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Abschlussgottesdienst in St. Vinzenz in Heimersheim

Das Ende einer über hundertjährigen Geschichte

Das Ende einer über
hundertjährigen Geschichte

Pfarrer Peter Dörrenbächer und Herbert Ritterath zelebrierten den letzten Gottesdienst in der Kapelle des ehemaligen „Klösterchens“ und erinnerte an die Menschen, die der Einrichtung in vielfältiger Weise verbunden waren. Foto: FIX

13.03.2017 - 16:28

Heimersheim. Mit einem Impuls zum Nachdenken über die Menschen, die im nun ehemaligen Alten- und Pflegeheim St. Vinzenz in Heimersheim involviert waren, begann Pfarrer Peter Dörrenbächer einen Gottesdienst zur Schließung des Heims. Dazu waren ehemalige Pfleger und Bewohner, aber auch einige Ortsansässige, für die das Heim ein wichtiger Teil Heimersheims war, erschienen und füllten die gesamte heimeigene Kapelle und sogar den Gang davor. In das von den Einheimischen liebevoll „Klösterchen“ genannte Haus schien an diesem Tag wie zu einem Abschiedsgruß die Sonne durch die kunstvollen Buntglasfenster.


Geschichte des „Klösterchens“


Schon 1912 wurde der Bau des Gebäudes in Auftrag gegeben durch den Heimersheimer Pfarrer Heinrich Winter, und 1914 konnten die ersten Vinzentinerinnen aus Köln-Nippes dort einziehen. Diese betreuten nicht nur den Kindergarten, sondern boten auch Haushaltskurse an. Ihre größte Aufgabe war dann aber die Pflege der älteren Menschen in Heimersheim. 1977 zog sich der Orden zurück, das Alten- und Pflegeheim aber blieb als wichtiger Bestandteil der örtlichen Gemeinschaft. Zunächst fiel die Trägerschaft an die Gemeinde St. Mauritius, dann an die Caritas-Gesellschaft des Bistums Trier. Besonderer Wert wurde in dem Heim auf die Dorfgemeinschaft gelegt, so blieben die pflegebedürftigen Bewohner ein Teil der lebendigen Ortsgemeinschaft mit der Teilnahme an Pfarrfesten, Weinfestumzügen und weiteren örtlichen Veranstaltungen. Die Kapelle indes wurde bis Januar dieses Jahres jeden Sonntag für einen Wortgottesdienst genutzt, bis sie jetzt durch den Verkauf des Heims aufgegeben werden musste.


Endgültiger Abschied


Der Verkauf und der Abschied sollten aber nicht verschwiegen werden, und tatsächlich fand der allerletzte Gottesdienst in der so geschätzten Kapelle rege Teilnahme. Auch ehrenamtlich tätige Heppinger und Heimersheimer Bürger, die schon eine große Hilfe für das Haus waren, fanden sich unter den Gästen, die danach noch im Pfarrsaal Kaffee und Kuchen einnahmen, um ein letztes Mal der über 100-jährigen Geschichte zu gedenken.

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Kommentare
Uwe Klasen:
Zitat Andreas Biebricher:"Die ... Grünen ... maßen sich an, alleine zu definieren, was richtig ist, was man sagen darf und was nicht, kurz: was politisch und moralisch korrekt ist. Andersdenkende werden in die Ecke gestellt und stigmatisiert. Das ist intolerant und undemokratisch." --- Wie Recht Herr Biebricher damit hat! Und meine Anerkennung, den Mut zu haben dies so klar zu formulieren!
juergen mueller:
Dieses Thema geht uns ALLE an und ich stelle einfach mal in den Raum, dass die überwiegende Mehrheit der Ratsmitglieder, u.damit meine ich in erster Linie diejenigen der CDU,Freie Wähler sowie natürlich die AfD, die sich in Sachen Integration ja bereits einen Negativ-Namen gemacht hat u.macht im Aufsuchen einer Badeanstalt eine Minderheit ausmacht.Deshalb wäre eine Bürgerbefragung das Ziel gewesen.Das was hier mal wieder "im kleinen Rahmen" beschlossen wurde nenne ich intolerant u.undemokratisch.Die Aufklärungsarbeit von CDU-Biebricher ist widersprüchlich u.spiegelt seine alleinige Auffassung/Meinung dar,die zumindest mich nicht im geringsten interessiert,da sie kein Maßstab für die der Bürgerschaft darstellt.Politisch wurde sich (auch) mal wieder selbst übertroffen,indem Bade- u.Schulordnung Gegensätze aufzeigen,die inakzeptabel sind.Das was Sie,Herr Biebricher, hier predigen hat mit Offenheit,Respekt,Toleranz u.Aufeinanderzugehen nicht das Geringste zu tun.Das ist pure Polemik.
Uwe Klasen:
Mit den Worten einer (berühmten) Zeitgenossin: "Nun sind sie halt da! - Wir schaffen das!"

„Verschwunden – Letzte Spur Lahnstein“

JAHN, SABIENE :
Danke der Redakteurin für diesen guten Beitrag, der detailverliebt die Stimmung des Abends wiedergibt. Eine schöne Sprache hat sie. Ein kleiner Fehler ist leider unterlaufen. Nicht in Lahnstein fließen Rhein und Mosel zusammen, sondern in Koblenz. Das aber schmälert nicht den ansonsten gut recherchierten Beitrag. Glückwunsch Lahnstein, es war ein schöner Anlass in dieser tollen Stadt zu gastieren. Feiert froh durch das neue Jahr, Euerm Jubiläumsjahr! Beste Grüsse, Sabiene Jahn
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