Jehovas Zeugen Meckenheim
Das Beste aus der Situation machen
Meckenheim. Jehovas Zeugen in der Region Meckenheim bleiben trotz Einschränkungen positiv und machen mit ideenreichen Alternativen das Beste aus der Lage.
Sieht man die Zeugen Jehovas eigentlich gar nicht mehr? So mancher Bewohner der Region fragt sich das. Die regelmäßigen Besuche von Haus zu Haus und die Präsenz mit Trolleys und Informationsständen in der Öffentlichkeit – all diese Markenzeichen kann man nicht mehr beobachten.
Die Pandemie verändert feste Gewohnheiten und Lebensweisen. Wie jeden beeinflusst Covid-19 und die damit verbundenen Einschränkungen auch religiöse Tätigkeiten. Um sich selbst und andere nicht zu gefährden, haben Jehovas Zeugen auch in Meckenheim, Rheinbach und Wachtberg die Besuche bei ihren Mitbürgern bereits seit März bis auf Weiteres eingestellt. Sie orientieren sich dabei vor allem an christlichen Werten wie der Nächstenliebe und möchten das Leben als wertvolles Geschenk Gottes so gut es geht schützen.
Da sie ihre Missionstätigkeit sehr ernst nehmen, sich aber gleichzeitig an diese Grundsätze halten wollen, sind ideenreiche Alternativen gefragt. Dazu äußert sich Thorsten Andritschke aus Wachtberg: „Abstand halten ist eine einfache Möglichkeit für mich, meine Nächstenliebe zu zeigen. Die gleiche Liebe motiviert uns auch, weiterhin unseren Mitmenschen Gott, die Bibel und die gute Botschaft näher zu bringen. Wir nutzen dazu persönliche Briefe, E-Mails und auch das gute alte Telefon. Unsere Bibelkurse führen wir sogar meistens digital per Videokonferenz am PC durch. Es berührt mich sehr, wie viele Menschen positiv auf die Hoffnung von Gott reagieren.“
Seine Tochter Finja fügt hinzu: „Durch die vielen sozialen Netzwerke ist es mir sogar auch im Lockdown immer möglich, die Fragen – besonders von jungen Leuten – über die Bibel zu beantworten. Es entstehen daraus viele schöne und persönliche Nachrichten, Chats und Gespräche über Gott.“
Diese Aktivitäten kommen in der Region im Allgemeinen gut an. Viele freuen sich, einen unverbindlichen, aber dennoch an sie persönlich gerichteten Brief im Briefkasten zu finden. Einige Menschen machen sich sogar die Mühe, zurück zuschreiben und bedanken sich häufig einfach nur für die lieben Worte, was wiederum die Absender sehr freut. Auf der Internetseite www. jw.org, die in über 1020 Sprachen übersetzt ist, stellen Jehovas Zeugen darüber hinaus vermehrt viele interessante Artikel und Videoclips zu aktuellen Themen, wie beispielsweise „Was tun gegen Pandemiemüdigkeit?“ oder „Mit Isolation zurechtkommen“, zur Verfügung.
Obwohl auch Jehovas Zeugen wie jeder andere Bürger von den Auswirkungen der Pandemie betroffen sind, freuen sie sich, aus dieser Situation dennoch das Beste machen zu können.
