Informationsveranstaltung im Herz-Jesu-Haus in Kühr
Das Bundesteilhabegesetz in leichter Sprache
Fachleute informierten Mitarbeiter und Betroffene
Niederfell. Im Herz-Jesu-Haus Kühr fand eine Informationsveranstaltung zum Bundesteilhabegesetz (BTHG) für Menschen mit Behinderung statt. Die Neuregelungen des BTHG treten zeitversetzt zwischen den Jahren 2016 und 2023 in Kraft und sollen vor allem Teilhabe und Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderung stärken. Die Ambulanten Dienste des Herz-Jesu-Hauses organisierten den Infoabend und vermittelten die wichtigen Veränderungen in leichter Sprache und mit ausführlicher Erklärung.
Nachdem schon im vergangenen Jahr gesetzliche Betreuer und interessierte Angehörige informiert wurden, richtete sich diese Veranstaltung vor allem an die Menschen mit Behinderung selbst. Die Referenten Jannik Müller (Diplom- Sozialarbeiter/-pädagoge), Maja Kunz (Heilerziehungspflegerin und Pädagogikstudentin) und Stephanie Sikinger (Diplom-Sozialpädagogin), Leiterin der Ambulanten Dienste, führten durch die Veranstaltung.
In einer kurzen Präsentation erklärten die Referenten, was ein Gesetz ist, um welche Inhalte es beim Bundesteilhabegesetz geht und wer die Gesetzesinhalte bestimmt. Im Anschluss wurde an drei verschiedenen Stationen über Neuregelungen in den Bereichen Wohnen, Arbeit und Gesamtplanung diskutiert. Zukünftig gibt es zum Beispiel Frauenbeauftragte in Werkstätten für Menschen mit Behinderung, und die Beschäftigten erhalten einen höheren Lohn als bisher. Außerdem wird die gesamte finanzielle Unterstützung für Menschen mit Behinderung neu geregelt, sodass, anders als bisher, unterschiedliche Anträge notwendig sind.
Die mehr als 60 teilnehmenden Mitarbeiter und Menschen mit Behinderung zeigten großes Interesse und stellten einige Fragen. „Die große Beteiligung hat uns gezeigt, dass sich wirklich viele für die kommenden Veränderungen interessieren. Die gestellten Fragen machen aber auch deutlich, dass es sich um ein wirklich kompliziertes Thema handelt. Besonders wichtig war für alle eigentlich, dass es keine Nachteile für den Einzelnen gibt.“
