Neugründung des Förderkreises „Hemmessener Dom“ - Vorstand voller Pläne
Das Herz von Hemmessen zum Schlagen bringen
Bad Neuenahr. Einmütig, munter und interessiert, mit diesen Worten lässt sich wohl die Stimmung bei der Gründungsversammlung des Förderkreises beschreiben, der sich am vergangenen Wochenende im Bad Neuenahrer Ortsteil Hemmessen formiert hat.
Aktiv wurden die AnwohnerInnen schon unmittelbar nach der Flut und verwandelten die Antonius- und Sebastian-Kapelle und den Platz unter der 400 Jahre alten Dorflinde mit geistlichen Angeboten, Konzerten und offenem Singen zügig und vielfältig in einen Treffpunkt, der gerne von den Flutbetroffenen und HelferInnen angenommen wurde. Nicht zuletzt befand sich hier eine privat initiierte Essensausgabe und gab es stets aktuelle Infos. „Diese Gemeinschaft“, so Helga Sonntag, die neue Schriftführerin, „will gepflegt werden, und dazu wollen wir beitragen!“
Insofern zielt der Vereinszweck nicht nur auf die Unterstützung der baulichen Wiederherstellung ab, sondern lenkt den Blick auch auf das liturgische, kulturelle und gesellschaftliche Leben in Hemmessen.
Konsequent und ohne lange Diskussion kamen die zwei Dutzend Anwesenden ihrem Hauptanliegen nach, den ohnehin bereits aktiven, lockeren Förderkreis in eine Vereinsstruktur zu überführen. Dieser strebt die Gemeinnützigkeit an und ermöglicht kurze Entscheidungswege. Der neue Vorstand besteht aus den folgenden Personen: 1. Vorsitzender Markus Hartmann, 2. Vorsitzender und Schatzmeister Walter Rick, Schriftführerin Helga Sonntag, BeisitzerInnen Anneliese Kley und Barbara Kloss. Automatisch berufen als Beisitzer ist der oder die 1. Vorsitzende der Bürgergesellschaft. Der Verein erfüllt seine Aufgaben in enger Abstimmung mit der katholischen Pfarrei.
In einer Klausurtagung wird der Vorstand grundlegende Leitlinien seines Engagements und die weiteren Aktivitäten besprechen. Walter Rick erläutert: „Nun gilt es mal zu schauen, was jede und jeder so an Ideen und Vorstellungen mitbringt.“ Und Markus Hartmann ergänzt: „Hemmessen ist heute ein wirklich bunter und multikultureller Ortsteil geworden - da gilt es gut zu schauen, was wir wie gestalten!“
Simone Prenner stellte mehrere Entwürfe für eine Gedenkstätte für Flutopfer vor. Ein Buntglasfenster im Windfang, das erneuert werden muss, soll diese Thematik ins Bild bringen und an die elf Verstorbenen des Ortsteils erinnern.
Die Kapelle ist derzeit wegen der Sanierungsarbeiten geschlossen. Für die Kar- und Ostertage (Palmsonntag bis Weißen Sonntag) wird sie aber dekoriert und einladend für ein persönliches Innehalten, ein Gebet oder einen neugierigen Besuch hergerichtet. Ein Frühlingskonzert ist für Ende April ebenfalls bereits in Planung.
