, allen voran Sentiaca Carmen I.. Mitgebracht hatten sie auch ihre Showtanzgruppe in bunten Paradiesvogel-Kostümen. Zu knackigen Discobeats und fetzigen Rhythmen boten sie dem Publikum eine fulminante Show. Nachdem der erste euphorische Applaus verklungen war, setzte der Kommandant der KG Närrische Buben, Robert Lohmer, noch einen drauf und forderte zum gemeinsamen Tanz aller Akteure auf der Bühne auf. Wie zuvor vom wortgewandten Kommandanten angekündigt, wurde dabei der Zeitrahmen etwas „gesprengt“.
Nach einer verspäteten Pause zurück im Saal erwartete das Publikum ein Vortrag von zwei Newcomern aus den eigenen Reihen der Zunft. Unterstützt von Büttenurgestein Stefan Vogt und der Stimme aus dem Hintergrund von Tochter Elisabeth Vogt konnten die jungen Redner Theo Siebold und Matthias Vogt überzeugen und die Lachmuskeln und das Zwerchfell der Gäste strapazieren. Mit der Taufe der Geis, Esmeralda, Edle vun d’r Bachbrück, werden sie noch lange in aller Munde sein. Bleibt zu hoffen, dass wir noch mehr von den beiden jungen Rednern hören werden.
Pünktlich zum Einmarsch folgten die Gäste der KG Blau-Weiß Niederlützingen auf die Bühne und ließen es sich nicht nehmen, nach einem kurzen Stelldichein und Ordenstausch der Vereine, ihre Tänze zu präsentieren. Das Tanzpaar und die Stadtsoldaten legten eine flotte Sohle aufs Parkett und begeisterten den voll besetzten Saal.
Einen Hauch von Summerfeeling zeigte uns das Amazonencorps mit einem zweiten Auftritt, gefolgt von den Brohler Möhnen, die alle in die goldenen 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts entführten und erneut mit dem Charleston glänzten. Die Möhnen feiern in diesem Jahr ihr Jubiläum. 99 Jahre Große Möhne heißt es am 8. Februar in der Festhalle Brohlia. Dazu haben sie sich ein tolles Programm einfallen lassen und jeder ist eingeladen dabei zu sein.
Der Brohler Elferrat hat wieder einmal gezeigt, dass er durchaus noch in der Lage ist, zu lauter und schneller Musik zu tanzen. Diesmal überraschten sie mit einer Reise durch die Filmwelt und einer Hommage an den Wilden Westen, auf die selbst Lucky Luke und Winnetou stolz gewesen wären.
Ein großes Bühnenbild warf seine Schatten voraus auf das, was die Prinzengarde zu bieten hatte. Wieder einmal mit einer Einlage der Extraklasse aus der Feder von Prinz Tobi I. und Max Heidrich, die dem Publikum die Lachtränen in die Augen trieb. So sollte sich Brohlia aus den zuvor vom König ausgewählten Kandidaten einen Ehemann aussuchen. Mit Witz und Klamauk wählte sie schließlich ihren Prinzen.
Der abschließende Besuch des Stadtsoldaten-Corps Remagen komplettierte die Vertreter der Rheinschiene. Zum Finale brachten sie mit Kölsche Tön noch einmal den Saal zum Tanzen, so dass die Gäste gut gelaunt zur anschließenden After Session Party übergehen konnten, die bis in die frühen Morgenstunden andauerte. BA
