Neues Konzept der Kirmesgesellschaft Thalhausen erwies sich als Volltreffer - Nächstes Jahr ist eine große Fahrt geplant
„Dahleser Platt“ und Hardrock auf der Kirmes
Thalhausen. Michelle Hermann ist die Vorsitzende, manche sagen auch „Präsidentin“, der Kirmesgesellschaft Thalhausen. Am Wochenende erlebten sie und die Mitglieder ihres Vereins den krönenden Abschluss wochenlanger arbeitsreicher Vorbereitungen: Im Ort wurde die Kirmes, genauer gesagt das Brunnenfest gefeiert. Hendrik Pützfeld ist auch Mitglied im Vorstand. Am Samstagabend waren beide schon sehr zufrieden mit den Besucherzahlen und der Stimmung auf der Veranstaltung.
Am Freitagabend startete die KG mit dem Kranzbinden in die heiße Phase der Kirmes. Am Samstag wurde der Kirmesbaum aus dem Wald geholt und auf dem Burplatz, dem Dorfplatz, aufgestellt. Dann war alles vorbereitet für den großen Abend im Dorfgemeinschaftshaus, an den viele Erwartungen geknüpft wurden. Denn die Kirmesgesellschaft hatte mit der Band „Eight Balls“ musikalisch gesehen die etwas härtere Gangart gewählt. Aufmerksam wurden die Jugendlichen auf diese Band bei Veranstaltungen der örtlichen Motorradgruppe „Macabros“. Hendrik Pützfeld erklärt: „Ein Großteil der Jungs hat sich diese Band ausgesucht, weil die ziemlich rockig sind. Das ist jetzt mal etwas anderes als die typische Kirmesband.“ Michelle Hermann ergänzt: „Wir wollten dieses Jahr etwas Neues ausprobieren.“ Beide sind der Meinung: „Das hat sich gelohnt, dieses Jahr läuft es hier ziemlich gut!“ Mit dem Besuch am Samstagabend sind die beiden sehr zufrieden. 350 Besucher halten sich zu später Stunde in der Halle auf. Die Kirmesgesellschaft Thalhausen, die das alles auf die Beine gestellt hat, kann auf die Hilfe von 29 Mitgliedern zurückgreifen, alles junge Leute von 16 bis 25 Jahre.
Außer der Kirmes treffen sich die Vereinsmitglieder auf anderen Veranstaltungen und nehmen auch an Spaßwettbewerben teil wie vor zwei Wochen den Highland-Games in Anhausen. Platzierung laut Hendrik Pützfeld: „Sieger der Herzen!“ Bei den Games 2015 belegte die KG Thalhausen dafür den ersten und den zweiten Platz. Für nächstes Jahr ist eine große KG-Tour der Vereinsmitglieder geplant.
Am Sonntag ging die Kirmes weiter mit dem traditionellen Umzug durchs Dorf und dem Verlesen der Bierzeitung. Hier schlug Hendrik Pützfelds große Stunde, der als einer der wenigen in der Lage ist, die kleinen und größeren Vorkommnisse in Thalhausen in Anekdotenform und reinstem „Dahleser Platt“ vorzutragen, sehr zur Erheiterung der ganzen Bevölkerung. Für die Zeitung hat der Ort bereits einmal den Ehrenamtspreis der Verbandsgemeinde Rengsdorf erhalten.
Mit Hüpfburg, Kaffee und Kuchen schaffte die Kirmesgesellschaft außer den Freunden rockiger Musik auch dem Rest der jungen und älteren Bevölkerung ein schönes Angebot. Kirmespaar waren in diesem Jahr Manuel Noll und Paulina Casalter. Außerdem bot sie dem Publikum zum Abschluss am Montag noch ein paar lustige Darbietungen und Vorträge in der Festhalle. Dabei müssen es sich die Teilnehmer auch gefallen lassen, dass ihre Gesichter geschwärzt werden. Ebenfalls eine Tradition ist das „Bürgerschlagen“ an diesem Tag, bei dem die neu im Ort zugezogenen quasi wie mit Ritterschlag feierlich in die Gemeinschaft aufgenommen werden. Am Dienstag war Kirmesbeerdigung, der Baum wurde gefällt und die Kirmesjugend zog am Abend wehklagend durch das Dorf. Ein Trost bleibt, sagt die Vereinsvorsitzende Michelle Hermann: „Wir freuen uns schon wieder auf das nächste Jahr!“
