Das „KLEINE WIR“ stärkt den Zusammenhalt
Gemeinsam lernen, gemeinsam wachsen in der Gruppe Limesstrolche
Rheinbrohl. Auch in der Kindertagesstätte CASA VIVIDA gibt es schon einmal Streit, Schimpfwörter und körperliche Auseinandersetzungen. Das hat die Mitarbeiterinnen motiviert, sich mit den Kindern intensiv mit den Themen Konfliktlösungen, Freundschaft, Zusammenhalt, gegenseitigem Respekt und der Stärkung des „Wir-Gefühls“ zu beschäftigen.
Dabei stand das Bilderbuch „Das kleine WIR“ im Mittelpunkt.
In vielen Gesprächen, Aktionen, Spielen und kreativen Aktionen wurde überlegt: „Was brauchen wir, damit sich jeder in unserer Gruppe wohlfühlt?“ Dabei konnten die Kinder feststellen, dass Freundlichkeit, Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft und das Teilen wichtige Bausteine für ein harmonisches Miteinander sind.
Das „kleine WIR“ begleitete die Kinder durch den Kindergartenalltag. Täglich hat man sich erinnert aufeinander zu achten, Konflikte friedlich zu lösen und niemanden auszuschließen. Immer wieder überlegten die Kinder gemeinsam, wie sie das „kleine Wir“ wachsen lassen können – etwa durch ein freundliches Wort, gemeinsames Spielen oder gegenseitige Unterstützung.
Und das zeigte Wirkung: Die Kinder entwickelten ein stärkeres Bewusstsein für die Gefühle Anderer und erlebten wie schön es ist, Teil einer Gemeinschaft zu sein. Kleinere Streitigkeiten konnten die Kinder – nach und nach – selbständig klären und überlegen, was dem „kleinen WIR“ gut tut!
Mit dem Projekt wurden wichtige soziale Kompetenzen gefördert und die Kinder konnten erfahren, dass ein gutes Miteinander nicht einfach da ist, sondern Tag für Tag durch das Verhalten jedes Einzelnen entsteht. So konnte das „kleine WIR“ immer weiter wachsen und damit auch der Zusammenhalt in der Gruppe.
Zum Abschluss des Kindergartenjahres gab es dann noch eine ganz besondere Überraschung. Die Mitarbeiterin Elke Tutar hatte für jedes Kind und jede Mitarbeiterin ein „kleines WIR“ gehäkelt, das genauso aussah wie das „kleine WIR“ aus dem Buch! Ein tolles Geschenk, dass die Kinderaugen strahlen ließ und auch in Zukunft daran erinnert, wie wichtig das „kleine WIR“ ist.
Zum Abschlus bekam jeder ein kleines gehäkeltes „Wir“. Foto: Peter Heumann