Tourist-Information Linz
Daniela Maier hat als Leiterin der Linzer Tourist-Information ihren Dienst angetreten
Anfang der Woche stellte Hans Georg Faust die Nachfolgerin von Thomas Herschbach vor
Linz. Zur Einführung und Vorstellung der neuen Leiterin der Linzer Tourist-Information (TI), Daniela Maier, hatte Stadtbürgermeister Hans-Georg Faust Anfang dieser Woche in den Sitzungssaal des Rathauses eingeladen. Begrüßen konnte er dort zusammen mit seinem Beigeordneten Karl-Heinz- Wölbert und Michael Schneider neben VG-Chef Hans Günter Fischer auch seinen Leubsdorfer Kollegen Achim Pohlen, den 1. Beigeordneten von Ockenfels, Günter Matzat, die Fraktionsvorsitzenden Jürgen Pappendorf (CD), Heiko Martin (FWG) und Anja Birrenbach (Bündnis 90 /Die Grünen) mit zahlreichen Ratsmitgliedern sowie Vertreter der Linzer Werbegemeinschaft um ihren Vorsitzenden Martin Flöck. Sein besonderer Willkommensgruß galt natürlich Daniela Maier, die Anfang März die Nachfolge von Stadtmanager Thomas Herschbach angetreten hatte.
„Linz war schon immer Tourismusstadt. In der Hoffnung, eine größere Effizienz zu erreichen, hatte man nach der Pensionierung von Verkehrsdirektor Dieter Hau 2003 einen neuen Weg beschritten und die Tourismus- und Stadtentwicklungsgesellschaft mbH gegründet“, so Hans Georg Faust. Dann aber habe man erkannt, dass eine Neuorientierung erforderlich sei, erinnerte der Stadtchef an die Auflösung der GmbH im Vorjahr. Sein Dank galt Thomas Herschbach, der sich lange Jahre der Aufgabe gestellt habe und mit den gegebenen Rahmenbedingungen habe klar kommen müssen. Nun aber käme es zu einer Umorientierung. „Stadtentwicklung wird zur Chefsache, wobei nicht nur ich selber damit gemeint bin, sondern alle 6.000 Linzer, allen voran ihre Mandatsträger und Mitglieder in den Ausschüssen“, hob der Stadt-Chef hervor. Außerdem baue er auf die Umstrukturierung der Altstadt mithilfe eines Fachbüros und eines Sanierungsmanagers rund um die drei Arbeitskreise „Städtebaukonzept“ mit Joachim Reifert, „Städtische Gemeinwesen“ mit Elke Wagner-Hürter und schließlich „Tourismus, Handel und Gewerbe“, dem sich Daniela Maier widmen werde, während für die Wirtschaftsförderung überlokal die Verbandsgemeinde zuständig sei.
„Es muss sich einiges ändern. Bleiben müssen zwar der Charakter und die Seele von Linz. Fachwerk-Kulissen alleine tragen aber nicht mehr“, hob Hans Georg Faust hervor. Bewohner wie Gäste würden Authentizität verlangen, statt toter Steine und Balken eben Leben. Ziel der TI unter der neuen Leitung sei, dass sich die Besucher der Stadt als „Linzer auf Zeit“ fühlen könnten und würden, statt weiterhin passive Betrachter zu sein. Gleichzeitig beschränkte der Bürgermeister den Blick nicht auf die Bunte Stadt. „Statt lokalem ist regionales Denken in größeren Strukturen erforderlich“, erklärte er. Nur mit Partnern in der VG ließe sich die Stellung als Mittelzentrum bewahren. Gleichzeitig sei eine Kooperation mit „Städten mit gleicher Seele“ wie etwa Leubsdorf, aber auch Erpel und Unkel unerlässlich. „Jetzt liegt unser touristisches Schicksal in der Hand einer neuen, jung-dynamischen TI-Leiterin“, freute sich Hans-Georg Faust. Angesichts des neuen konstruktiven Arbeitsstils im Stadtrat sowie des neuen Konzeptes bei der Stadtsanierung und mit neuen Wegen im Bereich der Selbstdarstellung, besser der authentischen Selbstvermittlung, sei Linz für die Zukunft gut gerüstet, erklärte er, um abschließend Daniela Maier vorzustellen.
Diese ist im Oktober 1986 in Bühl/Baden geboren. Nach ihrem Abitur im Juni 2006 an der Freien Waldorfschule in Offenburg war die neue TI-Leiterin zunächst neun Monate bis Juni 2007 mit „Work&Travel“ in Neuseeland und Australien unterwegs. Ab Oktober 2007 habe sie dann an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, Campus Ravensburg, bis September 2010 Betriebswirtschaft, Schwerpunkt Tourismus, studiert, wobei im Sommer immer Praktika anstanden“, berichtete Daniela Maier. Im Anschluss an ein sechsmonatiges Praktikum im Museum Ravensburg ab Oktober 2010 übernahm sie dann ab April 2011 die Teamleitung der Information im Ravensburger Spieleland, um dort ab November 2011 stellvertretende Leiterin im Bereich „Besucherservice/Ticketing“ zu werden. Im Oktober 2013 wechselte sie nach Bad Buchau am Federsee in Oberschwaben, wo sie die Leitung des Eigenbetriebs „Touristmarketing“ übernahm. „Neben der Zusammenarbeit mit Verbänden und touristischen Einrichtungen wie der „Schwäbischen Bäderstraße2 ODER DEM Deutschen Heilbäderverband Baden-Württemberg habe ich dort die Städtekooperation Bad Buchau-Bad Schussenried für die Landesausstellung 2016 ‚4.000 Jahre Pfahlbauten‘ aufgebaut“, berichtete die 29-Jährige, die den Anwesenden versicherte, sich auf die Zusammenarbeit mit ihnen zu freuen.
„Hier kann man eine profunde Basis erkennen, auch wenn die neue TI-Leiterin des Rheinischen noch nicht mächtig ist“, konstatierte Hans-Günter Fischer. Das bedeute aber auch, dass Daniela Maier mit einer anderen Perspektive an die Dinge herangehe. Auf jeden Fall sei ihre Anstellung ein Schritt hin zur Professionalität, zu dem man der Stadt nur gratulieren könne. „Linz ist das Fundament der Region, der touristische Leuchtturm, so dass es für die anderen Kommunen nur den Weg der Kooperation geben kann“, hob der VG-Chef hervor. Wo Gemeinsamkeiten vorhanden seien, werde man auch zusammenarbeiten, um Synergien zu nutzen, versicherte er. Daniela Maier mache beim LEADER-Lille-Projekt mit, „und wenn Sie sich hier erst einmal richtig zurechtfinden, werden Sie auch neue Impulse setzen“, war sich der VG-Chef sicher.
