Allgemeine Berichte | 11.09.2017

Selber gemacht: Reformation beim Jugendfestival

Cocktails und Mitternachtsgottesdienst

Junge Leute stehen ein für Authentizität

Die Eröffnung des Jugendreformationsfestivals.Steffen Dabronz

Neuwied/Niederhonnefeld. Gute gemeinschaftliche Vorbereitung und ein ganzes Freibadgelände für viel Freiheit und Kreativität: Das Jugendreformationsfestival des Kirchenkreises Wied im Naturschwimmbad Niederhonnefeld ist mit rund 100 Teilnehmenden großartig gelungen.

Das Festival gab jedem Raum, das zu machen, worauf er oder sie wirklich Lust hatte - mit Leuten, die man mag. So beschrifteten die Jugendlichen Stofftaschen mit den Zeichen, die für sie selbst wichtig waren; sie verzierten Lampions und standen Schlange für ein Henna-Hand-Tatoo von Lena Buchstäber. So warf die Gruppe, die die Predigt vorbereitete, die ursprünglich vorgesehene Bibelstelle kurzerhand über den Haufen für eine in diesem Moment passendere: Sie erinnerten mit dem Markusevangelium daran, dass Jesus sich mit den Kindern eingelassen und sie besonders gesegnet hat. Die jungen Leute um Teamerin Joline Marmé zeigten: Wir sind ein Segen, wenn wir uns genau so ausdrücken, wie wir sind.

Sei Teil der Reformation

Darin verwirklichte sich Reformatorisches für Pfarrer Patrique Friesenkothen, der das Festival zusammen mit Jugendreferentin Petra Zupp geleitet hat: „Es war für alle schön, mit Leuten zusammen zu sein, die sich auch zu Gott bekennen. Die Jugendlichen bekommen sonst vom Mainstream nicht immer positive Reaktionen, wenn sie das tun.“ Das Schlagwort #bepartofreformation (Sei Teil der Reformation) begleitete alle Aktivitäten - auf den Festivalbändchen ums Handgelenk, den Team-Shirts, der Deko und als Kennzeichnung von Fotos in den sozialen Medien. Mit einer Plakatwand voller Statements unterstützte das Festival die Jugendaktion des Bistums Trier „Wir gegen Rassismus“.

Mitternachtsgottesdienst als Höhepunkt Vielköpfiges Organisationsteam

Natürlich gehörten auch Grillen, Chillen und Badespaß zum Programm - das zentrale Happening des Festivals war jedoch der Mitternachtsgottesdienst. Ein Lichtkreuz markierte den Altar. Dazu wehten auf bunte Fähnchen geschriebene Gebete und wurden Bitten im Taschenlampenlicht vorgelesen. Die schön geschmückte Bar stimmte mit alkoholfreien Cocktails darauf ein, danach feierten und tanzten die Jugendlichen zum Beat der Light and Disc Jockeys Mario Kern und Paul Hoffmann, bevor sie für eine kurze Nacht in die Schlafsäcke krochen.

Vorbereitet und getragen wurde das Festival von einem rund 20-köpfigen Team aus hauptamtlichen Mitarbeitenden und Jugendlichen aus dem ganzen Kirchenkreis Wied: Pascal Ambros, Mona Bast, Marcel Boden, Lena Buchstäber, Tjark Burbach, Steffen Dabronz, Luca Ebel, Waltraud Franzen, Patrique Friesenkothen, Tanja Hoffmann-Lehnert, Meike Kloose, Katrin Koelmann, Stephanie Linnig, Joline Marmé, Jana Puderbach, Max Rosenberg, Ramona Schleifer, Alena Stein, Angela Wessel, Jana Wessel, Petra Zupp. „Jeder wusste, was er machte:“ Die Jugendreferentin ist von der guten und gelassenen Zusammenarbeit bei diesem Projekt so angetan, dass sie das Jugendfestival gerne wiederholen möchte. „Themen gibt es genug, und unsere Jugendlichen sind wirklich ein Pfund!“

Auch Chillen war angesagt.

Auch Chillen war angesagt.

Die Gebetsfahnen beim Jugendreformationsfestival.

Die Gebetsfahnen beim Jugendreformationsfestival.

Badesspass gehörte auch dazu.

Badesspass gehörte auch dazu.

Das Lichtkreuz beim Mitternachtsgottesdienst.

Das Lichtkreuz beim Mitternachtsgottesdienst.

Die Eröffnung des Jugendreformationsfestivals.Fotos: Steffen Dabronz

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