Allgemeine Berichte | 12.07.2017

Romantische und witzige Töne im „Château Merl“

Chorgemeinschaft „Die Brücke“ präsentierte Jubiläumskonzert

Über 110 Zuhörer genossen den Abend mit alten Meistern, Hits der letzten Jahrzehnte und romantischen Kompositionen

Chorleiterin Claudia Nachtsheim leitet den Chor seit nunmehr fünf Jahren.CEW

Meckenheim. 40 Jahre alt und kein bisschen leise präsentierte sich der Chor „Die Brücke“ im Château Merl. Peter Milzlaff dankte den Gastgebern und begrüßte Bürgermeister Bert Spilles, Ortsvorsteher Michael Sell und Ehrenbürgerin Frau Meyer zu Drewer. Als Moderator skizzierte er humorvoll das Werden des Chors bis zum heutigen Tage und übergab das Wort an den Bürgermeister. Als Freund kultureller Ereignisse lobte er die aktiven Sänger auf der Bühne, aber auch die vielen Hände, die im Hintergrund immer wieder dafür Sorge tragen, dass solche Veranstaltungen gelingen und Meckenheims Kulturangebot bereichern. Wer geglaubt hatte, der Chor sei mit dem Alter ruhiger geworden, hatte sich geirrt. Statt leiser Töne hörte das Publikum eine gelungene Mischung aus Hits, Umdichtungen, Klassikern und Romantischem. Zu hören war die deutsche Variante von „Que sera, sera“, nämlich „Was kann schöner sein“ von Ray Evans und Jay Livingston. Von Johann Steuerlein gaben die Sängerinnen und Sänger ein Stück aus der Jahrhundertwende 1500/1600 mit dem Titel „Mit Lieb bin ich umfangen“. Es folgte mit Nico Heinrich als Tenor „Die Liebesbotschaft“ von Franz Schubert und danach „Du passt so gut zu mir, wie Zucker im Kaffee“, von Nikolaus Brodsky, aus der Vorkriegszeit des 20. Jahrhunderts. Mit „Lebewohl, Morgen muss ich fort von hier“ aus der Feder von Friedrich Silcher folgte ein älteres Stück, das im 19. Jahrhundert datiert ist. Viel Schwung war anschließend bei einem Hit zu hören, der auch der mittleren Generation aus Zeiten der Hitparaden (hier 1964) noch im Ohr sein wird: „Liebeskummer lohnt sich nicht“, von Christian Bruhn. So gestaltete sich der Abend weiter in einem guten Wechsel von Stücken, deren Entstehungsdatum vor 1900 liegt und bekannten Stücken verschiedener Couleur wie „Die kleine Kneipe“, „In unserem Veedel“, „Ich war noch niemals in New York“, „Chiantilied“ und „Unsere Stammbaum“. Als Zugabe bot die 30-köpfige Truppe den individuell umgedichteten „Brücke-Tango“, deren Text man im Jubiläumsheft nachlesen konnte.

Stimmkräftiges Ensemble: ein Ort der Integration

Der Chor, der vor 40 Jahren von einer kleinen Gruppe gegründet wurde, zählt heute dreißig aktive Sängerinnen und Sänger. Ziel war ursprünglich, in der in den 70er Jahren schnell wachsenden Stadt ein Ort des Kennenlernens, der Integration zu schaffen. Auch heute noch funktioniert der Chor genauso. Gemeinsam ist allen Mitgliedern die Liebe zum Gesang und zur Musik. Gleichzeitig ist man aber auch zu einem guten Team zusammengewachsen, man unternimmt viel gemeinsam und pflegt ein freundschaftliches Miteinander. Seit fünf Jahren probt der Chor unter der Leitung von Claudia Nachtsheim, die ihre Kenntnisse als Stimmbildnerin von Anfang an sehr zum Vorteil des Chors in die Gemeinschaft eingebracht hat. So war am Jubiläumsabend ein stimmkräftiges Ensemble mit einem abwechslungsreichen Programm zu hören, das mit einem ungewöhnlich langen Abschlussapplaus geehrt wurde. Dass der Chor auch außerhalb dieses Jubiläumskonzerts in Meckenheim sehr erfolgreich ist, ist an den vielen Aktionen abzulesen, die er durch seine Auftritte bereichert. Zu hören war er in der Vergangenheit beim Mai-Ansingen, dem Dorffest, bei „Musik zur Marktzeit“, beim Frühlingsfest, dem Weihnachtsmarkt und natürlich bei den Weihnachtskonzerten im „Merler Dom“. Wer sich für eine Mitgliedschaft oder das Schaffen des Chores interessiert, findet Informationen unter https://www.meinchor.de/bruecke-merl/aktuell.htm.

Chorgemeinschaft „Die Brücke“ präsentierte Jubiläumskonzert

Foto: Chris Weber

Chorgemeinschaft „Die Brücke“ präsentierte Jubiläumskonzert

Foto: Chris Weber

Chorleiterin Claudia Nachtsheim leitet den Chor seit nunmehr fünf Jahren.Fotos: CEW Foto: Chris Weber

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