Die Steinmetze haben ihr Werk vor der Mayener Stehbach-Galerie vollendet
Das 5. Steinbildhauer- Symposium war erfolgreich
Mayens Oberbürgermeister Wolfgang Treis lobte die Künstler
Mayen/Region. In einem Freiluftatelier zu arbeiten, das ist schon eine herrliche Atmosphäre und dann noch in einem Winkel der Eifelstadt Mayen vor der Stehbach-Galerie, des „Alten Arresthauses, dort wo die Kunst jahrelang „zu Hause“ ist, das fördert die Kreativität der Steinmetze ungemein. So hüpfte quasi das Herz des Kunstexperten, Richard Frensch, der in diesem Jahre beim in Mayen stattfindenden 5. Steinbildhauersymposium als Organisator federführend zeichnete und der wahrlich „Ganze Arbeit“ geleistet hatte. „Das klappt alles nur, wenn man auch die richtigen, renommierten Künstler dazu hat“, so Frensch zu „Blick aktuell“.
Die Künstler und ihre Werke
So wie die Steinmetz- und Bildhauer, Maria Hill aus Burg an der Mosel, Guido Krämer aus Ettringen, Werner Geilen aus Mendig und Knut Hüneke aus Heidelberg. Alles hochkarätige Stein-Künstler, mit exzellenten Vitas und besten Referenzen, die ihr Handwerk perfekt beherrschen. Gearbeitet wurde mit heimischem Naturstein, dem gegenüber Basaltlava weicheren Weiberner Tuff. Natürlich in Handarbeit mit wenig Maschineneinsatz, damit keine Lärm- und Staubbelästigung entstehen konnte. Guido Krämer wollte eigentlich eine „Waage der Ausgewogenheit“ erschaffen, verwarf aber seine erste Idee und schuf einen elegant gefertigten Stein zur Aufstellung an seinem Wohnhaus: „Ganz zufrieden bin ich nicht mit dem Ergebnis, wir hatten ja auch nur einige Arbeitstage. In meinem Ettringer Atelier werde ich das Werk vollenden“ schmunzelte Krämer. Werner Geilen der fest vor hatte aus seinem Stein einer „Windsbraut“, sozusagen einer Germanischen Wettergöttin Leben einzuhauchen, musste am zweiten Tage leider wegen Krankheit das Bett hüten. „Beim nächsten Symposium, dem 6. in Ettringen will ich voll dabei sein. Dort werde ich dann wieder in Basalt arbeiten. Maria Hill, schaut immer zuerst nach den Proportionen, die ihr Stein hergibt um etwas Abstrakt-Figürliches entstehen zu lassen. Und das von ihr geschaffene „Antlitz“ konnte sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen. Knut Hüneke hatte sich vor Ort im Steinbruch das richtige Material besorgt. Und die daraus geschaffene Figur eines Menschen im Kopfstand, zeigte des Künstlers Meisterhand.
Oberbürgermeister Wolfgang Treis im „Haus der Kunst“
Ab Freitag, 4. August wurden die Exponate im Innern der Stehbach Galerie aufgestellt. Als einer der ersten Betrachter und Begutachter kam Mayens Oberbürgermeister, Wolfgang Treis, in das „Haus der Kunst“. Und der war voll des Lobes: „Ich habe familienbedingt auch ein wenig Ahnung vom Stein“, verriet er und fügte in reinstem Mayener Platt hinzu: „Maine Opa hatt off da Lay jeschafft“. Treis zeigte sich sehr dankbar, das in diesem Gebäude nicht nur die „Bildende Kunst“, sondern auch die „Handwerkliche Kunst“, die der Steinmetze zu Hause sei. „Wir durften hier die alte Tradition der Layer, den „Blauen Montag“ erleben. Und auch wenn ich mich beim nächsten Symposium auf der Historischen Lay in Ettringen auf „fremdem Territorium“ befinde, möchte ich versuchen, auch dort dabei zu sein. Die Hauptsache ist - die Kunst bleibt zu Hause in der Region, ob nun in Mendig, in Ettringen oder wie in diesem Jahre bei uns in Mayen. Dank an alle Beteiligten mit Richard Frensch an der Spitze. Das habt ihr Klasse gemacht. Ihr alle habt die Kunst am Leben gehalten“, so der Stadtchef. Am Sonntag, 6. August wurden alle fertigen Werke in der Stehbach Galerie präsentiert. Richard Frensch zeigte sich überglücklich. Ein solch künstlerischer Erfolg ist auch für mich ein Ansporn in diesem Hause weiter zu wirken um dabei immer wieder neue, frische Ideen besonders auch in der Malerei zu entwickeln, um den Kunstgedanken, an die Nachwelt weiterzugeben. Junge Menschen dafür zu begeistern, das Mayen auch ein klein wenig „Kunststadt“ bleibt“. BS
„Auch ich habe Ahnung vom Stein - Maine Opa hatt of da Lay jeschafft“, verriet der OB.
Maria Hill hatte kurz zuvor ihr Werk vollendet.
Guido Krämer wollte eigentlich die „Waage der Ausgeglichenheit“ erschaffen. Er wird seinen Stein im Ettringer Atelier vollenden.
Richard Frensch hat schon das nächste Projekt in Vorbereitung.
Guido Krämer wollte eigentlich die „Waage der Ausgeglichenheit“ erschaffen. Er wird seinen Stein im Ettringer Atelier vollenden.
Guido Krämer wollte eigentlich die „Waage der Ausgeglichenheit“ erschaffen. Er wird seinen Stein im Ettringer Atelier vollenden.
