Allgemeine Berichte | 11.07.2016

Burschenverein und Maimädchen Oberhonnefeld-Gierend richten einmal im Jahr ein Fest fürs Dorf aus

Das Burfest fördert die Dorfgemeinschaft

Das Burfest fördert die Dorfgemeinschaft

Oberhonnefeld-Gierend. Mit einem kräftigen Schlag des Hammers in ihrer Hand auf den Zapfhahn am Bierfass eröffnete Ortsbürgermeisterin Rita Lehnert am Samstagabend das Burfest der Burschen und Maimädchen Oberhonnefeld-Gierend im Ortsteil Gierend. Auf dem idyllisch gelegenen Spiel- und Dorfplatz in der Ortsmitte von Gierend, der einmal ein Brunnenplatz war, wurden Musik, Speisen und Getränke und jede Menge gute Laune geboten. Burschenvereins-Vorsitzender David Lehnert erklärt: „Das Burfest richten wir jährlich am zweiten Wochenende im Juli aus. Es war ursprünglich mal ein Brunnenfest, das an der Burschenhütte im Gierender Tal durchgeführt wurde. Vor ein paar Jahren haben wir vom Burschenverein überlegt, das Fest etwas größer anzubieten. Deshalb haben wir das Fest hierhin verlegt.“ Außer dem Burfest gibt es in Oberhonnefeld-Gierend noch die Kirmes, die insgesamt größte Veranstaltung der Gemeinde. Das Burfest, sagen die Mitglieder des Burschenvereins, ist in erster Linie dafür da, dass sich die Leute aus dem Dorf treffen und ein paar schöne Stunden miteinander verbringen. Besonders gern genutzt wird es auch von denjenigen, die beruflich oder privat begründet nicht mehr so viel Zeit in Oberhonnefeld-Gierend verbringen und so auf dem Burfest noch einmal alte Bekannte treffen können. Obwohl zwei geräumige Zelte zur Verfügung stehen, ist der Erfolg natürlich immer auch vom Wetter abhängig. In diesem Jahr meinte es der Himmel gut mit dem Burschenverein. Strahlender Sonnenschein begleitete die Festgemeinschaft auf dem Burplatz. Immerhin zieht die Veranstaltung an solchen Wochenenden 300 bis 350 Besucher an, schätzt David Lehnert. Doch es geht ihnen, den Mitgliedern des Burschenvereins, nicht um irgendwelche Zahlenrekorde, sondern um die Geselligkeit. So nehmen wie selbstverständlich auch immer die Mitglieder des Altburschenvereins am Burfest teil. Auch sie geben sich, ähnlich wie der Burschenverein und die Maimädchen, mit einheitlichen T-Shirts und entsprechendem Aufdruck als zu ihrem Verein zugehörig aus.

Burschenverein und Maimädchen benötigen Zuwachs

Aktuell hat der Burschenverein nur neun Mitglieder, bedauert die Gruppe. Es sollen wieder mehr werden. Die Zahl der Maimädchen liegt momentan bei 11. Auch hier ist Zuwachs gewünscht. Was kein Problem sein dürfte. Denn Ortschefin Rita Lehnert verweist auf die beachtliche Geburtenrate in Oberhonnefeld-Gierend und ein damit unzeitgemäß kräftiges Bevölkerungswachstum. Rita Lehnert: „Der vielerorts mit Skepsis betrachtete demografische Wandel mit der damit einhergehenden Überalterung der Bevölkerung hat Oberhonnefeld-Gierend ausgelassen!“ Außer dem Burfest richtet der Burschenverein noch die große Halloween-Party am 31. Oktober im Kultur- und Jugendzentrum Oberhonnefeld aus und beteiligt sich mit einem Ausschankwagen an Kirmesdonnerstag an dem Fest in Straßenhaus. Außerdem gibt es noch eine schöne Veranstaltung in der Mainacht, in der in Straßenhaus die Maimädchen ausgeschossen werden. „Auch damit wollen wir unseren Teil beitragen zur Förderung der Gemeinschaft und zur Brauchtumspflege“, sagt David Lehnert. Mit 15 kann man ein Probejahr bei den Burschen beginnen, ab 16 Jahre ist man dann Vollmitglied. Wer heiratet oder das 30. Lebensjahr erreicht, wechselt zu den Altburschen.

Mit Livemusik wurde man gut unterhalten

Nach dem Faßanstich am Samstagabend beim Burfest unterhielt die aus Koblenz stammende Band „Einer geht gar net“mit Oldies, Evergreens und aktuellen Hits die Besucher. Am Sonntagmorgen startete das Fest mit Liedvorträgen des MGV Oberhonnefeld Gierend. Zu der Zeit brutzelten auch schon die ersten Steaks und Würstchen auf dem Grill. Hier unterstützten die Mitglieder des Karnevalsclubs KC Weeste Näh den Burschenverein mit tatkräftiger Mithilfe. Am Sonntagnachmittag servierten die Gierender Frauen leckeren Kuchen zu frisch aufgebrühtem Kaffee.

Das Burfest fördert die Dorfgemeinschaft
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