Burg Morenhoven wurde zur Hofburg des Dreigestirns
Burgerstürmung durch die Tollitäten bei strahlendem Wetter
Morenhoven. Es war ein besonderes Erlebnis, eine Burgerstürmung auf einer echten Burg mitzuerleben. Und das auch noch bei sommerlichen Temperaturen.
So geschehen am vergangenen Samstag in Morenhoven auf der Burg von Burgherrn Franz von Jordans.
Das Morenhovener Dreigestirn Prinz Norbert I., Bauer Bernie I. und Jungfrau Rieke I. hatte zum Tollitätenempfang eingeladen. Und zwar in das ehrwürdige Gemäuer der Burg Morenhoven.
Um elf Uhr morgens versammelten sich die geladenen Tollitäten aus Swisttal und Rheinbach.
Tollitäten aus Swisttal und Rheinbach zu Gast
Aus Buschhoven Prinz Dieter I. und Prinzessin Dorothea I., aus Odendorf Prinz Christoph I. und Prinzessin Ricarda I., aus Dünstekoven das Dreigestirn Prinz Ivonne I., Bauer Annette I. und Jungfrau Marita I..
Aus der Kernstadt Rheinbach konnte das Dreigestirn Prinz Sigur I., Bauer Sabino I. und Jungfrau Petra I. begrüßt werden. Aus Oberdrees war das Prinzenpaar Norbert I. mit Prinzessin Birgit I. und der Kinderprinzessin Lucie I. angereist. Das Wormersdorfer Dreigestirn Conny I., Bauer Achim I. und Jungfrau Antonia I. hatte auch das Kinderprinzenpaar Lucas-Meikel I. und Paula I. mitgebracht. Die weiteste Anreise hatte das Prinzenpaar Georg I. und Sibille I. aus der Rheinbacher Höhengemeinde Queckenberg.
Das Morenhovener Damenkomitee Rotkelchen, das ein fester Bestandteil des Morenhovener Karnevals ist, wurde durch die Damen und ihre Vorsitzende Angelika Mulsow vertreten.
Bei strahlendem Sonnenschein hatten es sich die Tollitäten im Innenhof der Burg bei kühlen Getränken und ausreichend Leckereien gemütlich gemacht. Prinz Norbert begrüßte die Gäste mit dreimal „Morenhoven Alaaf“ und einmal „Helau“ für das Dreigestirn aus Dünstekoven.
Franz von Jordans stellte seine Burg zu Verfügung
Der Burgherr der Burg Morenhoven, Franz von Jordans, war einfach überwältig von der bunten Schar der Tollitäten und ihrem Gefolge.
„Wir haben schon immer im Dorf das Brauchtum unterstützt. Das gilt auch für die Junggesellen, denen wir jedes Jahr das Gelände kostenlos überlassen. Bei denen bin ich selber Ehrenmitglied“, erklärte von Jordans. Im Übrigen habe es einen solchen Tollitätenempfang vorher nur zweimal gegeben. Einmal als er selber das Amt des Prinzen in Morenhoven innehatte und den zweiten Empfang beim Kinderprinzen Clemens Maurice. Der Tollitätenempfang in diesem Jahr habe den Hintergrund der Freundschaft zum Prinzen Norbert und die direkte Nachbarschaft zum Bauern Bernie aus dem Dreigestirn, so der Burgherr.
Dorf-Lied ging unter die Haut
Auch der stellvertretende Vorsitzende, Markus Klein, der KG Morenhoven war mit der Veranstaltung sehr zufrieden. In diesem Jahr hängt alles an dem 44-jährigen, der seit 43 Jahren mit im Karnevalszug dabei ist und den Zugleiter stellt, da er auch noch den Vorsitzenden vertreten muss.
Der hat nämlich in diesem Jahr keine Zeit, da er die Jungfrau im Dreigestirn ist.
Ein besonderes Gefühl machte sich zum Schluss des Tollitätentreffens breit. Das Morenhovener Dreigestirn stimmte sein Sessionslied an, „Ich möch zu Foos ins Dörb he jonn“, zu der Melodie des Hits „Ich mööch zo Foos noh Kölle jonn“. Hierzu zog die Jungfrau Rieke ihre Mundharmonika unter ihrem Rock hervor und spielte den Refrain mit, was eine besonders gefühlvolle Einlage war.
„Wir danken allen, die uns bis hierher unterstützt haben. Hierzu zählen auch die, die uns heute mit kühlem Nass und leckeren Speisen versorgt haben. Ein besonderer Dank gilt unserem Franz von Jordans als Burgherr, der uns seine Burg heute für diesen Empfang zur Verfügung gestellt hat. Hierfür verleihen wir ihm unseren Sessionsorden“, freute sich Prinz Norbert mit seinen beiden Mitstreitern.
Jungfrau Rieke I. aus Morenhoven begleitete das Dorflied mit der Mundharmonika.
Tollitätenschar mit Burgherr Franz von Jordans im Sonnenschein auf dem Burghof. Fotos: EICH
