Allgemeine Berichte | 22.08.2018, 14:02 Uhr

Kinoabend des Bündnisses gegen Depression Bonn Rhein-Sieg

Das Leiden unmittelbar erleben

5. September: Kinofilm will Verständnis für depressiv erkrankte Menschen wecken

Rhein-Sieg-Kreis. Depression – was ist das? „Warum lässt Du Dich so hängen?“ Solche und ähnliche Fragen bis hin zu Unverständnis erleben Menschen, die an Depression erkrankt sind. Welche Unsicherheiten und Herausforderungen für die kranken Menschen selbst damit verbunden sind und wie sie ihren Alltag alleine oder in Familie meistern, davon erzählt der Kinofilm „Die Mitte der Nacht ist der Anfang vom Tag“.

Dieser wird jetzt am Mittwoch, 5. September, um 17 Uhr, im Kinopolis Bad Godesberg vorgeführt. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Fragen an Experten der Medizin und der Selbsthilfe zu stellen. Diese sind der Regisseur des Films, Dr. Axel Schmidt, Facharzt für Psychiatrie/Psychotherapie vom Bündnis gegen Depression Bonn Rhein-Sieg, des Weiteren Professor Dr. Wilhelm Peter Hornung, Chefarzt der LVR-Klinik in Bonn, Dr. Rainer Meilicke, Leiter des Gesundheitsamtes des Rhein-Sieg-Kreises sowie Mitglieder der Selbsthilfegruppe „Angehörige von Depressionen“.

Das Besondere des Films: Der Zuschauer ist „mittendrin“ im Leben von zwei an Depression erkrankten Frauen und einer betroffenen Familie. Über ein Jahr lang haben sie sich auf ihrem eigenen Weg durch und aus der Erkrankung begleiten lassen. Ihre subjektive Sicht als von Depression Betroffene vermittelt sich so unmittelbar. Sie haben den Mut, sich während einer akuten depressiven Phase von der Kamera begleiten zu lassen. Sie beschreiben ihr Erleben während der Krankheit sehr eindringlich: die Hoffnungslosigkeit, die eigene Leere, das Gefühl, wie abgeschnitten von der Welt zu sein.

Die Protagonisten des Dokumentarfilms hatten sich zu diesem ungewöhnlichen Schnitt entschlossen, um das Schweigen hinsichtlich ihrer Krankheit zu brechen. Die Regisseure Axel Schmidt und Michaela Kirst sowie der Kameramann Dirk Lütter verzichten auf einen Sprechertext und machen damit die Erkrankung Depression aus der Sicht der Betroffenen und ihrer Angehörigen unmittelbar erlebbar. Ziel ist es, das Verständnis für die Erkrankung zu verbessern – für Betroffene, ihre Angehörigen aber auch für die Öffentlichkeit.

Organisiert wird der besondere Kinoabend vom Bündnis gegen Depression Bonn Rhein-Sieg in Kooperation mit der AOK Rheinland/Hamburg und den Selbsthilfekontaktstellen für den Rhein-Sieg-Kreis und für Bonn. Der Eintritt ist frei. Pressemitteilung

des Rhein-Sieg-Kreises

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