Allgemeine Berichte | 06.03.2026

Restmüll richtig trennen: Landkreis Neuwied informiert

Das 1x1 der schwarzen Tonne

Tipps zur richtigen Nutzung der Restabfalltonne.  Foto: Maria Lepp

Kreis Neuwied. „Im Zweifel in die Restabfalltonne?“ - Immer wieder landen nutzbare Wertstoffe, kompostierbare Lebensmittel und leider auch entzündliche Schadstoffe wie Batterien und Spraydosen in der schwarzen Tonne. Um Entsorgungsproblemen, Bränden und Ressourcenverschwendung vorzubeugen, gibt die Abfallwirtschaft des Landkreises Neuwied wichtige Tipps, wie Sie das, was endgültig entsorgt werden muss von dem trennen, was ein „zweites Leben“ bekommt.

Was gehört eigentlichin die Restabfalltonne?

In die schwarze Tonne gehören alle unbedenklichen Abfälle, die keiner Verwertung mehr zugeführt werden können. Dazu zählen beispielsweise Staubsaugerbeutel, Hygieneartikel oder Plastikutensilien, welche nicht über die grüne Tonne abgedeckt sind. Diese Abfälle enden in unserer Abfallbehandlungsanlage.

Was wird oft falsch entsorgt?

Leider landen häufig Dinge in der schwarzen Tonne, die durchaus eine Chance auf Wiederverwertung gehabt hätten, wenn man sie der richtigen Tonne zugeführt hätte. Beispielsweise verdorbene Lebensmittel (Biomüll) und deren Originalplastikverpackung (grüne Tonne) oder auch Glasmüll (Glascontainer).

Gefährlich wird es, wenn schadstoffbelastete Abfälle über die schwarze Tonne entsorgt werden. Asbestfasern beispielsweise sind schon in Kleinstmengen massiv gesundheitsgefährdend – dies gilt nicht nur für unsere Müllwerker, die mit den Sammelbehältern in Kontakt kommen. – Wenn Asbest mit dem Restmüll entsorgt wird, können die Asbestfasern von da aus in die Umwelt geraten. Auch Lithiumbatterien stellen im Restmüll eine Gefahr dar: Sie sind selbstentzündend und können schwere Brände verursachen. Batterien und Elektrogeräte sollten deshalb immer an Sammelstellen in Supermärkten, Elektrofachgeschäften oder bei uns auf dem Wertstoffhof abgegeben werden.

Was ist bei großen Restabfallmengen zu beachten?

Wenn ein Kleinkind oder eine pflegebedürftige Person im Haushalt lebt, kann das schnell zu einem größeren Windel- und damit Restmüllaufkommen führen. Dann kann ein Mehrvolumen bei der Abfallwirtschaft beantragt werden. Ist dies jedoch nicht der Fall, aber die schwarze Tonne trotzdem regelmäßig überfüllt, ist das in aller Regel auf eine unzureichende Mülltrennung zurückzuführen. Gelegentliche Übermengen, wie sie etwa bei Haushaltsauflösungen oder Renovierungen anfallen, dürfen in den offiziellen Restabfallbeistellsäcken (erhältlich u. a. an den Wertstoffhöfen im Landkreis) der Tonne bei der regulären Leerung zugestellt werden. Achtung: Eine Annahme der Restabfallsäcke am Wertstoffhof ist nicht möglich.

Was passiert mit dem Restmüll nach der Abholung?

Der Restabfall aus dem Landkreis Neuwied wird in der Mechanisch-Biologischen-Abfallvorbehandlungsanlage (kurz MBA) in Linkenbach aufbereitet. Zunächst kommt der Restabfall in die Intensivrotte, dabei handelt es sich um lange Tunnel, in denen die Verrottung durch konstante 60 Grad und Bewässerung beschleunigt wird. Die dabei entstehenden Gase werden gefiltert und in Wärmeenergie umgewandelt. Anschließend gelangt der „Rest“ in die Nachrotte, wo er regelmäßig umgewälzt und behandelt wird, bis er schließlich deponiert werden kann. Die Verrottung einer einzigen Windel dauert rund 500 Jahre, entsprechend ist die Mülldeponie in Fernthal schon verfüllt und auch die in Linkenbach wird in nicht allzu ferner Zukunft voll sein. Beide Flächen müssen dauerhaft überwacht werden. Die Überwachung der bestehenden so wie die Erschließung neuer Mülldeponien stellt einen erheblichen finanziellen Aufwand dar, der über die Gebühren der Allgemeinheit finanziert wird. Aus diesen Gründen sollte man stets versuchen, sein Restmüllaufkommen möglichst gering zu halten, indem man den Müll sachgerecht trennt.

Jede Mithilfe bei der Verwertung oder Entsorgung trägt dazu bei, die Umwelt zu schonen und Abfall effizient zu reduzieren. Für weitere Information und bei Fragen kann sich an die Abfallberatung gewendet werden oder das Abfall-ABC unter der Website abfall-nr.de verwendet werden.

Pressemitteilung

Abfallwirtschaft Kreis Neuwied

Tipps zur richtigen Nutzung der Restabfalltonne. Foto: Maria Lepp

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 1

  • Rüdiger Knieps: Kesseling im Kreis Ahrweiler
  • Michael Kroeger: Bestätigung Wahlergebnis am 13.4.2026. Mark Geimer wird Stadtbürgermeister. Unterschrift Nutzungsvertrag Windkraft am 17.4.2026 durch den 1. Beigeordneten Werner Lahme. Die Vereidigung Mark Geimer als...
Dauerauftrag
Rund ums Haus "Baustellen / Wertstoffhöfe"
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Rund ums Haus
Anzeige 35-jähriges Jubiläum
Praxis an neuem Standort
Titelanzeige
Empfohlene Artikel
Die Stadt Neuwied und die Servicebetriebe Neuwied gehen mit einem neuen Maßnahmenpaket gegen illegale Müllablagerungen vor.
96

Neuwied. Illegale Müllablagerungen sind in Städten ein Problem. Auch in Neuwied sorgen achtlos entsorgter Abfall, überfüllte Containerstandorte und wilde Müllkippen immer wieder für Ärger bei Bürgern und verursachen zusätzliche Kosten. Die Stadt Neuwied und die Servicebetriebe (SBN) starten deshalb gemeinsam eine neue Initiative gegen Müllsünder. „Sauberkeit im öffentlichen Raum ist kein Selbstläufer“,...

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
857

Kreis Altenkirchen/Kreis Neuwied. Am Mittwoch, dem 18.03.26 wurden im Rahmen eines Schadensfalls mit 3 toten, 2 verletzten und 1 verschwundenen Schafen aus dem Gemeindegebiet Mammelzen, Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld (Kreis Altenkirchen) DNA-Abstriche genommen und an das Senckenberg Institut zur Analyse überstellt. Bei der Untersuchung der Proben wurde als Ergebnis „Wolf“ mit dem Haplotyp HW01 - daher zugehörig zur Mitteleuropäischen Flachlandpopulation - nachgewiesen.

Weiterlesen

Maria Ginzler. Foto: privat
777

Region. Nach kurzer Krankheit starb Maria Ginzler im Alter von 97 Jahren am Samstag, 11. April im Krankenhaus Mayen. Durch ihren ehrenamtlichen Einsatz hat sich die gebürtige Heimersheimerin im Kreisgebiet und darüber hinaus verdient gemacht.

Weiterlesen

Weitere Artikel
12

Kostenlose Beratung und Unterstützung

Beratungsleistungen der Gemeindeschwesterplus

Kreis Neuwied. Die Gemeindeschwesterplus bietet kostenlose Beratung und Informationen zu gesundheitlichen Themen wie Sturzprävention, Ernährung, Bewegung und vielen weiteren Aspekten - auch bei Hausbesuchen.

Weiterlesen

Symbolbild.
63

Astrologische Vorschau für die KW 18: Gesundheit, Liebe und Erfolg im Fokus bei den Sternzeichen

Sterne im Blick: Horoskop für die Woche 27. April bis 3. Mai 2026

Mit dem Übergang vom April in den Mai beginnt eine Woche, die von Aufbruch, Begegnungen und kleinen Wendepunkten geprägt ist. Rund um den 1. Mai rücken Feste, Traditionen und zwischenmenschliche Beziehungen in den Mittelpunkt. Das Feiern in den Mai hinein sorgt für Leichtigkeit, während alte Bräuche wie das Aufstellen des Maibaums für romantische Zeichen und neue Impulse stehen. Gleichzeitig fordert die Woche dazu auf, auf die eigene Balance zu achten und Chancen bewusst zu nutzen.

Weiterlesen

12

Jiddische Musik und Märchen

Klezmer märchenhaft

Koblenz. Klezmer märchenhaft - Jiddische Musik und Märchen am Samstag, 2. Mai 2026, 18 Uhr in der Christuskirche Koblenz, Friedrich-Ebert-Ring / Hohenzollernstraße.

Weiterlesen

Anzeige "Rund ums Haus"
Kirmes Polch 2026
Werksverkauf Anhausen
Rund ums Haus Daueranzeige
Kirmes Polch
Lava Grill Buffet
Floristik Meyer
Anzeige Uhren Vintage
Kirmes in Löhndorf
Kirmes Löhndorf
Löhndorfer Kirmes
Kirmes in Löhndorf
Kirmes Löhndorf
Anzeige Lagerverkauf
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Maibaumstellen Heimersheim
Maibaumstellen in Heimersheim
Kooperationsgeschäft