Allgemeine Berichte | 20.01.2017

Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Ahrweiler e.V.

DRK weitet Bildungsangebot an Pflegekursen für die Bevölkerung aus

Pflegefachkräfte absolvierten erfolgreich Ausbilderschulung - Versorgung durch Angehörige gewinnt Bedeutung

Unter Leitung von Peter Blatt (hinten, 2.v.l.), Lehrbeauftragter für die Ausbildung „Krankenpflege in der Familie“ im DRK-Landesverband Saarland, ließen sich 14 Pflegefachkräfte der Sozialen Servicezentren vom DRK zu Ausbilderinnen für den Lehrgang „Krankenpflege in der Familie“ schulen. Mit diesem Ausbilderlehrgang hat der DRK-Kreisverband Ahrweiler e.V. die Grundlage geschaffen, das Bildungsangebot „Krankenpflege in der Familie“ ab dem Jahr 2017 zu erweitern. Michael Alberti (hinten links), Bereichsleiter der Sozialen Servicezentren vom DRK im Ahkreis, gratulierte den neuen Ausbilderinnen zur erfolgreichen Ausbilderprüfung. Thorsten Trütgen

Kreis Ahrweiler. Ab dem Jahr 2017 wird das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Kreisverband Ahrweiler e.V. sein Bildungsangebot für die Bevölkerung „Krankenpflege in der Familie“ im Rhein- und Brohltal ausweiten. Mit der Ausbildung von neuen Lehrkräften, allesamt erfahrene Pflegeprofis vom DRK, wurden nun die Grundlagen geschaffen. Unter Leitung von Peter Blatt, Lehrbeauftragter für die Ausbildung „Krankenpflege in der Familie“ im DRK-Landesverband Saarland, ließen sich vier Pflegefachkräfte des DRK-Sozialen Servicezentrums Remagen-Sinzig und zehn Kräfte des Servicezentrums Bad Breisig-Brohltal zu Ausbilderinnen für den Lehrgang „Krankenpflege in der Familie“ schulen.

Neben der Einweisung in die DRK-Lehrunterlage und der Definition, welche pflegerischen Kenntnisse und Themen für Laien wichtig sind, lernten die Teilnehmerinnen die Grundlagen der Methodik und Didaktik in der Erwachsenenbildung. Bisher führt das DRK im Ahrkreis für interessierte Angehörige von Pflegebedürftigen zwei Lehrgänge pro Jahr in Sinzig durch. Ab dem nächsten Jahr sollen die Lehrgänge auch auf den möglichen Bildungsstandort Niederzissen ausgeweitet werden.

Der Schwerpunkt der Ausbildung liegt auf der Vermittlung von Kenntnissen und Techniken zur fachgerechten Hilfe von älteren pflegebedürftigen Menschen. Das Ausbildungsprogramm richtet sich nach den Bedürfnissen der Teilnehmergruppe. Vor einigen Jahren wurde mit dem Pflegequalitätssicherungsgesetz die Durchführungsmöglichkeit der Pflegeschulungen erweitert. Die Anleitung von Pflegenden kann seitdem auch individuell in der häuslichen Umgebung des Pflegebedürftigen erfolgen.

Angehörigen Mut machen

Ziel eines Pflegekurses ist es, pflegenden Angehörigen Informationen zu geben, Mut zu machen und vorhandene Kompetenzen zu stärken. Fertigkeiten für die eigenständige Durchführung der Pflege werden vermittelt. Die Pflege und Betreuung in der häuslichen Umgebung wird dadurch erleichtert. Pflegebedingte körperliche und seelische Belastungen können vermindert werden. Das soziale Engagement in der Pflege wird gefördert und gestärkt. Die Teilnehmer können sich untereinander austauschen, voneinander lernen und gemeinsam Entlastungsmöglichkeiten finden. Die Kurstermine selbst sollen bereits eine Entlastung darstellen und zur Erholung der pflegenden Angehörigen beitragen. Im Bedarfsfall kann beim DRK zur Kursteilnahme nach einer vertretungsweisen Betreuungskraft angefragt werden.

Zwei Drittel aller pflegebedürftigen Menschen werden von Angehörigen, Nachbarn oder Freunden gepflegt. Oft sind es Familienmitglieder, die den von Pflegebedürftigkeit betroffenen Menschen durch ihre Unterstützung den Verbleib in einer vertrauten Umgebung ermöglichen. Pflegende Angehörige setzen sich nicht selten erheblichen psychischen, physischen und sozialen Belastungen aus. In der Langzeitpflege kann es dadurch zu Überforderung und eigenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen.

Aufgrund der demografischen Entwicklung bei gleichzeitigem Pflegefachkräftemangel gewinnt die qualifizierte Versorgung Pflegebedürftiger durch Angehörige und ehrenamtlich Pflegende an Bedeutung. Das DRK hält es für erforderlich, die Pflege durch Angehörige zu fördern und zu unterstützen und die Pflegenden durch qualifizierte Bildungsangebote zu entlasten.

Informationen zu diesem Bildungsangebot des DRK unter www.kv-aw.drk.de. Telefonische Beratung für die Region Remagen-Sinzig von Nadine Esch unter Tel. (0 26 42) 9 70 60. Telefonische Beratung für die Region Bad Breisig-Brohltal von Andrea Föhrmann Gerne unter Tel. (0 26 36) 97 58 0. Nach vorheriger Terminvereinbarung ist auch eine persönliche Beratung möglich. Beide Expertinnen können auch über die zentrale E-Mail-Adresse pflegekurs@kv-aw.drk.de kontaktiert werden.

Unter Leitung von Peter Blatt (hinten, 2.v.l.), Lehrbeauftragter für die Ausbildung „Krankenpflege in der Familie“ im DRK-Landesverband Saarland, ließen sich 14 Pflegefachkräfte der Sozialen Servicezentren vom DRK zu Ausbilderinnen für den Lehrgang „Krankenpflege in der Familie“ schulen. Mit diesem Ausbilderlehrgang hat der DRK-Kreisverband Ahrweiler e.V. die Grundlage geschaffen, das Bildungsangebot „Krankenpflege in der Familie“ ab dem Jahr 2017 zu erweitern. Michael Alberti (hinten links), Bereichsleiter der Sozialen Servicezentren vom DRK im Ahkreis, gratulierte den neuen Ausbilderinnen zur erfolgreichen Ausbilderprüfung. Foto: Thorsten Trütgen

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