Allgemeine Berichte | 22.06.2020

Neuer Masterstudiengang zur Gesundheitspflege der PTHV

„Community Health Nursing“ bietet große Chancen

Vallendar. Zum kommenden Wintersemester geht an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) der neue und zukunftsorientierte Studiengang „Community Health Nursing für primäre und kommunale Gesundheitspflege“ (CHN) an den Start. Die PTHV ist eine von drei Hochschulen in Deutschland, die von der Robert Bosch Stiftung (RBS) einen Finanzierungsanschub dazu erhalten haben und vom Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) unterstützt werden. Am 18. Juni 2020 fand die international besetzte „CHN Meilensteinkonferenz“ virtuell statt, die von der RBS gemeinsam mit dem DBfK durchgeführt wurde. Mehr als 200 Interessierte aus dem In- und Ausland und aus unterschiedlichen Bereichen des Sozial- und Gesundheitswesens, wie z.B. Krankenkassen, Kommunen, Pflegedienste und -einrichtungen, Krankenhäuser, Ärzteorganisationen, wissenschaftliche Institutionen, Träger und Verbände, nahmen teil. „Gemeinsam stellen wir uns den großen Herausforderungen der Gesundheitsversorgung im sozialen Wandel und haben ein innovatives Studienprogramm entwickelt“, bestätigt Prof. Dr. Frank Weidner, Studiengangsleiter des neuen CHN-Studienangebotes an der PTHV.

„Die Absolventen des CHN-Masterstudiengangs haben beste Berufsaussichten, denn sie werden dringend benötigte Beiträge in Kommunen, Gesundheitszentren oder Ärztenetzwerken leisten“, sagt Prof. Weidner.

Auf der virtuellen Konferenz gab es Einblicke in das Arbeitsfeld von Community Health Nurses etwa in Finnland. Dort initiieren entsprechend studierte Pflegefachpersonen für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen gezielte Gesundheitsförderungsprogramme. Sie sind dort für die Menschen nicht selten die erste Anlaufstelle, um Gesundheitsprobleme zu erkennen, bei Bedarf Behandlungen zu planen und im interdisziplinären Team zu bewältigen.

Vielfältige Chancen

„Doch nicht nur der Bereich der Primärversorgung wird für Community Health Nursing gesehen, sondern insgesamt sind die Notwendigkeit und die Chancen insbesondere des sozialräumlichen Ansatzes innerhalb des CHN sehr gut herausgestellt worden“, sagt Manuela Völkel, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt CHN an der PTHV.

Kordula Schulz-Asche MdB (Grüne), Sprecherin für Altenpolitik, betonte, dass sich Kommunen spätestens jetzt stärker um die Gesundheitsbelange im Stadtteil kümmern müssten, und zwar konzeptionell. Und dazu brauchen sie speziell ausgebildete Fachkräfte wie die Community Health Nurses mit Pflegeerfahrung. „Deshalb ist der CHN-Ansatz ausdrücklich auch für die Kommunen in Rheinland-Pfalz hochinteressant, da hier ja schon sehr gute Vorarbeit etwa mit dem Projekt Gemeindeschwesterplus geleistet worden ist“, sagt Prof. Weidner. „Aufgabe der Politik ist es nun für die Finanzierung der Regelversorgung für den Einsatz von CHN-Fachkräften zu sorgen.“

Dr. h.c. Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerates und Ehrendoktor der PTHV, ist sich sicher, dass sich die entstehenden Kosten für die Umsetzung des CHN-Ansatzes durch die zu erwartenden Verbesserungen in den Bereichen der Gesundheitsförderung, Prävention und Primärversorgung sowie im Case und Care Management amortisieren werden.

Pressemitteilung

Philosophisch-Theologische

Hochschule Vallendar

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

Die alte Ockenfelser Linde soll fallen

  • Claudia W. : Ich bin in der Bergstraße aufgewachsen, meine Großeltern lebten dort. So traurig das ein einzelner so etwas durchsetzt! Ich hoffe das es noch abgewendet wird und dieser schöne alte Baum erhalten bleibt.
  • Iris Arens : Es wiederholt sich immer und überall: Auswärtige ziehen in Kenntnis der Sachlage zu und klagen anschließend gegen die bei Zuzug bereits bestehenden und bekannten Umstände. Hoffentlich bleibt die Linde...

Verschiebung wegen Planungsunsicherheit

  • Sabine Weber-Graeff: Da werden Abermilliarden in die Aufrüstung der Bundeswehr,respektive die Landesverteidigung gesteckt und dann wird seitens von Grün ernsthaft erwogen in den Sichtbereich des militärischen Radars zwei...
  • Joschi Hund: Leider kann man nicht mehr von einem Antik und Trödelmarkt sprechen, warum ? Wenn über die Hälfte der Händler Neuware anbieten und Ihre Waren mit Festpreisen ausgezeichnet haben. Man kann sagen über 80 % der Aussteller waren Händler.
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Anzeige "Rund ums Haus"
Media-Auftrag 2026/27
Zukunft trifft Tradition KW 18
Door To Door Anzeige
Titelanzeige
Image
Innovatives rund um Andernach
Empfohlene Artikel
Der Vorstand der Gewerbegemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler, von links Patrick Küpper (Schatzmeister), Markus Zednik (1. Vorsitzender), Alexander Petkovski (2. Vorsitzender) und Thorsten Hermann (Schriftführer). Fotos: DU
78

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Rück- und Ausblicke, aber auch wichtige Personalien bot unlängst die Mitgliederversammlung der Gewerbegemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler im Hemmessener „Dom-Café“. Was hier als „Personalien“ ziemlich allgemein klingt, war das Ende einer langen Ära: nach 25 Jahren als Vorstandsmitglied, davon 14 Jahre als 1. Vorsitzender der Werbegemeinschaft Aktivkreis Bad Neuenahr, bzw. der...

Weiterlesen

Symbolbild.
135

Region. Die DB InfraGO startet in knapp zwei Monaten mit der Korridorsanierung der Bahnstrecke am rechten Rheinufer zwischen Troisdorf und Wiesbaden. In der Zeit vom 10. Juli bis zum 12. Dezember 2026 bündeln die Bauteams entlang der rund 160 Kilometer langen Strecke zahlreiche Arbeiten, die die Infrastruktur langfristig leistungsfähiger und weniger störanfällig machen.

Weiterlesen

Symbolbild.
79

Vulkaneifel. Nach umfassender Prüfung des Antrags hat die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord nun grünes Licht gegeben: Die „wpd Windpark Sarmersbach Repowering GmbH & Co. KG“ darf auf dem Gebiet der Gemeinde Sarmersbach im Kreis Vulkaneifel vier neue Windenergieanlagen bauen und betreiben. Die fünf bestehenden Anlagen sollen zurückgebaut werden. Um mögliche Auswirkungen auf die Umwelt zu berücksichtigen, wurden 27 Fachstellen befragt.

Weiterlesen

Weitere Artikel
13

Bonn/Meckenheim. Nicht einmal Graupelschauer und Aprilwetter konnten die gute Stimmung an diesem Tag vermiesen: Ulla Schmidt besuchte im März den Unternehmensverbund der Lebenshilfe Bonn. Konkret stand ein Rundgang durch das Werk Meckenheim der Bonner Werkstätten auf dem Programm. Drei Stunden nahm sich die Vorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe Zeit, um sich verschiedene Arbeitsbereiche zeigen zu lassen.

Weiterlesen

Symbolbild.
253

36-jähriger Autofahrer verliert bei Starkregen die Kontrolle über sein Fahrzeug

04.05.: Dramatisher Unfall auf der B 56: Motorradfahrer schwer verletzt

Lohmar. Am Montag, den 4. Mai, ereignete sich in Lohmar ein schwerer Verkehrsunfall, als zwei Fahrzeuge im Gegenverkehr kollidierten. Dabei erlitt ein Motorradfahrer schwere Verletzungen. Gegen 16:00 Uhr fuhr ein 36-jähriger Mann aus Siegburg mit seinem Pkw auf der Bundesstraße 56 von Siegburg nach Lohmar. Bei starkem Regen verlor er im Ortsteil Heide aus bisher ungeklärten Gründen die Kontrolle über seinen Mercedes-Benz.

Weiterlesen

Symbolbild.
193

Spielschein wurde ohne Kundenkarte in einer Annahmestelle abgegeben

Glückspilz aus dem Westerwald gewinnt über 680.000 Euro im Eurojackpot

Region. Ein Spielteilnehmer oder eine Spielteilnehmerin aus dem Westerwald hatte am vergangenen Freitag allen Grund zur Freude: Mit einem Tippschein für die europäische Lotterie Eurojackpot, den er oder sie in einer Annahmestelle von Lotto Rheinland-Pfalz gespielt hatte, gewann er oder sie in der Gewinnklasse 2 über 681.000 Euro.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag
Dauerauftrag 2025
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
10 Jahre NoWi Bau
Maikirmes Franken
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Grünpflegedienst
10 Jahre NOWI
10 Jahre Nowi
Biergarteneröffnung
First Friday Anzeige Mai
Stellenanzeige
10 Jahre NoWi
Gebrauchtwagenanzeige
Anzeige neuer Mitarbeiter Jürgen Paaß
Nachruf Karl-Heinz Knops