Allgemeine Berichte | 07.08.2016, 12:00 Uhr

Tierschutzverein Andernach u.U. e.V.

Chippen erspart viel Kummer

Das Chippen von Haustieren ist extrem wichtig für das Auffinden der Besitzer

Maro kam ungechippt ins Tierheim. privat
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Andernach. In der Ferienzeit, aber leider auch während des ganzen Jahres, werden häufig Hunde und Katzen als Fundtiere im Tierheim Andernach abgegeben.

Deshalb startet das Tierheim Andernach einen Aufruf an alle Tierbesitzer, Hund oder i Katze chippen zu lassen. Besitzer ersparen sich, jedoch vor allem ihren geliebten Samtpfoten und Fellnasen viel Stress und Angst. Auch die häuslichste Wohnungskatze kann einmal entwischen. Nicht, weil es ihr in ihrem Zuhause nicht mehr gefällt. Die bunte Umwelt sowie Nachbarkatzen laden zu einem kurzen Spaziergang durch eine offene Tür oder ein nicht verschlossenes Fenster ein. Auch der gehorsamste Hund, der es gewohnt ist ohne Leine draußen herumzutollen und jedem Rufen zu folgen, vergisst schon einmal seine gute Erziehung. „Das macht meine Katze nicht“, oder „Das hat mein Hund noch nie gemacht“, sind Antworten, die allzu oft zu hören sind. Manchmal sind es plötzliche Außengeräusche wie ein lauter Knall, die ein Tier panikartig in die Flucht treiben. Manchmal löst das andere Geschlecht das Herumstromern aus. Überrascht, ohne Möglichkeit noch selbst einzugreifen, sind Hund oder Katze verschwunden.

Dann sind die Sorgen und die Angst um das Haustier groß. Wer weiß in einem solchen Fall schon, was seinem Liebling alles passiert ist. Wenn das Tier Glück hat, wird es von aufmerksamen Menschen ins Tierheim gebracht.

Dort wird dann ein vorhandener Chip ausgelesen und es erfolgt sofort eine Benachrichtigung des Tierbesitzers. Sollte das Tier verletzt sein und zum Tierarzt gebracht werden, wird entsprechend gehandelt. Leider kommt es auch immer wieder vor, dass der Hund oder die Katze bei ihrem Ausflug draußen im Straßenverkehr getötet werden. Eine solche Meldung erreicht in der Regel die Polizei, die Feuerwehr oder das Ordnungsamt. Sie haben auch ein entsprechendes Lesegerät und sorgen dafür, dass nach einem Chip gesucht wird. Wenn es auch eine traurige und schmerzende Nachricht ist, die in einem solchen Fall dann überbracht wird, so tröstet doch der Gedanke, dass das geliebte Haustier nicht vielleicht irgendwo verängstigt, halb verhungert oder gequält seine verbleibenden Tage durchleiden muss.

Kürzlich brachte eine verantwortungsbewusste Frau einen Hund ins Tierheim Andernach. Sie hatte ihn in Nickenich herrenlos gefunden, zu schwach, um noch zu laufen. Der Chip wurde ausgelesen und die Daten telefonisch erfragt, sodass der Besitzer umgehend seinen geliebten Hund abholen konnte. Wer erinnert sich nicht noch an die Geschichte des Katers Findus, der im Tierheim Andernach als Fundtier abgegeben worden war.

Nach einer Odyssee von 16 Monaten und 80 Kilometer von seinem alten Zuhause entfernt konnte der Kater wieder in die Obhut seiner glücklichen Besitzer gegeben werden. Dank einer Registrierung hatte alles ein gutes Ende gefunden.

Chippen ist der bestmögliche Schutz, den übrigens auch jede Wohnungskatze braucht. Das Chippen seines Haustieres sollte für jeden Tierfreund eine Selbstverständlichkeit sein. Maro, der schwarze Kater und Marquis, der getigerte Kater waren beide nicht gechippt, als sie ins Tierheim Andernach gebracht wurden. Nun wird ein neues Zuhause gesucht. Informationen: E-Mail: info@tierhein-andernach.de Spendenkonto: KSK Mayen – IBAN DE97 5765 0010 0020 0054 43.

Chippen erspart viel Kummer

Maro kam ungechippt ins Tierheim. Fotos: privat

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