Allgemeine Berichte | 18.05.2016

Kunst trifft Politik: „Geh und lebe“

Das Kino kehrt zurück nach Unkel

Das Kino kehrt zurück nach Unkel

Unkel. Vor 45 Jahren schlossen die Freiligrath-Lichtspiele wegen Unrentabilität für immer die Pforten. 45 Jahre nach dem letzten Kinofilm, der in Unkel vorgeführt wurde, wird erstmals wieder ein abendfüllender Spielfilm in der kleinen Stadt am Rhein gezeigt.

Kurz nach der erfolgreichen Vernissage der noch bis zum 28. Mai andauernden Kunstausstellung „Jahrmarkt der Menschlichkeit“ in der Innenstadt Unkels zeigt die Unkeler Künstler-Initiative „Kunst trifft Politik“ in Zusammenarbeit mit dem „Kulturkino Unkel“ den vielfach international preisgekrönten Spielfilm „Geh und lebe“.

Wie weit darf eine Mutter gehen, um ihr Kind zu retten? „Geh und lebe...“, mit diesen Worten schickt eine verzweifelte äthiopische Mutter ihren neunjährigen Sohn in eine ungewisse Zukunft. Während sie im von Hungersnot gebeutelten Flüchtlingslager zurückbleibt, darf der Zuschauer dem kleinen Schlomo ins „Gelobte Land“ folgen und erlebt eines der wohl ungewöhnlichsten und emotional berührendsten Coming-of-Age-Dramen der Filmgeschichte.

Die Geschichte des Filmes beruht auf einer wahren, nahezu vergessenen Begebenheit. Mit der „Operation Moses“, einer geheimen Kommandoaktion des israelischen Geheimdienstes, wurden Mitte der 80er Jahre tausende von äthiopischen Juden aus dem Sudan geholt. Diese spektakuläre Aktion ist der Ausgangspunkt für die Geschichte von Schlomo, der sich verstellen muss, um leben zu können. Doch die Last seines Geheimnisses begleitet ihn. Der Tag rückt näher, an dem er sein Schweigen brechen muss, denn auch seine Frau ahnt nicht, wer er wirklich ist.

Behutsam und unaufdringlich, mal humorvoll und mal traurig, widmet sich das mit liebevollem Zeitkolorit versehene Werk dem Schicksal von Schlomo. Ein ausgefeiltes, psychologisch dichtes Drehbuch, ausgezeichnete Darsteller, symbolgeladene Bilder und eine einfühlsame Filmmusik sorgen dafür, dass die Mischung aus zeitgeschichtlichem Politdrama und multikultureller Charakterstudie sich in das Gedächtnis der Zuschauer brennen wird. Ein großartig inszeniertes Epos über die Suche nach der eigenen Identität.

Geh und lebe wird vorgeführt am 24. Mai um 19 Uhr im Katholischen Pfarrheim Unkel, Corneliaweg 3. Der Eintritt ist frei, um Spenden für die Deckung der Kosten wird gebeten.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe folgen weitere außergewöhnliche Filme und Vorträge zum Thema Menschenrechte – mehr unter www.kunst-trifft-politik.de.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Michael Kroeger: Bestätigung Wahlergebnis am 13.4.2026. Mark Geimer wird Stadtbürgermeister. Unterschrift Nutzungsvertrag Windkraft am 17.4.2026 durch den 1. Beigeordneten Werner Lahme. Die Vereidigung Mark Geimer als...
  • Mirko Walden: Es ging doch darum, dass nicht gewarnt wurde und die Lage nicht erkannt wurde. Ebenfalls wurden keine Maßnahmen umgesetzt. Was ist hierzu passiert? Was bringen neue Sirenen, wenn nicht evakuiert wird?...
  • Dieter Borrmann: Der landschaftlich großartige Weg unterhalb Brauselay über den Conder Kreuzweg nach Cond ist teils unbefestigt, teils sehr glatt, teils steil. Sehr gutes, rutschfestes Schuhwerk (Profilsohle) wird unbedingt angeraten.
Imageanzeige Werbeplan 2026
Kleinanzeigen
Kirmes Polch 2026
Rund ums Haus Daueranzeige
Ausverkauf
Maibaumstellen Heimersheim
Maibaumstellen Heimersheim
Empfohlene Artikel
Die aktuelle und die kommende Brunnenkönigin.
140

Bad Breisig. Während noch einige Gäste der Römerthermen ein Kaltgetränk genossen, fanden sich nach und nach Repräsentanten und bekannte Gesichter der Stadt Bad Breisig im Römer-Bistro ein, eine aufmerksame Spannung machte sich breit. Bürgermeister Marcel Caspers begrüßte die Anwesenden, darunter Vertreter der Kommunalpolitik, Sponsoren des Brunnenfestes, Mitglieder der Karnevalsgesellschaft und weitere...

Weiterlesen

Bereits jetzt freut sich Landrat Marko Boos, den MYK-Pokal zum ersten Mal an eine Gemeinde oder Stadt im Landkreis Mayen-Koblenz überreichen zu können. Wie der neue Preis genau aussieht, bleibt bis zur Verleihung allerdings noch ein gut gehütetes Geheimnis. Foto: Foto: Kreisverwaltung MYK/teilweise KI-generiert
37

Kreis MYK. Der Landkreis Mayen-Koblenz setzt ein starkes Zeichen für bürgerschaftliches Engagement: Erstmals wird im Jahr 2026 der MYK-Pokal verliehen. Mit dieser neuen Auszeichnung sollen Ortsgemeinden und Städte gewürdigt werden, die sich in besonderem Maße für das Gemeinwohl einsetzen und mit ihren Projekten eine nachhaltige Wirkung über die eigene Kommune hinaus entfalten.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Helfermannschaft mit dem neuen Spielhaus auf dem Hof der KiTa Immendorf. Foto: SCH
125

Verein Abenteuer Helfen e.V. erledigte einige Renovierungsarbeiten im Kindergarten St. Christophorus Immendorf und baute für die Kinder eine neue Spielhütte auf

Freizeit ist Helferzeit

Koblenz-Immendorf. Der Verein Abenteuer Helfen e.V. hat sich zur Aufgabe gestellt, mit kleinen und großen Aktionen zum Beispiel Kindertagesstätten, Jugendzentren, Tierheimen und Gnadenbrothöfen praktische Hilfe zu leisten. Hierbei ist das Ziel, organisatorische und handwerkliche Probleme für soziale Einrichtungen zu lösen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
93

Nach mehreren Fällen von getöteten, verletzten oder verschwundenen Tieren liefert DNA-Untersuchung Klarheit

Kreis Altenkirchen/Kreis Neuwied: Mehrere Wolfsangriffe bestätigt

Kreis Altenkirchen/Kreis Neuwied. Am Mittwoch, dem 18.03.26 wurden im Rahmen eines Schadensfalls mit 3 toten, 2 verletzten und 1 verschwundenen Schafen aus dem Gemeindegebiet Mammelzen, Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld (Kreis Altenkirchen) DNA-Abstriche genommen und an das Senckenberg Institut zur Analyse überstellt. Bei der Untersuchung der Proben wurde als Ergebnis „Wolf“ mit dem Haplotyp HW01 - daher zugehörig zur Mitteleuropäischen Flachlandpopulation - nachgewiesen.

Weiterlesen

Das Feuer in einer Kleingartenanlage konnte von den Wehrleuten schnell gelöscht werden. Foto: Freiwillige Feuerwehr Königswinter
44

Rauchsäule wies den Feuerwehrleuten den Weg zum Einsatzort

17.04.: Feuer in Kleingartenanlage: Hütte stand in Vollbrand

Königswinter. Eine Rauchsäule wies den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Königswinter am Freitagabend den Weg zu einer brennenden Gartenhütte in Oberdollendorf. Das Feuer in einer Kleingartenanlage am Reihbäumer Weg konnte von den Wehrleuten schnell gelöscht und eine Ausdehnung auf Vegetation und andere Hütten in der Umgebung verhindert werden.

Weiterlesen

Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Imageanzeige
Holz Loth-Entsorgung
Anzeige "Rund ums Haus"
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Kirmes Polch 2026
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Kirmes Polch
Lava Grill Buffet
Anzeige 35-jähriges Jubiläum
Anzeige Jaadeporz 2026
Kirmes in Löhndorf
Stellenanzeige Auszubildung zum/zur Umwelttechnologen/in
Kirmes Löhndorf
Maibaumstellen Heimersheim