Kreissparkasse fördert wirksames Jugendprojekt
Coolness kann man lernen
Deutlich weniger Konflikte, bessere Lösungen in Schulen und Gesellschaft
Meckenheim. Mit der stolzen Spendensumme von 2000 Euro förderte die Kreissparkasse Köln am Standort Meckenheim ein seit nunmehr mit langem Atem und vielen Kräften jahrelang durchgeführtes Jugendprojekt in Meckenheim. Man arbeite und lebe in Meckenheim, deshalb liegen ihnen auch die Menschen hier am Herzen, sagten die Vertreter der Kreissparkasse bei der Spendenübergabe im November. Auch der Vortrag, in dem Ulrich Krämer von Krämer Trainings aus Erftstadt Ursachen von Gewalt und eigene Reaktionsmöglichkeiten auf Gewalt in vielen Facetten darstellte, hatte die Spender in ihrem Entschluss bestätigt, dass hier „jeder Euro richtig angelegt ist“.
Mit dem Hallenbrand und dem vorangegangenen massiven Vandalismus vor rund zehn Jahren war offen zutage getreten, was unter der Oberfläche in Meckenheim seinerzeit brodelte. Die Stadt reagierte und baute die Jugendarbeit in der Apfelstadt mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln aus. Ein Schlüsselprojekt der verschiedenen Maßnahmen war und ist das „Coolness-Training“, das seit etwa acht Jahren schulübergreifend für alle Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen am Campus verpflichtend stattfindet. Beachtlich sei, dass diese Trainings jedes Jahr durchgeführt würden, damit alle Kinder und Jugendlichen die Konfliktlösungskompetenzen erlernen und auch hitzige Temperamente Wege ohne Gewalt gehen lernen.
„Gewalt hat viele Facetten“, erklärte Ulrich Krämer. Nicht nur körperliche Gewalt, auch Mobbing, verbale Verletzungen und Intrigen gehören dazu. Nicht nur Täter, sondern auch Opfer stehen im Focus der Betrachtungen. Wer die eigenen Grenzen klar aufzeigt und von vorneherein deutlich macht, was er nicht will, kann viel bewirken. „Wir als in Meckenheim arbeitende Menschen aber auch als Ausbildungsstätte profitieren von diesem Training auch“, sagte die Regionaldirektorin der Kreissparkasse Köln für Meckenheim, Sonja Schallenberg. So ausgebildete Menschen seien in der Lage, auch Konflikte am Arbeitsplatz besser zu lösen und zu positiven Ergebnissen zu kommen.
Als Präventivmaßnahme könne man den Effekt der Trainings nicht direkt in Zahlen messen. An den Statistiken sei jedoch klar abzulesen, dass es heute deutlich weniger Gewaltdelikte und Vandalismus gebe, als noch vor zehn Jahren, erklärte Andreas Jung, Leiter des Fachbereichs Jugendhilfe der Stadt Meckenheim. Dies führten die Leiterin und die Leiter der Campusschulen sowie die Vertreter der Stadt zu einem nicht unerheblichen Teil auf diese sehr effektive Maßnahme zurück.
