Allgemeine Berichte | 16.01.2025

Eröffnung der Caritas-Kampagne in Bad Neuenahr-Ahrweiler

„Da kann ja jeder kommen. Caritas öffnet Türen“

Richard Stahl und Christian von Wichelhaus, beide Geschäftsführer des Caritasverbandes Rhein-Mosel-Ahr e. V., Domkapitular Benedikt Welter, Vorsitzender des Caritasverbandes für die Diözese Trier, Katharina Heil, Ministerialdirektorin des Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit und Dr. Oliver Müller, Vorstand für Internationales, Migration und Katastrophenhilfe des Deutschen Caritasverbandes.

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die von der Flutkatastrophe zerstörte Kita St. Hildegard war Schauplatz einer Premiere für den Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e. V. Dieser wurde vom Deutschen Caritasverband erstmalig ausgewählt, um die jährliche Caritas-Kampagne als einer von bundesweit drei Verbänden offiziell zu eröffnen. Daher konnten die Geschäftsführer des örtlichen Caritasverbandes, Christian von Wichelhaus und Richard Stahl, am Mittwoch, den 15. Januar zahlreiche Gäste begrüßen.

In diesem Jahr lautet das Motto der Caritas-Kampagne: „Da kann ja jeder kommen. Caritas öffnet Türen.“ Mit diesem Slogan möchte die Caritas deutlich machen, dass sie entgegen dem oft als abweisend gemeinten „Da kann ja jeder kommen“ tatsächlich und wortwörtlich nach diesem Grundsatz arbeitet. „Wir als Caritas bekennen uns klar zu einer solidarischen Gesellschaft. Unsere Türen stehen allen offen, die in Not sind, unabhängig von Hautfarbe, Alter, Geschlecht, Religion oder sozialem Status“, erläutert Christian von Wichelhaus in seinen eröffnenden Worten. Domkapitular Benedikt Welter, Vorsitzender des Caritasverbandes für die Diözese Trier, schlug die Brücke zum heiligen Jahr 2025 und stellte jede kleinste Türöffnung für einen Menschen als heiligen Moment dar. „In der aufgeheizten Atmosphäre unserer derzeitigen Gesellschaft braucht es diese heiligen Augenblicke geöffneter Türen durch die Menschen gehen können. Wir als Caritas stehen dafür ein.“

Vorstand für Internationales, Migration und Katastrophenhilfe im Deutschen Caritasverband, Dr. Oliver Müller, erklärte, dass die Kampagne die Notwendigkeit der Solidarität betone, die notwendig sei, um gesellschaftliche Spaltungen zu überwinden. „Die Förderung des Dialogs und der Begegnung steht im Vordergrund, um den sozialen Zusammenhalt zu stärken.“ Weiter warb er „auch bei den Akteuren des Bevölkerungsschutzes und den Kommunen um Zusammenarbeit und offene Türen.“ In Vertretung für den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Schweitzer überbrachte Katharina Heil, Ministerialdirektorin des Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit, ein Grußwort. Sie ging noch einmal auf die Flutkatastrophe im Jahr 2021 ein und berichtete von den erkennbaren Fortschritten aus Sicht des Bundeslandes. Der Caritas dankte sie für ihre herausragende Arbeit.

Aufgrund des gewählten Ortes, die flutbetroffene Kita des Caritasverbandes Rhein-Mosel-Ahr e. V., stand der Fachdienst Fluthilfe im Fokus der Veranstaltung. Richard Stahl erinnerte an die erste Zeit nach der Naturkatastrophe und hob hervor, wie die Mitarbeitenden des Caritasverbandes in dieser Ausnahmesituation – teils selbst betroffen – für die Menschen in der Region arbeiteten und Sorge trugen. „Schnell wurden neue Strukturen innerhalb unseres Verbandes geschaffen. Viele Türen haben sich zur Zusammenarbeit geöffnet, sodass wir die Herausforderungen gemeinsam mit den kommunalen Institutionen, Partnerorganisationen der freien Wohlfahrtspflege und den Ortscaritasverbänden aus vielen Teilen Deutschlands stemmen konnten.“ Stahl drückte dabei auch seinen Stolz aus, er habe in seiner beruflichen Laufbahn noch nie einen derartigen Zusammenhalt erlebt. Für den Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e. V. selbst ist aus der Ausnahmesituation 2021 der Fachdienst der Fluthilfe entstanden, der noch bis Ende 2026 weitergeführt wird. Welche Stütze dieser Fachdienst für die Menschen in der Region nach wie vor darstellt, wurde in einem rund 10-minütigen Film deutlich. Verschiedenste Hilfs- und Beratungsangebote sowie Sozialraumprojekte, die die Gemeinschaft fördern, wurden im Film vorgestellt, der bei den Gästen einen nachhaltigen Eindruck hinterließ. Sabine Glaser, Kreisbeigeordnete des Landkreises Ahrweiler, dankte in ihrer anschließenden Rede dem Caritasverband für seine Arbeit und Solidarität für die Menschen in der Region. Auch Hans-Jürgen Juchem, Beigeordneter der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, nahm die Flutkatastrophe als Beispiel für gelebte Nächstenliebe und nutzte das Motto der Caritaskampagne als Appell an alle Gäste. „Die Kampagne ist eine Einladung an uns alle. Sie ruft und dazu auf, uns bewusst zu machen, dass niemand alleine gelassen werden darf. Jeder Mensch sollte das Gefühl haben, sich an jemanden wenden zu können. Die Caritas ist genau diese Anlaufstelle – sie bietet offene Türen, offene Ohren und offene Herzen.“ Diesen Appell griff Christian von Wichelhaus in seinen abschließenden Worten auf und ergänzte: „Helfen Sie mit, den politischen und gesellschaftlichen Diskurs wieder werte- und faktenbasiert zu führen.“ Zum Schluss zitierte er passend aus dem Epheserbrief „Lasst uns aufeinander achten und uns zur Liebe und zu guten Taten anspornen!“

Im Anschluss an die Reden hatten die Gäste die Möglichkeit, sich in einer Ausstellung über alle Fachdienste des Caritasverbandes Rhein-Mosel-Ahr e. V. zu informieren. Hier wurde klar: Caritas öffnet Türen. Nicht nur im Bereich der Fluthilfe, sondern auch für Menschen, die vor anderen vielfältigen Herausforderungen stehen.

Richard Stahl und Christian von Wichelhaus, beide Geschäftsführer des Caritasverbandes Rhein-Mosel-Ahr e. V., Domkapitular Benedikt Welter, Vorsitzender des Caritasverbandes für die Diözese Trier, Katharina Heil, Ministerialdirektorin des Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit und Dr. Oliver Müller, Vorstand für Internationales, Migration und Katastrophenhilfe des Deutschen Caritasverbandes.

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