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Anne-Frank-Realschule plus“ Montabaur

„Bunter Abend“ begeisterte

Schülerinnen und Schüler, sowie das Lehrerkollegium boten Unterhaltung vom Allerfeinsten

17.06.2019 - 14:35

Montabaur. Wow, was war denn da in Montabaur los? Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehens der Anne-Frank-Realschule plus (AFRS+) in Montabaur fand ein bunter Abend statt, den man auch „Ein Kessel Buntes“ hätte nennen können. Was die Schülerinnen und Schüler, sowie das Lehrerkollegium, auf die Bühne in der gut besuchten Aula der AFRS+ dem staunenden Publikum boten, war Unterhaltung vom Allerfeinsten. In der Zusammenfassung kann diese Veranstaltung, ohne zu übertreiben, Comedy-Zirkus-Musical-Varieté-Tanz-Sport- und Rock-Show genannt werden. Alle die genannten Beschreibungsmerkmale erfüllte der unterhaltsame Abend auf hohem Level, wobei die Protagonisten, die Schüler und die Lehrer, zu einem harmonischen Gesamtbild verschmolzen. Alle Darsteller zeichnete die reine Spielfreude aus, wobei der Funke zwischen Bühne und Publikum schnell übersprang. Von der Bühne aus wurde ein regelrechtes Feuerwerk abgebrannt, welches auf die Besucher niederprasselte. Zwischen den einzelnen Programmpunkten kam man kaum zum Luftholen, in der Aula wurde laut gelacht, geklatscht und auch mitgesungen, teilweise kam die aufgeräumte Stimmung einer Karnevalssitzung gleich.


Programm ohne Fehl und Tadel riss das Publikum mit


Die beiden charmanten Moderatorinnen des Abends, Beate Malinowsky und Ulrike Lüken, schafften spielerisch den Einstieg in das Programm, in dem sie die Gäste musikalisch in vielen Sprachen der Welt begrüßten. Ansonsten führten sie gekonnt und kurzweilig durch das umfangreiche Programm, welches mit der Interpretation des Liedes „Zeugnistag“ von Reinhard Mey begann, vorgetragen von Sven Albert und Thomas Eberth. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen sieben bis zehn wirbelten danach bei einer „Square Dance-Show“ über die Bühne, bevor Tommy Heinrich bei seinem Sketch „Digitale Zukunft“ an „Alexa“ verzweifelte. Die Sprachbox wusste einfach immer alles besser und trieb den verzweifelten Lehrer an den Rand eines Nervenzusammenbruchs. Nach einem spanischen Tanz zu „Con Calma“ von Schülern der Klasse 10b, rockten mehrere Lehrerinnen und Lehrer die Bühne. Bezeichnenderweise nannte sich die bunt zusammengewürfelte Band „Psycho Teachers“, die ein Medley bekannter Hits und Chart – Breaker stimmgewaltig, begleitet von Keyboard, Drums und Bass-Guitar, zum Besten gaben. Karnevalsstimmung kam auf, als Maria George und Annika Sous unter dem Titel „Bunter Tanz“ einen Gardetanz vorführten, der beiden im Blut liegt, da sie jeweils Solo-Funkenmariechen in den Karnevalsvereinen Montabaur und Eschelbach sind.

Nun folgte der unbestrittene Höhepunkt des Abends, von allen Besuchern und Darstellern neidlos anerkannt: Jason Goldman, ein Amerikaner, der für ein Jahr an der AFRS+ unterstützend Englisch lehrte. In schmuckem Dirndl, unter dem die behaarten Beine hervorlugten, dazu mit High Heels und blonder Perücke ausstaffiert, mimte er Helene Fischer. Zu „Atemlos durch die Nacht“ wirbelte er über die Bühne, trällerte mit piepsiger Stimme den Hit, tanzte dazu, benötigte die ganze Bühne, um Raum für seine Show zu haben. Jubelnder Beifall dankte der Helene (Jason), doch ohne Zugabe wurde er nicht entlassen. Obwohl ziemlich ausgepumpt, haute Jason noch einen raus: „Paparazzi“ von Lady Gaga. Vor der Pause betraten zwei Lehrer die Bühne, mit nacktem Oberkörper, auf denen ein Gesicht mit übergroßem Mund gemalt war, über den Köpfen einen Karton gestülpt, pfiffen sie zur Musik von Ilse Werner ein Lied, welches ebenfalls von den Besuchern mit Begeisterung aufgenommen wurde.

Nach der Pause ging es Schlag auf Schlag weiter: Schüler der Klassen 6b, 8a und 8b führten den Tanz „Colourful Passion“ auf, bevor die Sportklasse 6c einen atemberaubenden Auftritt auf mehreren Trampoline hinlegte. Vier Lehrer befassten sich anschließend in einem gesanglichen Sketch, der das Thema Müll und Müllvermeidung zum Inhalt hatte. In Schwarz und Weiß gekleidet führten Schüler der Klasse 6b zu „Black & White von Michael Jackson einen Showtanz vor, danach wurden die Schüler/innen der Klasse neun gefeiert, als sie mit Hiphop-Musik die Besucher zum Mitklatschen animierten. Die Sozial-AG, unter der Leitung von Dieter Große-Heilmann, dem pädagogischen Koordinator der Schule, malte innerhalb von wenigen Minuten ein Portrait von Anne Frank, sowie die Stadtsilhouette von Montabaur, auf ein großes Banner. Während des Malens zeichnete Dieter Große-Heilmann sich als Jongleur von internationaler Klasse aus. Das Schlusswort lag bei Ernst Carstensen, dem überglücklichen Direktor der AFRS+, der sich bei allen Akteuren für den gelungenen Abend bedankte, kleine, süße Geschenke verteilte, um dann die Bühne für das Schlussbild freizugeben. Alle Akteure des Abends wurden auf die Bühne gebeten, wo sie sich vom Publikum mit dem Charity-Hit „We are the world“ verabschiedeten, und den brausenden Beifall der zufriedenen, und dankbaren Besucher, entgegennehmen durften. Anlässlich des Jubiläums hatte die Schule ein Programm geboten, das pure Begeisterung auslöste, da alle an einem Strang zogen. Die spürbare Harmonie zwischen Schülern und der Lehrerschaft war sicherlich ein Garant für den Erfolg des „Bunten Abends“, der ganz bestimmt noch lange für Gesprächsstoff sorgen wird.

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Kommentare
Antje Schulz:
Wie wäre es, wenn die AfD Rheinland-Pfalz Herrn Bleck mal zu einem Kurs in Organisation, sowie Anstand und Benehmen schickt?
Stefan Knoll :
Angesichts der Tatsache, daß der AfD-Bundestagsabgeordnete Andreas Bleck seine Teilnahme an der Schulveranstaltung noch nicht einmal abgesagt hat, stellen sich folgende Fragen: 1. Hat der AfD-Bundestagsabgeordnete Andreas Bleck ein Organisationsproblem? 2. Hat es der AfD-Abgeordnete Bleck nicht nötig eine Veranstaltung in einer Schule zu besuchen? 3. Hat der AfD-Abgeordnete Bleck keine Lust auf eine Schulveranstaltung wie "70 Jahre Grundgesetz"?
Patrick Baum:
Die AfD Rheinland-Pfalz blamiert sich nahezu täglich aufs Neue. Daß der AfD-Bundestagsabgeordnete Andreas Bleck aus Altenkirchen die Veranstaltung in der Schule noch nicht einmal abgesagt hat, ist ein No-Go. Und dieser Herr Bleck wollte einmal Lehrer werden. Nach fast 20 Semestern Lehramtsstudium hat Herr Bleck die Universität ohne Abschluß verlassen. Zudem hätte Blecks Mitarbeiter Jan Strohe aus Nordhofen bei Selters die Veranstaltung absagen können. Strohe ist Kreisvorsitzender der AfD Westerwald und hat enge Kontakte zum extrem rechten Justin Cedric Salka aus Hachenburg.
Uwe Klasen:
Wenn Physik auf Wunschdenken trifft, gewinnt die Realität. So haben die Stromnetzbetreiber aus Deutschland, Österreich, Tschechien und der Schweiz bekannt gegeben, dass sie ab 2021 den Ladestrom an privaten Ladestationen beschränken (möchten), damit es zu Spitzenzeiten nicht zur Überlastung der Verteilernetze kommt.
Uwe Klasen:
Dazu Peter Adel:"Apologeten der Energiewende wollen noch viel mehr Windräder. Doch je dichter die übers Land verteilt sind, desto mehr bremsen sie sich selbst aus. Der Wind wird regelrecht verbraucht. Das hat auch Folgen fürs Klima, weil bei weniger Wind die Niederschläge abnehmen. Erzeugt die Windkraft womöglich die Dürren, die sie eigentlich verhindern soll? Trotz der weitreichenden Folgen hat das offenbar niemand richtig erforscht."
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