Biblische Reihe des Dekanates Andernach-Bassenheim und Kath. Familienstätte Andernach
Das Evangelium nach Markus im Lesejahr B
Texte und Kontexte entlang des Kirchenjahres
Andernach. In dieser Reihewerden die Texte des Lesejahres aus dem Markusevangelium anhand ausgewählter Perikopen begleitet. Das Markusevangelium spitzt seine Erzählung von Jesus auf die Kreuzigung zu. Markus geht es dabei um die Frage, wie dieser Gekreuzigte als der Messias Israels verstanden werden kann. Diese Frage stellt sich unter dem Eindruck des römisch-jüdischen Krieges, der Zerstörung des Tempels und der Stadt Jerusalem. Angesichts dieses Krieges und seiner Schrecken muss die Botschaft vom gekreuzigten und auferweckten Jesus neu buchstabiert werden. Es stellen sich neue Fragen: Ist der Glaube an den Messias Jesus durch die Erfahrungen des Krieges widerlegt? Wie kann ein Gekreuzigter als Retter und Befreier geglaubt werden? Kann die Hoffnung auf Auferstehung angesichts der Realität von Krieg und Zerstörung mehr sein, als eine fromme Illusion?
Was kann von der Theologie des Markus für das Christsein im Blick auf die Katastrophen der Zeit gelernt werden?
Welche Orientierungen und Hoffnungen können die Reflexion und das Gebet stärken?
Veranstaltungstermine
Am Montag, 4. Dezember: „Anfang des Evangeliums … er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen“ (Mk 1,1-8). Gott oder Götze, die Unterscheidung der Geister, Abend zum zweiten Adventssonntag,
Am Montag, 15. Januar 2018: „Kehrt um, und glaubt an das Evangelium“ (Mk 1,14-20). Umkehr zum Menschenfischer, Abend zum dritten Sonntag im Jahreskreis.
Am Montag, 19. Februar 2018: „und sie fragen einander, was das sei: von den Toten auferstehen“ (Mk 9,2-10). Auferstehung als Aufstand zum Leben, Abend zum zweiten Fastensonntag.
Am Montag, 19. März 2018: „Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten … Er geht euch voraus nach Galiläa“ (Mk 16,1-7). Auferstehung begreifen von Anfang an, Abend zur Osternacht.
Am Montag, 7. Mai 2018: „Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet, wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden“ (Mk 16,15-20). Ein (korrigierender?) Nachtrag zum Markusevangelium, Abend zu Christi Himmelfahrt.
Am Montag, 28. Mai 2018: „Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird“ (Mk 14,12-26). Brot und Wein – Erinnerung und Mahnung, Abend zu Fronleichnam.
Am Montag, 18. Juni 2018: „Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen?“ (Mk 4,35-41). Nicht Augen zu und durch, sondern Nein zu einer Welt(ordnung), die tötet, Abend zum zwölften Sonntag im Jahreskreis.
In der Familienbildungsstätte Andernach, Seminarraum EG, immer von 20 bis 21.30 Uhr. Anmeldung bis eine Woche vor dem jeweiligen Abend bei E-Mail: alexander.just@bistum-trier.de.
