Vorstellung der Künstlerin Christel Lenzgen
Christel Lenzgen ist ein kreatives Kind des Brohltals
Die vielseitige Künstlerin hat viel mehr zu bieten als schöne Heimatbilder
Niederzissen. Wer Christel Lenzgen in ihrem Atelier in Niederzissen besucht, spürt sofort, dass hier bodenständige Tradition und kreative Gestaltungsvielfalt eine künstlerisch produktive Verbindung eingegangen sind. Als Kind des Brohltals wuchs Lenzgen in Sichtweite der imposanten Burg Olbrück auf. Hier ist sie verwurzelt, seit ihrer Kindheit fasziniert und inspiriert von der vulkanisch geprägten Naturlandschaft. Das bezaubernde Rodder Maar liegt in Fußweite, mehrmals täglich kämpft sich der Vulkan Express unüberhörbar von Brohl über Niederzissen bis zur Endhaltestelle Engeln hinauf. Für Lenzgen sind auch der Laacher See, das Kloster Maria Laach und die Steinbrüche der Umgebung eine Quelle der Inspiration. Die sattgrünen Wiesen bieten Pflanzen eine Heimat, die anderswo längst ausgestorben sind, viele Tiere lassen sich noch aus der Nähe in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Und immer wieder die Burg Olbrück. Künstlerglück, wenn Natur und Geschichte Anregungen auf einem goldenen Tablett servieren. Nach mehreren Ausstellungen in ihrer Heimat, aber auch u.a. in Aachen und Köln, beteiligt sich Christel Lenzgen seit drei Jahren an Gemeinschaftsausstellungen der Berliner Galerie 80 am Prenzlauer Berg. Ihre realistische Kunst, mit der sie regionale Motive in Acryl, Öl oder als Aquarell auf die Leinwand bringt, kommt beim kunstsinnigen Großstadtpublikum gut an. Trotzdem lässt sich Lenzgen keineswegs in das Klischee der romantischen Heimat-Malerei pressen.
Christel Lenzgen verarbeitet natürliche Materialien
Lenzgen verarbeitet Baumaterial wie Sand, Gips und Holz, die ihren Werken Plastizität und Tiefe verleihen. Die Liebe zu natürlichen Materialien und ihre Vorliebe, Figuren und Landschaften mit dem Bleistift zu skizzieren, bevor sie an die Ausgestaltung geht, führt sie selbst auf ihren frühen Berufswunsch zurück. „Ich wollte eigentlich Bauzeichnerin werden, aber mein Vater war Bauarbeiter. Für ihn undenkbar, dass Mädchen am Bau arbeiten.“ In den 60er Jahren noch eine weit verbreitete Meinung, der sich Christel Lenzgen fügt. Stattdessen absolviert sie eine Banklehre, arbeitet in der Mayener Niederlassung der Kreissparkasse und macht die Kunst zum Hobby. Bis sie auf Alexander von Baer aufmerksam wird. Bei ihm lernt sie in den 90er Jahren das Aquarellieren. Sie verschafft sich weitere Kenntnisse in der Öl- und Acrylmalerei, tut sich mit anderen Künstlern zusammen und wird eine der Mitbegründerinnen der Künstlergilde Brohltal. 2003 eröffnet sie ihr Atelier im Bahnhof Niederzissen. Später trennen sich die Wege der beteiligten Künstler, Lenzgen übernimmt die Pflege des Vaters, geht in den Ruhestand und künstlerisch eigene Wege. Sie gibt selbst Malunterricht und setzt ihren künstlerischen Weg fort.
Ein Kunstwerk zu erschaffen braucht seine Zeit
Auch wenn Christel Lenzgen oft schon vor dem ersten Pinselstrich eine konkrete Vorstellung hat, wie ein Bild am Ende aussehen wird, überlässt sich manchmal ganz einem kreativen Gestaltungsrausch mit ungewissem Ausgang. Dann legt sie einfach eine weiße Leinwand auf den Boden, wählt eine Farbe und spritzt diese mit einem großen Pinsel auf den Rahmen. Und wartet. Manchmal Wochen, manchmal Monate. Irgendwann, so Lenzgen, „sehe ich plötzlich Augen in dem Farbklecks, die ich vorher nicht gesehen habe. Oder eine Struktur, die verborgen war. Ich lasse das auf mich wirken, bis langsam eine Idee heranreift.“ Es braucht viel Zeit, um eine Landschaft wie das Brohltal zu schaffen. Und manchmal braucht es auch Zeit, um ein Kunstwerk zu erschaffen.
Wer Christel Lenzgens Ausstellungen und ihr Atelier in Niederzissen besucht, stößt dort auf viele unentdeckte Schätze, die es wert sind, entdeckt zu werden.
Informationen zur Künstlerin findet man im Internet: http//www.atelier-christel-lenzgen.de, Tel. (0 26 38) 01 99
Atelier: Espelsweg 17, 56651 Niederzissen.
Besuche sind jederzeit nach telefonischer Absprache möglich.
Eine Gruppe Musiker.
