Allgemeine Berichte | 11.10.2017, 08:07 Uhr

Totgesagte leben länger

Chor „Donum Dei“ feierte 30-jähriges Jubiläum

Bei Gründung war dem Chor eine schnelle Auflösung prophezeit worden

Der Chor bereichert Messen, Feiern und Veranstaltungen mit einer ausgewogenen Musikmischung, hier beim Jubiläumskonzert in St. Georg Fritzdorf.CEW
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Wachtberg-Fritzdorf. Die als junger Chor gegründete Gemeinschaft „Donum Dei“ feierte am 1. Oktobersamstag 2017 ihr 30-jähriges Jubiläum mit einem Konzert in der Sankt Georg Kirche in Fritzdorf. Eigens zu diesem Anlass hatte sich der Chor zur Melodie von „Wer hat an der Uhr gedreht?“ einen originellen Text einfallen lassen, der das Schaffen und die Sangesfreude der Menschen in ihm skizzierte. „30 Jahre sind kein Traum“, sangen die gut abgestimmten Frauen- und Männerstimmen in ihrem individuellen Text. Besonders amüsant ist diese Zeile mit Blick auf die Tatsache, dass die Meisten dem Chor bei seiner Gründung vor 30 Jahren eine sehr kurze Lebenszeit vorausgesagt hatten. „Zu modern!“, hatte man abgewunken und prophezeit, die Gemeinschaft der Singenden würde sich binnen eines halben Jahres wieder auflösen. Umso schöner ist es, dass der 1987 gegründete Chor nunmehr seit 30 Jahren Feste, Gottesdienste und die Dorfgemeinschaft bereichert.

Der Chor, dessen Name in der Übersetzung „Geschenk Gottes“ bedeutet, singt und interpretiert nicht nur geistliche, sondern auch weltliche Lieder, gleichgültig ob in deutscher, englischer oder lateinischer Sprache. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den sogenannten NGL’s, den neuen geistlichen Liedern, die manchem vor 30 Jahren zu modern vorkamen. Dem damaligen Jugendchor waren die alten Weisen zu angestaubt gewesen. Deshalb hatte man sich in der neueren Musikszene umgeschaut und entsprechende Stücke eingeübt. Sieben Sängerinnen und Sänger brachten damals unter der Leitung von Angelika Bellinghausen und Carola Bennerscheid ihre Stimmen zu Gehör. Die seinerzeit bescheidene Anzahl an Sängerinnen und Sängern ist mittlerweile auf 26 aktive Mitstreiter angewachsen. Die gute Gemeinschaft zeigt sich auch darin, dass sich unter den jetzigen aktiven Stimmen alleine zehn befinden, die seit über 20 Jahren dabei sind. Im Laufe des letzten Jahres sind zudem weitere drei Chormitglieder hinzugekommen.

Anja Ziegelmeier, seit 1989 Leiterin des Chors „Donum Dei“, schätzt besonders, „in der Gemeinschaft an einem Projekt zu arbeiten, Spaß am Singen zu haben, Wort und Text in Zusammenhang zu bringen und diese mit dem Publikum zu teilen“. In eben dieser Gemeinschaft fühlen sich die Sängerinnen und Sänger offenbar sehr wohl, denn man findet auch heute, nach 30 Jahren, unter den Aktiven immerhin noch drei Gründungsmitglieder. Aber der Chor sei nicht nur eine Zweckgemeinschaft, war von der Leiterin zu hören. Das Miteinander stehe im Vordergrund und gebe vielen Mitgliedern auch in krisenbehafteten Lebenssituationen Halt.

Zu hören war an diesem besonderen Abend im Oktober ein neues NGL-Medley mit Liedauszügen von Gregor Linßen, Eugen Eckert, Horst Christill und Marco Frisina. Außerdem brachte ein Stück Suaheli, Amani Utupe von Patsy Ford Simms, exotische Klänge in die Akustik der Kirche. Die Klassiker „Coming Home“ von Jay Althouse und „We Are the World“ von Lionel Ritchie und Michael Jackson sowie „Sealed with a Kiss“ von Peter Udell und Gary Geld erklangen ebenso mitreißend wie „Stand by me“, „California Dreaming“ und „Top of the World“. Das Traditional „Oh Happy Day“ schloss das Konzert schwungvoll ab, bevor ein letztes Mal „Wer hat an der Uhr gedreht?“ ertönte.

Wer sich für eine Mitgliedschaft in dem regen Chor interessiert, findet umfangreiche Informationen auf der Homepage des Chors unter http://www.chor-donumdei-wachtberg.de/. Auch ungeübte Stimmen sind willkommen, weil sie sich unter der fachkundigen Leitung im Regelfall schnell in das Repertoire des Chores einbringen und gut mitsingen können.

Chorleiterin Anja Ziegelmeier führt den Chor durch das gelungene Konzert.

Chorleiterin Anja Ziegelmeier führt den Chor durch das gelungene Konzert.

Der Chor bereichert Messen, Feiern und Veranstaltungen mit einer ausgewogenen Musikmischung, hier beim Jubiläumskonzert in St. Georg Fritzdorf.Fotos: CEW

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